Zahnzusatzversicherung
Im Laufe der letzten Jahre hat sich der Bereich rund um den Zahnersatz deutlich entwickelt. Mehrere hunderttausende Implantate werden in Deutschland jährlich eingepflanzt. Was genau bedeutet Implantologie? Sobald im Gebiss ein Zahn fehlt oder eine bestehende Lücke ersetzt werden muss, wird an dieser Stelle zunächst im Kiefer ein Implantat eingesetzt. Dieses stellt einen Ersatz für die natürliche Zahnwurzel dar. Diese Behandlung ist ein chirurgischer Eingriff und bedarf im Anschluss einer längeren Einheilungszeit. Hierbei ist vom Patienten dringend eine gute Mitarbeit erforderlich. Das heißt, er muss seine Mundhygiene in einem sehr gründlichen Maße betreiben und seine Gewohnheiten, was das Rauchen betrifft, einstellen.
Die Einheilungschancen bei Nichtrauchern sind erheblich höher als bei Rauchern. Über diesen Aspekt sollten sich Betroffene daher auch schon im Vorfeld einer Behandlung Gedanken machen. Wenn die Einheilung des Implantats nach 2-3 Monaten erfolgreich verlaufen ist, wird an der entsprechenden Stelle eine Suprakonstruktion mit einer Krone, einem Steg und einer Brückenkonstruktion etc. aufgesetzt. Dieses Behandlungsintervall ist somit der prothetische Teil, bei dem der Zahnarzt bzw. der Implantologe eng mit einem Zahntechniker zusammen arbeiten muss, um einen Zahnersatz zu gestalten, der optisch dem natürlichen Gebiss sehr ähnlich sieht.
Diese moderne Behandlungsform ist weiterhin in der Entwicklung. Auch wurden sogenannte Mini-Implantate in der Praxis positiv getestet. Ursprünglich wurden sie als Zwischenlösung entwickelt und nach der Einheilung wieder entfernt. Künftig könnten sie aufgrund ihres sehr geringen Durchmessers einfach in den Knochen gebohrt bzw. geschraubt werden. Durch diese minimal-invasive Vorgehensweise ist der Eingriff für den Patienten weniger belastend.
Ein abschließender Aspekt bei all der vielversprechenden Hochtechnologie bleiben die Behandlungs- und Materialkosten. Sie sind in aller Regel ihren Preis wert. Für einen gutes Implantat mit Aufsatz und Krone, z. Bsp. im Backenzahnbereich, müssen Sie mit Kosten bis zu € 3.000,-- rechnen. Einen kleinen Teil übernimmt – je nach Gesamtzustandes Ihres Gebisses bzw. nach der Pflege und bisherigen Vorsorge – Ihre Krankenkasse. Den großen Rest zahlen Sie nach wie vor selbst. Oder Sie haben vorgesorgt und eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen. Gute und günstige Tarife lassen sich mittlerweile problemlos im Internet recherchieren und auch abschließen. Hier finden Sie auch die Testsieger laut Stiftung Warentest.
Marco Kraus