Auf dem Arbeitmarkt haben sie zunehmend Probleme, werden trotz jahrelanger Treue zur Firma als erste bei Kündigungen getroffen und fühlen sich häufig viel zu früh zum alten Eisen gerechnet. Dabei wird auch zunehmend deutlich, wie wichtig die älteren Arbeitnehmer für die Berufswelt sind und wie wertvoll ihre Kenntnisse und Fähigkeiten gerade in der Zusammenarbeit mit dem immer jüngeren Nachwuchs sein können.
Die
Pensionierung kommt dennoch zwangsweise immer früher, auch wenn viele Ältere auch immer fitter sind und eigentlich gerne noch länger als vorgeschrieben arbeiten würden. Die Firmen könnten also von der Motivation und den Talenten ihrer älteren Mitarbeiter durchaus profitieren. Was viele allerdings nicht klar ist: Auch diese Gruppe muss – ebenso wie die Berufseinsteiger – einfach besonders beachtet und speziell gefördert werden, um optimale Arbeit für den Betrieb leisten zu können. Dabei können Seminare zur Qualifizierung für Arbeitnehmer ab 45 plus eine Menge bewirken. Es gibt für diese Zielgruppe sogar eigens Firmen, die Konzepte für Kurse entwickeln und erproben, in denen die Probleme und Bedürfnisse älterer Arbeitnehmer ideal aufgegriffen werden. Als Firma kann man solche Tagungen dann entweder komplett organisieren und durchführen lassen oder auch einfach nur besonders geschulte Referenten zu diesem Thema einladen.
Die Teilnehmer finden hier die nötige Aufmerksamkeit für ihre ganz besondere Situation im Betrieb, die im Alltag der Firma oft leider untergeht. Sie können offen Fragen klären zu Themen wie Unsicherheit angesichts großer betrieblicher Veränderungen, dem Umgang von Alt und Jung aus ihrer Sicht – also zu Beispiel ein erheblicher jüngerer Chef und die Wandlung der unausgesprochenen Normen dabei – und auch die eigene Arbeitsmotivation.
Andreas Mettler
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