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Forschung, die sich auszahlt

Autor: WEDOBERLIN | Erstellt am: 24.10.2011 | Gelesen: 574
Kategorie: Wissenschaft - Forschung & Technik | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Seit 2010 ist Deutschland Vizeweltmeister im Dienstleistungsexport

Quelle: Deutsche Bundesbank
Quelle: Deutsche Bundesbank
»Made in Germany«. Dieses Label steht weltweit für Qualität und hochwertige Güter. Im Ausland genießen deutsche Produkte einen exzellenten Ruf. Das „Qualitätssiegel" sichert Deutschland die Anerkennung als eine der wirtschaftlich führenden Nationen. Mit Hilfe dieser innerhalb eines Jahrhunderts gewachsenen Position können deutsche Unternehmen neue Herausforderungen angehen— wie den erfolgreichen Export von Dienstleistungen.

Es genügt heute nicht mehr, nur hochwertige materielle Güter herzustellen, denn der Dienstleistungsbereich birgt als größter und dynamischster Sektor viele Potenziale und ist ein zentraler Wachstumstreiber. Durch die Globalisierung werden die Geschäftschancen für deutsche Unternehmen im Ausland immer größer. International mobilere Kunden fordern international agierende Serviceanbieter. Immer mehr Unternehmen, insbesondere im Umfeld von Investitionsgütern, konzentrieren sich deshalb auf die Internationalisierung und den Export von Dienstleistungen und werden zu "Global Playern". Meist werden kommerzielle Dienstleistungen von deutschen Unternehmen im Zusammenhang mit Warenlieferungen, etwa bei der Projektierung oder der Inbetriebnahme von Anlagen, exportiert. Wie Germany Trade & Invest mitteilt, ist in den letzten Jahren vor allem der Export technologischer Dienstleistungen durch kleine und mittlere Unternehmen rapide angestiegen. Zudem drängen IKT-Dienstleister (Informations- und Kommunikationstechnologien), Architekten, das Handwerk oder selbst der Bereich Ausbildung in den Export.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (VGR 2010) stiegen die deutschen Dienstleistungsexporte 2010 um 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 172,6 Milliarden Euro an. Im Vergleich zum Jahr 2000 schnellte der Wert gar um 87,1 Prozent empor. Der Weltexport von kommerziellen Dienstleistungen expandierte nach Angaben der WTO von 2005 bis 2010 um jahresdurchschnittlich 8 Prozent auf 3,67 Billionen US-Dollar. Die deutsche Volkswirtschaft ist inzwischen mit 230 Milliarden US-Dollar weltweit nach den USA (515 Milliarden US-Dollar) der zweitgrößte Exporteur kommerzieller Dienstleistungen.

Das Erschließen neuer Märkte birgt neben potenziellen Chancen auch Herausforderungen für die Unternehmen. Das beginnt bei der Ausgestaltung der Finanzierung und geht bis hin zu rechtlichen Fragen. Dienstleistungen sind meistens in hohem Maße erklärungsbedürftig. Daher kommt es bei der Internationalisierung von Dienstleistungen vor allem auf die persönliche Kommunikation an. Hier müssen nicht nur sprachliche, sondern auch kulturelle Barrieren überwunden werden. Um den Herausforderungen des Dienstleistungsexports begegnen zu können, engagiert sich das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit Jahren für die Förderung der Dienstleistungsforschung. In deren Rahmen werden Modelle und Methoden entwickelt, die Unternehmen bei der Erschließung neuer Absatzmärkte im Ausland unterstützen.

Mit dem Programm „Innovationen mit Dienstleistungen" fördert das BMBF seit vielen Jahren die Dienstleistungsforschung in Deutschland. Die Schwerpunkte des Forschungsprogramms liegen auf den Bereichen Innovationsmanagement, Innovationen in Wachstumsfeldern und Menschen in Dienstleistungsunternehmen. Dabei werden branchenübergreifende Projekte u. a. zur Erforschung von Treibern und Hemmnissen für den Erfolg von Innovationen im Dienstleistungsbereich sowie zum Export von Dienstleistungen gefördert. Im Förderschwerpunkt „Exportfähigkeit und Internationalisierung von Dienstleistungen" unterstützte das BMBF insgesamt mehr als 60 Forschungsvorhaben in Wissenschaft und Unternehmen mit dem Ziel, Unternehmen in die Lage zu versetzen, ihre Dienstleistungen erfolgreich zu exportieren.

Die bedeutende Rolle der Dienstleistungen für das Innovationsgeschehen wird auch dadurch deutlich, dass das Forschungsprogramm Bestandteil der Hightech-Strategie der Bundesregierung ist, der ersten übergreifenden nationalen Innovationsstrategie. Ihr Ziel: Deutschland soll sich als international wettbewerbsfähiger Standort in einer wissensbasierten Gesellschaft weiter erfolgreich entwickeln und so die Basis für künftigen Wohlstand sichern.

Weitere Informationen zum Forschungsprogramm „Innovationen mit Dienstleistungen" des BMBF und den einzelnen Projekten finden Sie in der vollständigen Pressemitteilung unter tinyurl.com/3my26zr und auf der Website des Projektträgers im DLR unter pt-ad.pt-dlr.de/de/707.php.

Für weitere Informationen und die Vermittlung von Interviewpartnern wenden Sie sich bitte an:

Sabine Schwerda
WE DO communication GmbH GWA
Tel: 030/52 68 52-258
E-Mail: schwerda@we-do.eu

 
 
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