Freie Wähler bei 8 prozent zur Landtagswahl in Bayern
Knapp 2 Wochen vor der Landtagswahl könnte die CSU laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag des Radiosenders Antenne Bayern und der Zeitschrift Stern ihre absolute Mehrheit knapp verteidigen. Sie käme auf 50 Prozent der Stimmen, würde somit ihr ausgegebenes Wahlziel „50 plus X" knapp erreichen, aber im Vergleich zur letzten Landtagswahl um 11 Prozentpunkte schlechter abschneiden. Von diesem Verlust scheint die SPD nicht profitieren zu können. Sie käme mit 19 Prozent auf das gleiche Ergebnis wie 2003. Die größten Stimmzuwächse würden demnach die kleinen Parteien verzeichnen. Die Freien Wähler können mit 8 Prozent ihren höchsten Umfragewert der letzten Monate verbuchen und dürften somit sicher in den Landtag einziehen.
Ebenfalls über der 5-Prozent-Hürde liegen die Grünen (9 Prozent) und die FDP (6 Prozent), die somit ebenfalls relativ sicher im kommenden Landtag vertreten sein dürfte. Knapp bleibt es hingegen für die Linkspartei. Sie muss mit 4 Prozent weiter um den Einzug ins Maximilianeum bangen.
Bei dieser letzten, großen Umfrage des Instituts Forsa vor der Wahl am 28. September wurden die Wähler, neben der „Sonntagsfrage", zu einer Vielzahl von wahlrelevanten Themen befragt. So gaben 36 Prozent der Befragten an, dass die CSU nach der Wahl alleine weiterregieren solle, 43 Prozent wünschen sich eine Koalition. Sollte es zu einer solchen kommen, bevorzugt die Mehrheit der befragten Bürger (35 Prozent) ein Bündnis mit der FDP. Für 55 Prozent der Befragten verkörpert die CSU nicht mehr wie früher das bayerische Lebensgefühl. Dies ist gerade für die „urbayerische" CSU sicherlich ein enorm schlechter Wert.
Punkten kann die CSU dagegen mit ihrem Spitzenkandidat Günther Beckstein, den, bei der Möglichkeit einer Direktwahl des Ministerpräsidenten, 57 Prozent der Befragten wählen würden. Sein Hauptkonkurrent Franz Maget kommt hier lediglich auf 19 Prozent. Auf der Beliebtheitsskala liegt Günther Beckstein mit 97 Prozent ebenfalls deutlich vor Maget (57 Prozent).
Die Lage am Arbeitsmarkt, die Bildungs- und Schulpolitik sowie das Verhalten der Politiker und Parteien werden von den Bürgern als größte Probleme des Freistaats angesehen. Eine Mehrheit von 45 Prozent der Befragten glaubt, dass derzeit keine Partei die Probleme in Bayern lösen könne. 37 Prozent halten bei dieser Frage die CSU, 9 Prozent die SPD und ebenfalls 9 Prozent die anderen Parteien für politisch kompetent. 42 Prozent sind mit der Arbeit der bayerischen Landesregierung weniger bis gar nicht zufrieden.
Positiv ist die, von Forsa ermittelte, Wahlbeteiligung von 61 Prozent zu sehen. Sie läge deutlich über der niedrigen Wahlbeteiligung von 2003 (57,1 Prozent). Jedoch ist diese Vorhersage noch mit Vorsicht zu genießen, da die Vergangenheit gezeigt hat, dass die tatsächliche Wahlbeteiligung am Ende meist niedriger ausfällt als prognostiziert.
Für die Umfrage wurden im Zeitraum vom 08.09. bis zum 12.09. 1.101 Bürger befragt.
Quellen Graphik: Daten: Forsa
Quellen Text: Spiegel Online / Antenne Bayern OnlineAutor: Torsten Herbert
Verweis:
www.christina-stuntz.de