Beim
Factoring handelt es sich um eine
Forderungszession, also allgemein um eine Finanzdienstleitung, die den Charakter einer Abtretung hat, wobei der Factor die Eintreibung der Forderung übernimmt, und zwar entweder offen oder aber für den betroffenen Schuldner verdeckt. Angeboten wird Factoring durch
Factoringunternehmen, die dem Unternehmen, dass über sie Factoring betreiben möchte, zunächst einmal an das Unternehmen, das diese Dienstleistung nutzt einen bestimmten Prozentsatz der Forderung gleich nach Auftragsübernahme auszählt. In der Regel sind dies 80 Prozent. Die übrigen 20 Prozent erhält das Unternehmen, das ein
Factoring in Auftrag gibt nach spätestens 150 Tagen, und zwar unabhängig davon, ob der Betrag durch den Factor inzwischen eingetrieben werden konnte oder nicht.
Eine Forderung kann durch ein Unternehmen also zu 100 Prozent auch als sicher eingestuft werden, dass sie eingeht. Das Verfahren lohnt sich insbesondere für höhere Beträge von mehreren Tausend Euro. Factoring wird aus diesem heute vornehmlich von mittleren und auch größeren Unternehmen genutzt, die keine Kredite zur kurzfristigen Umsatzfinanzierung aufnehmen möchten, bzw. nicht können oder eben von einer herkömmlichen Bank keinen Kredit erhalten. Die Kunden der Factoringunternehmen kommen dabei aus allen möglichen Branchen.
Bei der Forderungszession gibt es einige Varianten. So wird insbesondere zwischen echtem und unechter Forderungszession unterschieden. Das Verfahren zur echten Forderungszession zeichnet sich dadurch aus, dass der Factor auch das Delkredererisiko übernimmt. Die unechte Forderungszession hingegen sieht dieses Risiko nicht vor, wobei das als unechte Forderungszession ausgebildete Verfahren als Darlehen angesehen wird. Dabei erfolgt die Abtretung der Forderung lediglich als Sicherung des Kredits. In Deutschland wird in der Regel das echte Verfahren betrieben. Aus diesem Grund gilt die Forderungszession auch als relativ sicher.