Dass die Liberalen im Tal per Pressemitteilung verkünden, dass sie den Protest der Feuerwehr unterstützen, ist reiner Populismus. Denn unserer Stadtspitze sind ja aufgrund des restriktiven Kurses des FDP-geführten Innenministeriums und der Bezirksregierung die Hände gebunden. Oberbürgermeister Peter Jung, Stadtdirektor Johannes Slawig und die CDU-Fraktion wissen: Die Situation für unsere Feuerwehrleute ist nicht einfach. Sie machen einen hervorragenden und verantwortungsvollen Job und müssen trotzdem hilflos zusehen, dass sie im Vergleich schlecht bezahlt und oft nicht mehr befördert werden können.
Dieser Zustand ist auf Dauer unerträglich, weil die Gefahr besteht, dass sich die Angehörigen dieser Berufsgruppe in reichere Kommunen wie beispielsweise Düsseldorf orientieren und dorthin bewerben. Es kann nicht sein, dass unsere Feuerwehrleute in Wuppertal eine anerkannt professionelle und sehr hochwertige Ausbildung genießen und dann später in anderen Städten, die nicht vor der Überschuldung stehen, ihren Dienst verrichten. Daher fordern wir den von der FDP gestellten Innenminister Wolf auf, hier endlich zu handeln und das Los unserer Wuppertaler Feuerwehrleute zu verbessern", fordert Wuppertals CDU-Fraktionsvorsitzender Bernhard Simon.
„Die FDP im Tal sollte sich lieber um den gefährdeten Brandschutz sorgen und sich weniger Gedanken darüber machen, wann der Kämmerer sein Haushaltssicherungskonzept vorstellt. Die Wuppertaler FDP-Fraktion sollte eigentlich dazu da sein, die Interessen der Menschen im Tal zu vertreten. Stattdessen geriert sie sich augenscheinlich als verlängerter Arm des Teils der Landesregierung, der von den Liberalen gestellt wird. Die CDU-Fraktion weiß, dass viele Kollegen der Wehr unzufrieden sind. Wenn gute Leute in andere Städte gehen, sind sie nicht so einfach zu ersetzen.
Die Ausbildung kostet eine Stadt wie Wuppertal mindestens 50.000 Euro. Dieses Geld haben wir nicht mehr. Wenn uns der Innenminister nicht bald entgegenkommt und seinen Leitfaden zur Handhabung von Beförderungen bei Städten, die sich dem Zustand der Überschuldung nähern, entschärft, dann ist der Brandschutz bei uns mittelfristig gefährdet", so Simon.