cryl aterialien auf Leinwand- Juliane Helene Berger
Künstlerinnen vom- „
Internationaler Künstler Verein /Köln„
Juliane Helene Berger- Malerei- Uelzen/ Dannenberg / ElbeMargareta Schulz- Malerei- St. AugustinLilo Werner- Fotografie- BonnBad Bevensen. Unter dem Titel „Feuer, Wasser, Luft und Erde" zeigen Juliane Helene Berger, Margareta Schulz und Lilo Werner Arbeiten im Wandelgang des Kurhauses Bad Bevensen. Der Titel der Ausstellung wurde sowohl in Anbetracht der Ausstellungsörtlichkeit gewählt als auch in Bezug zu den aktuellen Aktivitäten der Künstlerinnen. Nach der Ausstellung „ Strassen verbinden Kulturen", 2009, im Industrie- und Kupfermuseum in Karlstadt, zu der ein Katalog erschien, sind nun auch vom 7. März bis 10. April 2010 Arbeiten im „Art Center" des ersten Frauenmuseums in The Gambia zum Thema „Liberté, Egalité, Fraternité – pour les hommes" zu sehen gewesen. Einen kleinen Einblick in ihr Schaffen zeigten die Künstlerinnen auch in Lüneburg in der Industrie und Handelskammer. Vom 17. Juni bis 27. August 2010- Land- und Amtsgericht Bonn, Wilhelmstrasse 21, Bonn im Rahmen der internationalen Ausstellung „ Freiheit" neue Arbeiten zu sehen.
Juliane Helene Bergers Werke äußern sich in kurvigen Farbbändern - einem Energiefluss. Die Dynamische Strukturierung der Bildfläche ermöglicht dem Betrachter, die persönlichen Bewegungsgebärden der Künstlerin nachzuvollziehen und eins zu werden mit Ihrer Kunst. Ihre ornamentalen Embleme sind auf ein weißes Bildgeviert gesetzt. Helle und dunkle Farbnuancen sprühen aus dem ungeformten Grund hervor. Leuchtende Bildpartien werden von dunklen Farbtönen überdeckt. Es existiert keine zusammenhängende Farbfläche, sondern ein Übereinander brechen von Konturen. Damit bleibt die Assoziationsoffenheit des Betrachters gewahrt. In letzter Zeit beschäftigen sie die Arbeiten mit dem Menschen an sich- „ Der Mensch als Spielfigur"- Im Mittelpunkt steht ein Kontrast. In der Natur toben die
Elemente: wildes Wasser schäumt, Flammen lodern, die Erde bricht auf. Dazwischen treibt der deformierte Mensch. Er ist längst nicht mehr die Krönung der Schöpfung,
sondern nur noch Gefangener seiner maroden Gesellschaft, die sich durch zweifelhafte Gen- Manipulationen in ihrer Identität selber in Frage stellt. Das Schachbrettmuster wird zum Symbol für den Menschen als willenlose Spielfigur.
Im Leben von Margareta Schulz nimmt Musik einen hohen Stellenwert ein. So zeigt sie auf Papierbahnen Arbeiten der Serie „Cumbia", aus der Werkreihe „Salsa". Der Rhythmus, der durch das Stampfen der Füße entstand, als die Sklaven in Ketten gingen wurde interpretiert. Die Cumbia entspricht in ihrem 4/4 Takt der Marschmusik. Aus dieser eigenen Musikhistorie entwickelte sich aber eine Leidenschaft und ein Feuerwerk der Töne, das greift, das eindringt und mitreißt. Musikalische Leidenschaft, mit den einfachsten Mitteln erzeugt ( Clave = 2
Holzstücke) teilt sich mit, weitet sich aus und lässt Beine und Füße wippen. Weitere Instrumente lassen den Körper um sein Zentrum kreisen und aus diesem Zentrum heraus die Bewegung führen. „Meine Arbeiten wurden nicht nur in Erinnerung dieser Musik erstellt", sagt Margareta Schulz. „Beim Arbeiten höre ich diese Musik, bewege mich und das Material im Rhythmus der Musik - Musik wurde zum Bild - Bild wurde zur tänzerischen Figur."
Im Kontrast zur Malerei stehen die graphischen Fotographien von Lilo Werner. „Nord-Süd erinnert mich spontan an Brücken, die den Norden mit dem Süden verbinden", so die Künstlerin. In einer weiteren Interpretation des Themas zeigt sie Menschen verschiedener Erdteile, die sich treffen und zu Freunden werden, die gleichen Träume träumen und die gleichen Wünsche haben.
Text: Juliane Helene Berger