(Online-Artikel.de) - Möglichkeiten der Kapitalanlage offerieren sich dem liquiden Anleger viele.
Aktien, Fonds, Zertifikate sowie festverzinsliche Engagements bieten für jeden Anspruch ausreichend Gestaltungsspielraum. An dieser Stelle sollen einmal die konservativeren Anlageklassen näher beleuchtet werden. Die Fokussierung richtet sich dabei ganz besonders auf eine im Trubel der Vertriebsbemühungen deutscher Banken beinahe in Vergessenheit geratenen Investitionsmöglichkeit: Dem klassischen Festgeld.
Festgeld ist von der Konstruktion her denkbar einfach. Mit der Bank wird ein Vertrag geschlossen. Der Anleger verzichtet für einen bestimmten Zeitraum, der sich über einen Monat bis hin zu mehreren Jahren erstrecken kann, auf die Verfügbarkeit seiner Einlagen. Dass Kreditinstitut erhält so die Möglichkeit, mit dem Geld zu arbeiten und bezahlt für diesen Vorteil mit einem höheren Zinssatz. Wie hoch die Rendite tatsächlich ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen existieren zwischen den verschiedenen Anbietern gewisse Unterschiede, zum anderen hängt die Verzinsung auch mit der Dauer der Laufzeit des Vertrages ab.
Je länger der Anleger bereit ist, sein Geld in den Händen der Bank zu lassen, desto höher fällt der Zinssatz aus, zumindest bis zu einer gewissen Grenze. Bei einer Anlagedauer von mehr als zwei bis drei Jahren fallen die von der Bank gebotenen Zinsen in der Regel etwas niedriger aus als bei einer Anlagedauer von bis zu zwei Jahren. Dies liegt an den Veränderungen am Geldmarkt, also der Höhe der Zinsen die für eine Bank anfallen, wenn sie am Geldmarkt selbst Kredite aufnimmt. Da es bei einem Anlagehorizont von mehr als zwei Jahren für die Bank nicht mehr möglich ist die Entwicklung der Leitzinsen ausreichend abschätzen zu können, kann sie ihren Anlegern auch nur noch einen geringeren Zins bieten.
In der aktuellen Marktsituation kann bei einem Anlagehorizont von zwölf Monaten im Schnitt mit etwa 4 bis 4,5 Prozent gerechnet werden. Für konservative Anleger, die das Risiko der Kapitalmärkte und der damit verbundenen Wertschwankungen scheuen, ist dies eine attraktive Rendite. Es gilt auch zu berücksichtigen, dass die Anlage in Festgeld weder irgendein Fachwissen noch die laufende Marktbeobachtung voraussetzt. Vielmehr kann der Anleger taggenau mit der Rückzahlung seiner Einlagen nebst Zinsen kalkulieren.
Eine kurze einfache Recherche im Internet auf Webseiten mit entsprechendem Angebot identifiziert den aktuell günstigsten Anbieter. Die Eröffnung eines Festgeldkontos ist in der Regel mit wenig bürokratischem Aufwand verbunden. Generell ist es egal, bei welchem Kreditinstitut die Anlage getätigt wird. Das Haus sollte allerdings Mitglied in einem über das gesetzliche Mindestmaß hinaus gehenden Einlagensicherungsfonds sein, damit der Anleger im Falle einer Bankpleite nicht um seine Einlagen bangen muss.