Tagesgeld und Festgeld zählen seit einiger Zeit zu den beliebtesten Anlageprodukten der Deutschen. Es ist aber auch zu einfach: Meist kann mit der Eröffnung eines Girokontos auch gleich ein kostenloses Tagesgeld- oder Festgeldkonto eröffnet werden und schon kann es mit dem Sparen losgehen. Aber was ist eigentlich die bessere Alternative, Tagesgeld oder Festgeld?
Festgeldanlagen erscheinen auf den ersten Blick besonders attraktiv: Sie warten mit der höheren Verzinsung auf und es steht von Anfang an fest, mit welcher Rendite nach Ablauf des Engagements zu rechnen ist. Aber diese Sicherheit hat auch ihren Preis: Häufig müssen für Festgeldanlagen höhere Beträge angelegt werden, in der Regel mindestens 2.000-5.000 Euro. Allein schon diese Mindesteinlage hält viele kleine Sparer davon ab, ein Festgeldkonto zu eröffnen. Dazu kommt: Während der gesamten Laufzeit, die zwischen mehreren Monaten bis zu zehn Jahren schwanken kann, kann auf das Geld nicht zugegriffen werden, lediglich in Ausnahmesituationen kann das Konto aufgelöst werden – mit erheblichen Zinseinbußen, versteht sich.
Die besten Renditen sind bei einer Laufzeit zwischen einem und drei Jahren zu erwarten. Für diesen Zeitraum sollte man auf das angelegte Geld verzichten können, um eine optimale Rendite zu erwirtschaften.
Tagesgeld ist nicht ganz so hoch wie Festgeldanlagen verzinst. Der Grund dafür liegt darin, dass die Einlagen täglich verfügbar sind und die Bank somit nicht so sicher mit den Kundeneinlagen wirtschaften kann wie es bei
Festgeld der Fall ist. Dafür bietet Tagesgeld eine hohe Flexibilität. Der Nachteil: Tagesgeldzinsen sind meist nur für einen bestimmten Zeitraum, häufig sechs Monate, festgeschrieben. Danach orientieren sie sich an den üblichen Marktzinsen und werden entsprechend angepasst. Was in Zeiten steigender Zinsen verlockend klingt, schmerzt in Zeiten fallender Zinsen umso mehr.
Fazit: Ob Tagesgeld die bessere Alternative ist hängt davon ab, ob man für einen gewissen Zeitraum auf eine bestimmte Summe verzichten können.
Sebastian Post