Der Mensch muss essen, um gesund und leistungsfähig zu sein. Dennoch ist Ernährung nicht gleich Ernährung. Es gibt gesunde und weniger gesunde Nahrung, Fast Food und verschiedene Ernährungsvarianten wie Diäten, vegetarische oder ayurvedische Ernährungsrichtlinien. Die Ökotrophologie oder auch die Ernährungswissenschaften beschäftigt sich mit der menschlichen Ernährung, deren Herstellung und auch mit den sozialen Merkmalen, die mit der Essensaufnahme einhergehen. Somit verbindet der Studiengang Ökotrophologie die naturwissenschaftlich-medizinische Untersuchung von Lebensmitteln, deren Zusammensetzung und Wirkung auf den menschlichen Körper mit psycho-soziologischen und ökonomischen Aspekten der Nahrungsmittelherstellung und Verwertung.
Inhalte des Studiums
Möchte man Ökotrophologie studieren, kann man dies an Univeristen oder Fachhochschulen. Auch ein
Fernstudium für Ökotrophologie wird an einigen Instituten und Lehreinrichtungen angeboten. Die Lehrgebiete dieses Studienganges umfassen naturwissenschaftliche Fächer wie beispielsweise Ernährungslehre, Gesundheitslehre und Diätetik, aber auch soziologische Fächer wie Haushalts-, Beratungs- und Verbrauchslehre sowie Sozialpolitik und auch einige wirtschaftswissenschaftliche Elemente wie Ökonomie und Personalmanagement. Auch können Bereiche der Hauswirtschaft sowie technische Module während des Studiums eine Rolle spielen. Dieser besondere Studiengang ist eine Frauendomäne, fast 90 Prozent der Absolventen sind Frauen. Der ehemalige Diplom-Abschluss in der Ökotrophologie wurde in modularisierte Bachelor- und Master-Abschlüsse umgestellt (B. Sc. bzw. M. Sc.).
Berufsarbeitsfelder
Nach erfolgreichem Studienabschluss kann man als Ökotrophologe verschiedene Tätigkeiten in Anspruch nehmen. Ein großes Betätigungsfeld liegt in der Leitung von Großhaushalten wie Kantinen, aber auch Krankenhäusern und Heimen. Auch im Hauswirtschaftsmanagement können studierte Ökotrophologen tätig werden oder als Ernährungsberater in Verbraucherberatungsstellen, bei Krankenkassen oder als Selbständiger. Ökotrophologen findet man auch im Bundesministerium für Bildung und Forschung. Dort sind sie in der Abteilung 6: „Lebenswissenschaften - Forschung für Gesundheit" tätig und beschäftigen sich mit der Erforschung der Nahrung, den molekularen Grundlagen von Lebensmitteln und deren Wechselspiel mit dem menschlichen Organismus, um ernährungsbedingte Krankheiten wie Adipoistas, Diabetes und Arteriosklerose besser zu verstehen. Weiterhin wird auch die Entwicklung gesundheitsfördernder Lebensmittel vorangetrieben durch eine Förderinitiative des Bundes. Gern gesehen sind Ökotrophologen auch in der Lebensmittelindustrie als Produktentwickler, in der Qualitätssicherung oder im Marketing. Das Studium der Ökotrophologie ist ein sehr interessantse Feld und bietet verschiedene Möglichkeiten später im Beruf tätig zu werden für eine gesunde menschliche Ernährung.