Als im Jahr 2000 die
UMTS Lizenzen in Deutschland versteigert wurden, konnten nur die wenigsten Menschen etwas mit dem Begriff mit dem UMTS anfangen. Auch der Begriff mobiles Internet war vielen Menschen noch kein Begriff. Dabei bestand vor dem Jahr 2000 die Möglichkeit, mit dem Mobiltelefon das mobile Internet zu erkunden. Der damalige Datenstandard GSM erreicht eine maximale Breite von 56 Kbit/s. Diese Geschwindigkeit ist für heutige Ansprüche nicht mehr ansprechend genug. Zur damaligen Zeit allerdings war diese Geschwindigkeit mehr als ausreichend.
Die Mobiltelefone zu dieser Zeit waren noch nicht in der Lage, HTML Webseiten wie auf dem heimischen PC darzustellen. Lediglich die Darstellung von WAP Webseiten war möglich.
WAP Webseiten waren nur in der Lage, Textinhalte darzustellen. An eine Darstellung von Bilder oder Grafiken war nicht zu denken. Dementsprechend war die Geschwindigkeit von 56 Kbit/s. Im Zuge der technischen Weiterentwicklung im Bereich der Mobilfunktelefone jedoch, konnte die Geschwindigkeit nicht mehr mithalten. Mittlerweile ist jedes Mobiltelefon in der Lage, HTML Webseiten wie auf dem heimischen PC darzustellen. Somit können auch kurze Videos oder auch hochauflösende Bilder ohne Probleme mit dem Mobiltelefon dargestellt werden.
Als das UMTS Netz in Deutschland Marktreif war, nutzten immer mehr Menschen das mobile Internet über UMTS. Die maximale Geschwindigkeit, welche mit UMTS erreicht werden kann beträgt 384 Kbit/s. Ein Blick auf die UMTS Netzabdeckung macht auch deutlich, dass UMTS mittlerweile fast flächendeckend verfügbar ist. Sollten in Wohngebäuden oder ähnlichem dennoch Funklöcher entstehen, so bieten die
Femtozellen die Möglichkeit diese Funklöcher zu behoben. Die
Femtozellen werden in das UMTS Netz eingespeist und verstärken das vorhandene UMTS Signal.
Torsten Heinsius