Darmstadt-Eberstadt. „Die Öffnung der Cooperstraße ist längst überfällig", stellte der Vorsitzende des FDP Ortsverbands Eberstadt, Andreas May, anlässlich einer Arbeitssitzung des FDP Kreisverbands fest.
„Die anstehende Öffnung ist eine gute Nachricht für die Anwohner im Bereich Am Steinernen Kreuz und für Eltern, Schüler und Lehrer des Schulzentrums Marienhöhe und kommt gerade noch rechtzeitig zum Weihnachtsfest."
Ermöglicht wurde die Öffnung erst durch Engagement und Druck von Bürgern. Baudezernent Dieter Wenzel hatte dem Vorhaben aus Kostengründen eine Absage erteilt. Er hatte die Kosten für die notwendigen Zäune mit über 100.000,- EUR angegeben. Durch Anfragen einer Bürgerinitiative bei Zaunlieferanten konnte dieser Betrag jedoch auf ein Viertel reduziert werden. Zusätzlich sagten inzwischen viele betroffene Bürger und das Schulzentrum Marienhöhe finanzielle Unterstützung für das Vorhaben zu.
May zeigte sich enttäuscht über das Verhalten des Baudezernenten.
„Herr Wenzel hat offenbar die Dringlichkeit des Vorhabens unterschätzt und die Kosten nicht energisch recherchiert. Es entspricht normaler unternehmerischer Praxis, in Kostenfragen Angebote einzuholen, um zu fundierten Zahlen zu kommen. Nichts anderes haben die Bürger getan. Es wirft kein gutes Licht auf die Arbeit der Politik, wenn über berechtigte Anliegen der Bürger auf Grund schlechter Vorbereitung falsche Entscheidungen getroffen werden. Der Bürger muss sich darauf verlassen können, dass Entscheidungen auf solider Grundlage gefällt werden."
Ein weiterer Aspekt gibt May zu bedenken. „Wieder einmal hat erst der Gang an die Öffentlichkeit zur ernsthaften Prüfung des Vorhabens geführt. Man kann es so zusammenfassen: wer nicht schreit bekommt auch nicht. Wir dürfen diese Denkweise es nicht zulassen, denn nur wenige vertreten ihre Interessen so präsent in der Öffentlichkeit. Das stellt unsere demokratischen Grundlagen in Frage und das ist gegenüber den Stillen ungerecht."