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Fasziendehnung - Linderung von Rückenschmerzen

Autor: INHOPE | Erstellt am: 04.05.2014 | Gelesen: 2843
Kategorie: Gesundheit - Medizin & Chirurgie | Bewertung: rateArateBrateBrateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Rückenschmerzen? Verspannungen? Fasziendehnung hilft!Verhärtete Faszien dauerhaft geschmeidig halten: Nur Dehnen reicht nicht!

Aktuell in den Medien: Faszinierende Faszien

Nun ist die Wichtigkeit der Faszien endlich auch von der Medizin entdeckt worden. Durch die Medien geht aktuell (Mai 2014) eine Meldung, laut derer in den Faszien Schmerzrezeptoren enden und die, wenn sie zusammengezogen sind, für Muskelschmerzen aller Art, ganz vorweg für Rückenschmerzen, verantwortlich sind.

Aber halt, zunächst einmal: Was sind Faszien überhaupt?

So wird die Bindegewebshülle bezeichnet, die um die einzelnen Muskelfasern liegt und um den ganzen Muskel. Dieses Bindegewebe definiert also den Muskel als diesen Muskel, sie gibt ihm Umriss, Halt, Form und Unterscheidbarkeit. Faszien bestehen aus Kollagen- und Elastin-Fasern. Im Idealfall sind diese Fasern fein in Netzform angeordnet.

Durch Stress und Fehlbelastung (Sitzen, Sitzen, Sitzen) der Skelettmuskulatur ziehen sie sich zusammen, die Fasern schieben sich übereinander, ihre Anordnung wird verdichtet, verhärtet und dadurch chaotisch. Die Folgen: Verkürzte, chronisch verspannte und schmerzhafte Muskeln, die durch einfaches Sich-Entspannen-Wollen auch nicht mehr loslassen können.

Wird diesem Geschehen nicht Einhalt geboten, ergeben sich die typischen ganzkörperlichen Versteifungen, die man bisher dem "Alterungsprozess" zugeschrieben hat.

Geschmeidige Faszien: Das Geheimnis des Jungbrunnens

Wer also seine Faszien wieder geschmeidig macht und so erhält, bleibt viel länger geschmeidig, beweglich, schmerzfrei, kurzum: Jung und elastisch!

Ein altbekanntes "Geheimnis"

In der Körpertherapie (zum Beispiel im Rolfing, im Yoga, in der Craniosakralen Therapie etc.) und in der Körperpsychotherapie (Vegetotherapie nach Reich, Bioenergetik nach Lowen, Biodynamik nach Boyesen, Hakomi nach Kurtz etc.) sind diese Zusammenhänge schon seit über 80 Jahren bekannt und werden berücksichtigt und gezielt bearbeitet.

Der Körper ist kein Sportgerät, sondern ein Lebewesen

In den aktuellen Meldungen zum Faszientraining wird leider - typisch für die etablierte Medizin - das Thema als "Hardwarefehler" behandelt: Der Körper als "mechanisches Gerät mit Fehlfunktion": Mit einigen Dehnungen soll das Problem behoben sein. Schön, wenn es so geht. Und wenn nicht? Und vor allem, wenn nicht auf Dauer?

Muskeln sind Ausdrucksorgane der Seele

Dann könnte es Zeit werden, sich um die "Körpersoftware" zu kümmern, also um die psychische Ursache: Unsere Skelett- oder Willkürmuskulatur wird ganz und gar von unserem Erleben bestimmt.

Ein Beispiel:

Sie haben einen Impuls; zum Beispiel empfinden Sie Durst und kommen auf die Idee, aufzustehen und sich ein Glas Wasser zu holen. Ihre Muskeln nehmen diesen Impuls im selben Moment auf und ziehen sich zusammen, um einen Bewegungsimpuls (Aufstehen, Gehen) auszuführen.

Wenn Sie nun im selben Moment einen Gegenimpuls bekommen, zum Beispiel: "Ach, gleich, ich mache dieses hier erst fertig!", dann bremst der Gegenimpuls den ersten Bewegungsimpuls aus; die Muskeln bleiben zusammen gezogen und können die Spannung nicht ableiten, weil ja die vorbereitete Bewegung nicht ausgeführt wurde.

In unserem Beispiel entspannen sich die Muskeln nach einigen Sekunden wieder, zumindest teilweise, weil sie ab jetzt die Freigabe der Bewegung erwarten.

Fluchtimpuls und Wehrtrieb

Ein anderes und viel gewichtigeres Beispiel wäre ein Fluchtimpuls (Angst, "Nichts wie weg hier"), dem nicht nachgegeben werden darf oder ein Wutimpuls ("Geh weg!" oder "Ich würde Dich am liebsten schlagen/anbrüllen"), der sogar noch gründlicher unterdrückt werden muss.

Solche Impulse bilden sich kontinuierlich und werden ebenso kontinuierlich so schnell unterdrückt, dass wir sie, wohlerzogen wie wir sind, meistens gar nicht bemerken. Jedoch werden sie in der Muskulatur, genauer gesagt, in den Faszien durch Zusammenziehen und Verdichten festgehalten.

Weil solche Impulse auch sofort Stresshormone freisetzen, die bei der zu erwartenden körperlichen Anstrengung verbraucht werden sollen, erhöht sich der chronische, grundsätzliche Stresslevel des Organismus immer mehr, denn mit jedem unterdrückten Impuls häufen sich auch die nicht verbrauchten Stresshormone an.

Körperpsychotherapie: Damit geht es gründlich zur (Ur-)Sache

Eine gründliche, also ursächliche Arbeit an den Faszien, damit diese dauerhaft geschmeidig und elastisch bleiben, muss also auch enthalten:

Wie gehe ich mit Abgrenzung um? Mit Überforderung? Mit Ansprüchen anderer an mich? Wie kann ich heute als erwachsener Mensch neue gute Möglichkeiten finden, meine Impulse zu steuern und sie nicht einfach, wie ich es als kleines Kind gründlich gelernt habe, zu unterdrücken?

Wie verwalte ich Stress und Druck? Wie gestalte ich meine Beziehungen, ohne zum Opfer oder zum Täter zu werden?

Wenn nur die Faszien gedehnt werden, dürfte der Erfolg bei vielen Menschen entweder nicht von langer Dauer sein oder das Grundproblem, ein chronisch erhöhter Stresslevel, drückt sich auf anderen Wegen aus - und das wollen Sie nicht, garantiert!

Diese Themen sind die Domäne der Psychotherapie, hier insbesondere der Körperpsychotherapie.

Der große Gewinn

Ich kann aus eigener langjähriger Arbeit an mir selbst sagen:
Es lohnt sich auf jeden Fall! Beweglichkeit und Geschmeidigkeit des Körpers geht mit psychischer Ausgeglichenheit und einer fröhlichen, kraftvollen Lebenseinstellung einher - das möchte ich keinen Tag mehr missen und gönne sie jedem anderen Menschen!

Eine kleine Übung aus der "Ursprünglichen Pulsation (UrPuls)"

Hier eine kleine Übung, die hilft, die Faszien zu glätten und zu sortieren und gleichzeitig Stress abzubauen, besonders wenn Sie in oder kurz vor einer angespannten Situation sind (Lampenfieber, Flugangst, Vorstellungsgespräch oder ähnliche):

Im Sitzen
Stellen Sie beide Füße fest auf den Boden und stemmen Sie sich dagegen, als ob Sie gleich aufstehen wollen. Dabei atmen Sie tief ein. Beim Ausatmen lassen Sie den Körper und die Füße locker. Dann finden Sie heraus, welche Muskeln Sie wie anspannen müssen, um möglichst viel Ihres Gewichtes auf Ihre Sitzfläche zu bringen (zum Beispiel die Beine und Füße etwas anheben). Das führen Sie beim Einatmen durch, beim Ausatmen lassen Sie wieder locker.

Als nächstes lehnen Sie sich beim Einatmen fest gegen die Rückenlehne und richten sich beim Ausatmen wieder auf. Dann umfassen Sie beim Atmen die Sessellehnen oder die Tischkante fest mit den Händen und lassen diese mit dem Ausatmen wieder locker. Jede Station beatmen Sie auf diese Weise dreimal. Sie können auch mehrmals durchgehen, entweder wieder bei den Füßen anfangen oder die Hände doppelt durchnehmen und rückwärts durch den Ablauf gehen.

Die Übung dauert fünf bis 10 Minuten (und ist natürlich beliebig verlängerbar druch mehr Wiederholungen). Sie werden merken, dass Sie sich danach besser wahrnehmen, sich zentrierter und klarer fühlen und weniger Angst und Anspannung haben.

Diese Übung kann auch ohne Anlass als kleine Körpermeditation durchgeführt werden. Für die liegende und die stehende Position gibt es Varianten.

Viel Spaß beim Üben!

Infos zum Thema und zu der Übung und Kontakt:
lindenberg -et- psycho-holistik.de
oder rufen Sie mich einfach an:
Tel. 089/30 28 58

Anne Lindenberg
IN HOPE - Praxis und Ausbildungsinstitut für Psycho-Holistik
Würzstr. 1
81371 München

  • Heilerlaubnis für Psychotherapie (n.d. Heilpraktikergesetz)
  • Europäisches Zetifikat für Psychotherapie (ECP/EABP)
  • Konflikt-Mediatorin (Zertifiziert von der Fernuniversität Hagen)
  • Business Coach (Zertifiziert von der Industrie- und Handelskammer)
  • Trainer/Seminarleiter (Zertifiziert von der Industrie- und Handelskammer)
 
 
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