Nur noch knapp einen Monat und die
Fastnacht 2012 steht vor der Tür, dann werden die närrischen Jecken wieder durch die Straßen ziehen und lauthals ihre Fastnachtsschreie zum Besten geben. Helau und Alaaf sind jedem sicher ein Begriff, diese Narrenrufe sind weit verbreitet und doch unterscheiden sich die Rufe von Region zu Region wären der Fastnachtszeit. Doch woher kommen die
Narrenrufe eigentlich genau?
Helau – ursprünglich Hel-auf
Aus der Tradition heraus wird in der Mainzer Faschingshochburg ausschließlich „Helau" gerufen – wer sich daran nicht hält, dem blüht nichts Gutes. Dieser Narrenruf entstammt der Sage nach der germanischen Mythologie in Form der Totengöttin Hel. Sie öffnete in der kalten Jahreszeit ihre Höllentür und so entstand der Ausdruck „Hel-auf".
Mit der Zeit verschwand allerdings der letzte Buchstabe des Wortes Hel-auf und es wurde letztendlich Helau daraus, in den meisten rheinhessischen Orten wird dieser Ausdruck während des
Karnevals verwendet.
Kölle Alaaf – Der Kölner Narrenruf
In der fünften Jahreszeit schallt es in der Hochburg Köln und der Umgebung ausschließlich „Kölle Alaaf". Bei der Herkunft des Namens ist man sich nicht sicher, ob der Narrenruf „Alaaf" auf einem Trinkspruch aus dem Mittelalter oder auf der Übersetzung des altdeutschen Wortes für Maske basiert. Auch der altkölnische Begriff „all af" für „alles ab" oder „alles weg" kommt in Betracht. „Alaaf" ist heute besonders in der linksrheinischen Umgebung von Köln der Narrenruf der Wahl zum Karneval.
Auf gar keinen Fall sollte man allerdings dort „Helau" rufen, da dies u.a. auch der Narrenruf Düsseldorfs ist, mit denen eine städtische Rivalität gepflegt wird. Umgekehrt ist es natürlich genauso wenig empfehlenswert in Düsseldorf „Alaaf" zu rufen.
Weiter nördlich ist der Narrenruf „Ahoi" weit verbreitet und u.a. auch in Bayern, „Hei-jo" tönt es in Berlin und unzählige weitere, die sich von Region zu Region unterscheiden. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Feiern!
Dieter Schürig