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Farbenspiel und Geschichte am Ecuador (Äquator)

Autor: pachijal | Erstellt am: 02.11.2011 | Gelesen: 4603
Kategorie: Reisen - Urlaub & Tourismus | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Gemeinsam das koloniale Ecuador entdecken

Flagge Ecuador
Flagge Ecuador
Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, ein Land zu bereisen. Vor allem ein so vielfältiges und oft überraschendes wie Ecuador. Man kann es aus der Sicht eines Trekkingsportlers erleben, die Natur- und vor allem Vogelvielfalt bewundern, den wild romantischen Amazonas und seine immensen Wälder bevorzugen, die kühle aber leidenschaftliche Farbenvielfalt der Anden suchen, Badeurlaub am Pazifischen Ozean organisieren. Oder man kann das Land auch aus seinem geschichtlichen Blickwinkel heraus erkunden. Das koloniale Ecuador, der Einfluss der Spanier auf Land und Leute, das Zusammentreffen der Kulturen, Bräuche und Sitten in einer wilden, oft überwältigenden Natur, eine Reise zwischen europäischen "Aha, das erkenne ich-"Gefühlen und absolut neuen Erlebnissen. Ohne Stress und Gefahren in einem abwechslungsreichen Spiel zwischen verschiedensten Ausflügen in den großartigen Anden längs der Vulkanstraße und erholsamen Aufenthalten in den geschichtsträchtigen Haciendas des Landes, wo man noch heute den vergangenen Zeiten ganz nah sein kann. Die meisten Haciendas gehen nämlich auf die Eroberungszeit durch die spanischen Kolonialherren zurück, ein unvergessliches Ambiente inmitten kolonialer Architektur, rustikaler Eleganz und authentischer Freundlichkeit!

ecuadorvolcan-cotopaxi-ecuador

Der Besuch einiger indigener Märkte mit ihrem farbenfrohen Treiben und fröhlichen Durcheinander darf bei einer Andenfahrt nicht fehlen. Nach der Ankunft in Quito und einer Übernachtung im kolonialen Zentrum der Stadt geht es längs der Panamerica Nord Richtung Otavalo, wo der wohl bekannteste Indigena-Markt Ecuadors auf der sogenannten Poncho-Plaza besucht wird. Nach diesem lebendigen Erlebnis zwischen bunten Stoffen, Panama-Hüten und Bergen von Obst und Gemüse steht eine ausgiebige Erholung in der einladenden Natur rund um die Lagunen von Cuicocha (Meerschweincheninsel, bekannt für ihre in ihrer Mitte liegenden kleinen Insel) und San Pablo an. Anschließend Abendessen und Übernachtung in der kolonialen Hacienda Pinsaqui, einem Anwesen aus dem Jahre 1790, indem sich schon der General Simon Bolivar ausgeruht hat. Das Anwesen, das früher eine kleine Textilfabrik war und bis zu 1000 Weber beschäftigte, ist heute noch sehr authentisch, hat einen umwerfenden über 200 Jahre alten Garten, Reitpferde und Lamas. Ein Haus mit Geschichte und Charakter! Nach einer sicherlich angenehmen Nacht steht eine ausgiebige Besichtigung der kleinen Stadt Ibarra an, die aufgrund ihrer engen Straßen und kolonialen Architektur, weiße Häuser mit roten Dächern, auch „die weiße Stadt" genannt wird. Anschließend geht die Reise weiter Richtung Süden, auf der von Alexander von Humboldt sogenannten "Straße der Vulkane", zwischen den über 5000 Meter hohen Gipfeln und atemberaubenden Panoramaaussichten. Eine Fahrt in den Wolken, voller Überraschungen und Farben. Übernachtung in einer über 300 Jahre alten Hacienda, der Hacienda La Cienega, einer der ältesten Ecuadors. Das Anwesen lädt hinter den bis zu zwei Meter dicken Mauern aus vulkanischem Gestein ein, das Kaminfeuer und den herrlichen Ausblick auf den Garten mit seinen Weihern und Eukalyptusbäumen zu genießen. Reiche ecuadorianische Folklore, die die Geschichte des Landes mit jedem Atemzug erleben lässt.

Ecuador Landkarte

Neben dem wohl bekanntesten Markt Ecuadors in Otavalo gilt es auch den Markt von Saquisili zu entdecken, der auf acht verschiedenen Plätzen stattfindet und wo vor allem der Tiermarkt noch sehr authentisch und interessant ist. In der Nähe von Saquisili befindet sich auf über 3500 Meter Höhe die spektakuläre tief türkisblau schimmernde Kraterlagune von Quilotoa, die von manchem Abenteuerlustigen auch auf dem Rücken eines Maulesels erkundet werden kann. Von dort führt anschließend eine kleine Straße (diesmal bequem mit dem Auto) wieder zurück zur humboldtschen Vulkanstraße, wo ein Stopp bei der antiken Estacion Urbina, dem höchstgelegenen Bahnhof Ecuadors auf 3618 Meter ein Muss ist. Am Fuße des Chimborazo, in mitten kalter, nebeliger Landschaft, längs der ins scheinbar Unendliche bringenden Bahngleise, lässt sich nirgendwo so gut wie hier eine Tasse warmer Kaffe trinken und den Pferden und Lamas auf den Weiden zusehen. Wiederum wurde eine historische Hacienda für die Übernachtung gewählt, die Hacienda Aliandaluza, die am Fuße des majestätischen Vulkans Chimborazo liegt. Die Hacienda entführt in die ecuadorianische Tradition und Geschichte! Am folgenden Morgen erleben wir eine weitere spektakuläre Zugfahrt, den Chiva Expres, der von Riobamba zur Küste bringt. Bekannt ist diese Zuglinie vor allem unter dem Namen „Nariz del Diablo", Teufelsnase, was auf seine Abfahrt längs eines Felsen in Form einer gigantischen Nase hinunter in das Tal des Chanchau Flusses zurückzuführen ist. Wer will kann diese spektakuläre Fahrt auch auf dem Dach des Zuges erleben und den einzigartigen Ausblick auf den Cajabamba und die Lagune Colta erleben. Ein kurzer Halt im Städtchen Guamote mit seinen kleinen authentischen Indigena Markt auf 3056 Meter gehört ebenfalls zu diesem unvergesslichen Ausflug. Die Rückfahrt wird längs des Hochplateaus von Tiocajas bis in die Nähe des noch aktiven Vulkanes Tungurahua bequem mit dem Auto durchgeführt. Übernachtet wird in einer wunderbaren Lodge, der Luna Runton, die sich in der Nähe des kleinen Dorfes Runton auf einer steilen Felsenklippe befindet. Neben einem Vulkanwasser-Pool und einer Spa-Anlage bietet diese Luxus-Lodge einen umwerfenden Ausblick auf die umliegende Landschaft.

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Rafael Ecuadorsan Fäelle Fluss Quijos Amazonas

Am darauffolgenden Morgen geht die Fahrt den Tungurahua hinabfahrend Richtung Amazonas. Die Fahrt führt von den Anden mit ihren kargen Wäldern und endlos scheinenden Hochtälern langsam in den magischen Nebelwald rund um Banos; die Nationalparks Sangay und Llangando und der Canyon Pastaza können besichtigt werden. Die Rückfahrt Richtung Norden führt durch eine märchenhafte Rosenplantage bis in die Nähe des Cotopaxi, wo eine Übernachtung in einer wahrlich geschichtsträchtigen Hacienda vorgesehen ist. Die Hacienda San Agustin de Callo und ihre hauseigene Kapelle bestehen nämlich noch in einigen Teilen aus originalen Inka-Wänden. Das Anwesen würde über einem historischen Inkatempel errichtet und besticht außerdem mit extravagantem Design in Zimmern, Speisesaal und Bädern. Unvergesslich! Der Nationalpark Cotopaxi erhält seinen Namen vom wohl bekanntesten Vulkan Ecuadors, dem 5897 Meter hohen Cotopaxi mit seinem fast perfekt geformten Schneekegel, der majestätisch über den immensen Park, Nationalstolz der Ecuadorianer, herrscht. Eine Wanderung zu Fuß oder zu Pferd führt unweigerlich dazu, die ganze Kraft und Unmittelbarkeit der Natur ganz nahe zu spüren. So kann es passieren, dass man einer Herde wilder, schwarzer Ochsen oder Wildpferde entgegensteht oder in der absoluten Stille und Einsamkeit Bussarde am Himmel kreisen sieht. Die kleine Lagune Limpiopungo liegt direkt in der Paramo-Hochebene, in ihr spiegelt sich ohne Ende die karge und intensive Landschaft wider.

seelandschaften

Die Fahrt geht weiter durch ein einmaliges Naturtheater Richtung Papallacta, einem kleinen Andendorf am Fuße des Vulkanes Antisana, wo nach einer bequemen Übernachtung im Thermenhotel „Termasa de Papallacta" am Tag darauf die Therme besucht werden können. Ein Bad in den heißen schwefel- und alkalihaltigen Thermalbädern ist ein Erlebnis nicht nur wegen des wohligen Temperaturunterschiedes (wir sind in den Anden auf über 3000 Meter Höhe), sondern auch wegen des spektakulären Ausblickes auf die umliegende Gebirgslandschaft und den vereisten Vulkan Antisana. Wellness zwischen Himmel und Erde!

Dieses Naturparadies befindet sich etwa 70 km östlich von Quito von wo aus nach einem entspannten Rundgang im Altstadtkern (seit 1978 Unesco Weltkulturerbe) mit seinen unzähligen Kirchen, Palästen und Klöstern der zweite Teil der Reise beginnt: Die Galapagos Inseln. Einzigartiges Naturschauspiel in absolutem Relax abseits vom Alltag. Ein Sprung in eine andere Welt. Und in Verbindung mit der „Anden-Erkundung" der ersten Urlaubstage eine äußerst spannende Mischung!
 
 
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