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Familienfinanzen: Familien wehren dem Pleitegeier

Autor: Elisa | Erstellt am: 16.06.2011 | Gelesen: 770
Kategorie: Geld - Versicherung & Vorsorge | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Vom bewussten Umgang mit menschlichen Bedürfnissen

Geld und Besitz den richtigen Stellenwert geben
Geld und Besitz den richtigen Stellenwert geben

Mit über 139 000 Privatinsolvenzen lag Deutschland im Jahr 2010 auf einem neuen Höchstniveau (Quelle: statista.com). Unter anderem mussten auch viele Familien ihre finanzielle Pleite besiegeln. Die Kinderarmut in Deutschland steigt laut zahlreicher Presseberichte, in politischen Diskussionen wird dieses Thema hartnäckig bearbeitet.

Kopf einschalten bei jedem Einkauf

Eltern, deren monatliches Budget begrenzt ist, können durch Disziplin und aktive Planung die finanzielle Situation ihrer Familie durchaus verbessern: Der Weg muss eben nicht in die Insolvenz oder Armut gehen. Es ist beispielsweise ein offenes Geheimnis, dass die Werbung das menschliche Konsumverhalten stark beeinflusst und Bedürfnisse weckt, die so eigentlich gar nicht vorhanden wären. Hier gilt es, aufmerksam zu sein und vor jeder Anschaffung stets die Frage zu stellen: Wird dieses Produkt in unserem Haushalt wirklich benötigt? Können wir nicht auch ohne dieses Teil auskommen?

Was braucht unsere Familie wirklich?

Lebensglück basiert im Grunde nicht auf Besitztum: Ein Gedanke, der in verantwortungsbewussten Eltern Wurzeln schlagen muss, um dann an die Kinder weitergetragen zu werden. Intensive, gemeinsame Familienzeiten, bewusstes Erleben von angenehmen Alltäglichen vertiefen Zufriedenheit und Lebensfreude. Und innere Zufriedenheit immunisiert tatsächlich gegen Werbung - und gegen den Neid auf den Nachbarn, der sich schon wieder ein neues, großes Auto gekauft hat. Dann fällt es auch gar nicht mehr so schwer, sich in Kaufdisziplin zu üben. Doch wie nah sind Eltern und Kinder noch einander? Was vermögen sie sich noch gegenseitig zu geben?

Der richtige Stellenwert für das Tauschmedium Geld

Geld ist nur Geld. Einfach gesagt, schwer verinnerlicht: Ein planvoller Umgang mit Geld bedeutet, es zuerst einmal als profanes Mittel zum Zweck zu betrachten. Wie viel haben wir davon? Wie viel geben wir davon aus? Was ist im Monat noch an Ausgaben für uns drin? Ein festes Ausgabenbudget wird festgelegt, monatlich von der Bank abgeholt und davon gezehrt. Wenn das Geld weg ist, ist es weg. Dann gibt es statt Kino eben einen gemeinsamen Spieleabend - und statt des neuen CD-Collection wird eine grauenvoll klingende Familienband zusammengestellt, die den Nachbarn auf Grund ihrer penetranten Lautstärke mindestens genauso nervt.

Familie, Finanzen und die Freude am Leben

Verantwortungsbewusste Eltern achten auf geordnete Familienfinanzen. Sie beantragen staatliche Hilfen, da wo diese nötig sind. Sie suchen nach Spar- und Zuverdienstmöglichkeiten, führen Haushaltsbuch und kaufen planvoll ein. Aber sie arbeiten vor allem daran, dass die Beziehungen der Familienmitglieder untereinander erblühen, dass man einander zuhört, sich miteinander beschäftigt. Geordnete Prioritäten bilden die Basis für ein gelungenes Familienleben. Und dabei darf das Geld durchaus mal vom Spitzenplatz verdrängt werden. Nur ein gutes Gesamtkonzept entzieht dem Pleitegeier in jeder Hinsicht die Landegenehmigung.

Autor: Yvonne Salmen

 
 
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