Der
Euro befindet sich auf Talfahrt. Seit drei Monaten ist ein massiver Verlust der Gemeinschaftswährung im Vergleich zur Weltleitwährung US-Dollar feststellbar. So erhielt man Ende November noch 1,50 US-Dollar für den Euro, derzeit - Ende Februar 2010, nähert sich der Wechselkurs der 1,35-Marke an. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht absehbar, denn nahezu täglich berichten die Medien über neue Negativentwicklungen in Griechenland und anderen Mittelmeerstaaten. Möglicherweise bewegt sich der Euro auf eine Parität zum US-Dollar zu.
Da der Wert einer Währung letztendlich vom Vertrauen in das jeweilige Land bzw. im Falle die Länder, die für die Währung garantieren abhängt, wird auch die deutsche Bevölkerung und damit die Öffentlichkeit von diesem Vertrauensverlust betroffen. Oder anders ausgedrückt: Alle Mitgliedsstaaten der Euro-Zone sitzen in einem Boot. Selbst wenn Deutschland mit größter Kraftanstrengung eine Konsolidierung der Haushalte gelingen sollte, so könnte diese durch einen Staatspleite Griechenlands zunichte gemacht werden. Denn dann, davon gehen Experten aus, würden die Euro-Staaten die Griechen entgegen ihrer Ankündigungen massiv unterstützen. Und genau darauf spekulieren derzeit viele Akteure an den internationalen Finanzmärkten. Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht diese Gefahr und äußerte sich gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: "
Nun wird zum Teil gegen Länder spekuliert, in denen diese Entwicklung auf eine ungünstige Ausgangslage und ungelöste Strukturprobleme traf. Das ist gefährlich."
Viele Privatanleger flüchten ins Edelmetall
Gold. Im Prinzip war auf dem Höhepunkt der internationalen Bankenkrise Ende 2008 und Anfang 2009 eine erste Welle von Goldkäufen erkennbar. Jetzt kommt die zweite Welle, die möglicherweise noch größer werden wird. Es bestehen mehrere Möglichkeiten, wie man
Gold kaufen kann. Und nicht alle Offerten, die derzeit in den Medien diskutiert werden, sind sinnvoll. Wichtig ist, dass der private Anleger sich auf sogenannte Anlagemünzen und Goldbarren konzentriert. Nur diese werden zu einem Kurs gehandelt, der dem Goldpreis entspricht. Sammlermünzen hingegen werden zu einem viel höheren Kurs verkauft - hier könnte der spätere Verkauf problematisch werden, da Sammlerpreise eben nur bezahlt werden, wenn die allgemeine Wirtschaftslage gut ist. In der Krise könnte man für diese Münzen vermutlich nur den normalen Goldpreis erzielen und würde so viel Geld verlieren.