Im Frühjahr kommen in Deutschland erstmals Fahrradständer mit Steckdosen auf den Markt. Das Portal Radgaragen.de hat sich die neue Entwicklung angeschaut und getestet. Fazit: Profitieren werden sowohl Besitzer von Elektrofahrrädern als auch Gastronomen. Die einen können kostenlos den Akku aufladen, die anderen gewinnen neue Kunden.
Der Markt für Elektrofahrräder boomt. Mehr als 120.000 Exemplare wurden allein im Jahr 2009 verkauft. Unternehmen, die etwas für die immer größer werdende Gruppe der E-Biker tun, verbessern ihr Image, werden positiv und aktiv in den Medien genannt und können gleichzeitig den Umsatz erhöhen. Zum Beispiel mit einem Fahrradständer, an dem das Elektrorad angeschlossen und der leere Akku zur gleichen Zeit aufgeladen werden kann. Diese neu entwickelten Fahrradständer mit Steckdose werden auch „Park & Energy"-Plätze genannt. Besitzer von Elektrorädern steuern auf Radtouren gezielt solche Orte an, vermeiden sie doch den Stopp des Motors auf der Rückfahrt. Cafes, Restaurants und Hotels machen sich das zu Nutzen und erhöhen durch das Einrichten von Park & Energy – Plätzen den Umsatz. In der einen Stunde, die die Aufladung eines leeren Akkus durchschnittlich dauert, konsumiert der Radfahrer gemütlich einen Nachmittagskaffee, einen Fitness-Salat oder das Abendessen. Dabei ist die Handhabung des Fahrradständers und der Steckdosen einfach und sicher. Es muss nichts umständlich erklärt werden. Einfach das Fahrrad anschließen und den Stecker einstecken. Schon wird der Akku geladen. Probleme mit unterschiedlichen Steckern, wie sie bei Elektroautos auftauchen, kann es hier nicht geben. Restaurants tun so nicht nur etwas für Stammgäste, sondern gewinnen neue Gäste hinzu. Denn von dem tollen Service werden Radfahrer mit Sicherheit Freunden und Bekannten berichten.
Auch die Medien haben für das Frühjahr und den Sommer Berichte zum neuen Konzept Park & Energy angekündigt. Elektromobilität ist eines der Trendthemen 2010 und deutlich positiv besetzt. Dabei liegen die Investitionskosten für den reinen Fahrradständer, gerechnet auf das Abstellen und Aufladen von zwei Elektrorädern, bei einem geringen dreistelligen Betrag. Der Fahrradständer muss nach dem Aufstellen nur noch von einem Elektriker fachgerecht angeschlossen werden. Schon kann es losgehen. Die laufenden Kosten bewegen sich dann pro Ladevorgang im einstelligen Cent-Bereich.
Erfahrungen aus den Niederlanden, wo der Fahrradständer seit wenigen Wochen installiert wird, zeigen bereits eine deutlich positive Resonanz. Trotz der Winterzeit gibt es bereits Zeiten, an denen Radfahrer einen kurzen Moment auf das Freiwerden des Fahrradständers und der Steckdose warten müssen. Für den Gastronom nicht unbedingt negativ, erhöht sich doch so die Verweildauer der Gäste.
Weitere Informationen hat das Portal Radgaragen unter www.radgaragen.de zusammengestellt.