Fahrradhelm (Paul-Georg Meister / pixelio.de)
Rosenheim, 19.12.2011 - Die Vielfalt unter den Fahrradhelmen scheint auf jeden Fall gegeben zu sein, die Designer dieses Kopfschutzes übertreffen sich hier von Saison zu Saison. Bunt und grell, dezent gemustert, einfarbig oder mit Motiven - jeder findet das Modell, das ihm gefällt. Das ist auch wichtig, denn nur derjenige, dem der Helm gefällt, setzt ihn auch wirklich regelmäßig auf.
Doch es geht nicht nur um das Aussehen des Helms. Noch weitaus wichtiger ist die Sicherheit. Daher sollte schon beim Kauf darauf geachtet werden, wie der Fahrradhelm sitzt und ob er ein Prüfsiegel mitbringt. Der Helm sollte mittig auf dem Kopf sitzen, dabei gerade und auch fest. Sicher, er kann über das Einstellrad festgestellt werden, allerdings sollte er von Vornherein die passende Größe aufweisen. Hier kommt es auf die Grundform an. Das bedeutet, dass der Fahrradhelm weder wackeln noch rutschen, aber auch nicht drücken darf. Er soll bequem auf dem Kopf sitzen. Dafür gibt es die verschiedenen Größen, von denen für Erwachsene meist drei bei vielen Modellen vorhanden sind. Ein Messen des Kopfes vor dem Kauf hilft, von Anfang an zur richtigen Größe zu greifen.
Auch die Stellriemen sollten beachtet werden. Sie verlaufen vor und hinter dem Ohr, die Ohrmuschel darf nicht eingeschnürt werden und auch nicht gekreuzt. Der Gurt, der sich unterhalb des Kinns befindet, muss mittig sitzen. Wenn er zu dicht an den Hals kommt, drückt er, ist er zu weit vorn, kann der Helm rutschen. Damit diese Punkte überprüft werden können, ist es am besten, in den Laden zu gehen und den Helm direkt aufzuprobieren. Der Versandkauf bietet sich nur an, wenn ein Modell oder eine Größe bekannt ist und im Prinzip nur ein neuer Fahrradhelm nachgekauft werden soll, weil der Vorgänger nicht mehr brauchbar oder verschwunden ist.
Das GS-Siegel ist einer der wichtigsten Punkte, auf die ein Helmkäufer achten sollte. Auch die Tests der Stiftung Warentest sind hilfreich bei der Wahl des passenden Modells. Abzuraten ist von den Supermarkt-Helmen, sie passen nur in den seltensten Fällen. Markenprodukte sollten auch bei den Fahrradhelmen bevorzugt werden.Tragen sollte einen solchen Radhelm jeder, der mit dem Fahrrad unterwegs ist, auch wenn es keine offizielle Helmpflicht in Deutschland gibt. Es ist einfach sicherer, den Kopf mit dem Helm zu schützen, auch wenn manch einer sich auf den ersten Blick vielleicht weniger schick findet.
Wichtig ist, den Fahrradhelm rechtzeitig zu ersetzen. Wer einen Unfall hatte, sollte den Helm ohnehin sofort ersetzen, denn nicht immer sind Beschädigungen auf den ersten Blick sichtbar. Ansonsten gilt die Faustregel, dass er nach rund vier Jahren ausgetauscht werden sollte, weil dann das Material erste Schwächen aufweist und porös wird. Doch der beste Fahrradhelm kann den Radfahrer nicht ausreichend schützen, wenn dieser unaufmerksam ist oder sich eine der berühmten Radfahrsünden leistet.
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Thomas Greisinger
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