Quelle: Gerhard Frassa / pixelio.de
Wer kennt dieses Problem nicht. Man hatte sich am Vorabend vorgenommen mit dem Fahrrad die paar Kilometer zur Arbeit zu fahren. Sobald es aber dann soweit ist, machen viele von uns doch einen Rückzieher und benutzen das Auto. Die Ausreden für die eigene Faulheit sind dabei vielfältig und nicht selten äußerst einfallsreich. Angefangen von: „es könnte heute ja noch regnen," bis hin zu: „ich möchte nicht durchgeschwitzt im Büro erscheinen" ist alles mit dabei.
Kaum einem anderen Volk ist das Auto so wichtig wie uns Deutschen. Am 01.01.2010 waren 50.184.419 Kfz in Deutschland zugelassen. Bei etwas mehr als 80.000.000 Einwohnern ist das eine ziemlich stattliche Summe. Tendenz weiter steigend. Mit 70.000.000 Fahrrädern sind diese aber dennoch weitaus weiter verbreitet. Viele Deutschen haben also ein Fahrrad und ein Auto. Das klingt ja zunächst mal sehr löblich, doch wird das Fahrrad auch genutzt?
Das Auto bedeutet für viele Schnelligkeit, Freiheit und Unabhängigkeit. Im Gegensatz dazu wird das Fahrrad oft mit Anstrengung, Langsamkeit und Gebundenheit in Verbindung gebracht. Aber stimmt das tatsächlich, oder handelt es sich hierbei um einen Trugschluss?
Eine Stärke des Autos ist definitiv seine potentielle Schnelligkeit. Schließlich wird man es wohl kaum schaffen, mit dem Fahrrad in sechs Stunden mal eben von München nach Berlin zu fahren. Doch sobald es um kleine Distanzen in urbanem Gebiet geht, hört es sich mit Schnelligkeit beim Autofahren meist sehr schnell auf. Testet man Auto und Fahrrad auf den Distanzen 4, 10 und 13 Kilometern in einem Stadtzentrum in den Stoßzeiten, liegt das Fahrrad maximal drei Minuten hinter dem Auto. Man sieht also, dass man hin und wieder überdenken sollte, ob es angenehmer ist mit dem Fahrrad flüssig durch den Verkehr zu kommen, oder quälend lange mit dem Auto im Stau zu stehen.
Weiter stellt sich die Frage der Unabhängigkeit. Für manche ist das Auto eine Art zweites Wohnzimmer. Das mag verständlich sein, doch das Argument, dass einen das Auto zu jederzeit hinbringt wo immer man will, gilt für das Fahrrad ebenso. Außerdem muss gesagt werden, dass ich mir dank dem Fahrrad keine Gedanken machen muss wo und wie lange ich parke, bzw. ob ich überhaupt einen Parkplatz bekomme. So gesehen, bedeutet in diesem Zusammenhang doch eigentlich eher das Fahrrad Freiheit und Unabhängigkeit.
Was nicht wegdiskutiert werden kann, ist sicherlich die körperliche Bewegung, die es erfordert um mit dem Fahrrad vorwärts zu kommen. Doch mal ehrlich. Ist die Anstrengung durch den Stadtverkehr wirklich so gravierend? Oder ist es nicht viel mehr so, dass die frische Luft dafür sorgt, dass man wach und gut gelaunt im Büro ankommt?
Überwinden Sie doch einfach mal Ihren inneren Schweinehund und probieren Sie es aus. Ihre Gesundheit und die Umwelt werden es Ihnen danken.
Und bevor Sie sich nun wieder in die nächste Ausrede wie zum Beispiel:"Mein Fahrrad ist nicht fahrtauglich" stürzen, hier der Tipp: Gehen Sie auf
www.partnerhandwerker.de und finden Sie ganz einfach den richtigen Fahrradspezialisten in Ihrer Umgebung. So steht einem Stück mehr Sportlichkeit in Ihrem Leben nichts mehr im Weg.