Facebook verändert die Medienwelt
Der Presseclub Niederrein hat am vergangenen Mittwoch wieder das Gespräch gesucht und diesmal war das Thema so modern, wie es kaum moderner sein kann: es ging um die medialen Phänomene die im Internet alle Grenzen den Bereichen Aktualität, Mobilität und auch den Benutzerzahlen sprengen. „Facebook, Twitter & Co." sind die bevorzugten Kommunikationswege der aktuellen Generation und man muss kein Online Spezialist sein, um diese Phänomene in ihrem Ausmaß zu erfassen.
"Es ist alles anders geworden durch Facebook, es wird ständig anders" kommentierte der Chef von RP Online – mit Namen Dr. Rainer Kurlemann - die Situation und das bestimmte auch den Konsens im Casino der Sparkasse – Ort des Mittwochsgesprächs. Besonders das benannte soziale Netzwerk scheint es der RP und dem dazugehörigen Onlineportal angetan zu haben. In seinen einmaligen Fähigkeiten und Eigenheiten erkannt, versucht die althergebrachte Presse diese neuen Möglichkeiten für sich auszuschöpfen und nutzt es gezielt, um Informationen und Inhalte zu verbreiten. "Allerdings ist Facebook kein Portal, wo man einfach nur Inhalte reinschüttet. Man muss auch interagieren und auf die Rückmeldungen antworten." erklärte man aber auch im Gespräch.
Kurlemann erkennt wie viele andere in Facebook ein ganz neues Medium, welches unumkehrbaren Einfluss auf den Journalismus haben wird. zum vergleich zog er die Konkurrenz-Plattform Google heran, die bereits ihre unauslöschbaren Spuren in der Gesellschaft hinterließ. Angesichts des anhaltenden Zuwachs an Nutzern und damit auch Bedeutung des sozialen Netzwerks Facebook rechnete Kurlemann sogar damit, dass es kein weiter Weg mehr sei, bis „facebooken" als Verb in den Duden übernommen würde.
Angesichts dieses neuen Giganten der Medienwelt muss auch die Tageszeitung seine Nische beziehen, um weiterhin bestehen zu können. Dazu hatten die Diskutierenden beim Mittwochsgespräch im Casino der Sparkasse auch eine Idee: lokale Berichterstattungen sind die Stärken des alten Mediums und hier liegt seine Zukunft.
Franziska Steiner