Die
Existenzgründung ist schon lange nicht mehr als Privileg für solche Menschen zu betrachten, die ein grosses Unternehmen gründen wollen. Viel mehr gründen heute viele Menschen ein kleines Einzelunternehmen oder eine kleine Gesellschaft des bürgerlichen Rechts. Die Gründe dafür liegen oft in der Unzufriedenheit mit dem bisherigen Job und im Wunsch nach besserer Entfaltung der eigenen Persönlichkeit oder nach besseren Möglichkeiten, Familie und Beruf zu vereinbaren. Dabei sind allerdings viele Gründer nicht gut vorbereitet und gefährden hierdurch den Erfolg der geplanten
Existenzgründung.
Wer eine Existenzgründung plant, sollte sich vor Augen führen, dass insbesondere solche Gründungen besonders erfolgreich sind, bei denen Gründer ihre fachlichen und persönlichen Kompetenzen gut einbringen können. Branchenerfahrung und vielleicht sogar
Führungserfahrung sind wichtige Meilensteine auf dem Weg zu einer
erfolgreichen Existenzgründung. Aber nicht jeder Gründer kann Alles: Nach dem Motto „Nobody is perfect" sollten Gründer auch selbstkritisch beurteilen, welche Schwächen sie haben und welche Kenntnisse noch fehlen, um erfolgreich an den Start gehen zu können. Ein Persönlichkeitsprofil kann dabei beispielsweise hilfreich sein.
Seminare und Bücher können dann helfen, die Schwächen auszugleichen und damit die Aussichten für die Existenzgründung zu erhöhen. Aber auch Gründercoachings können hierbei hilfreich sein. Dabei werden viele
Gründercoachings durch den Staat gefördert; insbesondere ist die finanzielle Hilfe hoch, wenn Gründer aus dem Arbeitslosengeld eins heraus gründen. Eine weitere Lösung zum Ausgleich von Schwachpunkten ist die Auffinden eines Mitgründers, der die erforderlichen Kompetenzen in das Unternehmen einbringt. Weitere Möglichkeiten finden sich in einem Praktikum oder in der nebenberuflichen
Existenzgründung, um Erfahrungen zu sammeln.
Um für die Existenzgründung gut vorbereitet zu sein, sollte ausserdem ein Businessplan erstellt werden. In diesem Dokument wird die geplante Gründung und die voraussichtliche finanzielle Entwicklung genau beleuchtet und auch hier kommen oft Schwachstellen zu Tage, die ausgeglichen werden sollten. Der
Businessplan sollte nicht unterschätzt werden - er ist ein zentrales Element der Vorbereitung auf eine Existenzgründung. Wer sich dann noch eingehend über Fördermittel informiert und Hilfe in Anspruch nimmt, hat gute Aussichten mit dem eigenen Unternehmen bestehen zu können.
Autor/in: Andrea Claudia Delp