Intelligente Umschichtung
Zunächst wird mit Aktienfonds der Grundstock des Vermögens aufgebaut. Rechtzeitig vor Ablauf der für die Ansparphase gewählten Laufzeit wird -bei positiver Entwicklung der Aktienmärkte- dssas angesammelte Vermögen per Umschichtung "gesichert": bei positiver Marktentwicklung wird mehr umgeschichtet, bei nicht so guter Entwicklung wird weniger oder sogar gar nichts umgeschichtet, um zukünftige Kurschancen für den Aktienfondbestand zu erhalten.
Für eine Investmentrente als Langfristvorsorge sollten nach diesem Konzept mindestens 12 Jahre eingeplant werden. Darüber hinaus kann die Laufzeit frei -z.B. nach dem Renteneintrittsalter- ausgerichtet werden. in den ersten Jahren wird zu 100 % in Aktienfonds investiert, um die Chancen der Aktienmärkte voll zu nutzen. Drei Jahre vor Laufzeitende greift die marktorientierte Umschichtungsautomatik, die nach fest vorgegebenen Kriterien arbeitet. Genauso wichtig wie das Sparen während des aktiven Berufslebens ist das Konzept nach dem die Geldentnahme im Alter fließt. Fast alle Fondsgesellschaften bieten sogenannte Auszahlpläne an: Die Anlagesumme wird in einen bestimmten Fonds investiert und verzinst sich laufend weiter. Die Gesellschaft entnimmt dabei regelmäßig Fondsantelle und überweist den Gegenwert. Dafür ist es zunächst wichtig, festzulegen, wie lange die Rentenzahlung laufen soll (Entnahmezeitraum) à Fünf Jahre, zehn Jahre oder eventuell bis zum Tod (mit Vermögensübergang an die Erben, da das Kapital erhalten wurde). Wichtig ist auch, welcher Anlagefonds gewählt wurde und wie dessen zukünftige Wertsteigerung anzusetzen ist.
Die Auszahlungen können in der Höhe geändert oder ausgesetzt werden, die Flexibilität entspricht der eines Einzahlungsplanes. Beispiel: Am Ende eines sehr guten Börsenjahres werden die erzielten Erträge „gesichert", indem ein Großteil der Aktienfondsanteile verkauft und dafür Anteil von weniger schwankungsintensiven Rentenfonds gekauft werden. In einem weniger guten Börsenjahr bleibt dagegen der Großteil des Vermögens im Aktienfonds, um von den Chancen der nächsten Jahre profitieren zu können. Das Prinzip: Je höher der Ertrag, desto mehr wird gesichert. Bei einer positiven Entwicklung der Aktienmärkte während der Umschichtungsphase ist der überwiegende Teil des Vermögens zum Schluss in Rentenfonds investiert. Das ist wichtig, damit das Kapital bis zum laufzeitende mit einem Rentenfonds ein beruhigendes Polster für die finanzielle Zukunft schafft. Im Falle durchgehend negativer Wertentwicklungen in den letzten Laufzeitjahren findet keine Umschichtung statt. Dann bietet es sich an, das angesammelte Vermögen bis zu einer künftigen Kurserholung in Aktienfonds zu belassen und erst zu einem späteren, günstigeren Zeitpunkt in Rentenfonds umzuschichten. Vgl. hierzu als umfassendes Hintergrund-Konzept u.a. Becker, Jörg: Existenzgründer-Potenzial, ISBN 9783837075045.
Es kommt mehr denn je auf die richtige Balance zwischen Rendite und Risiko an. Kernelemente sind: regelmäßige Anlage in langfristig renditestarken Aktienfonds, "intelligenter" Umschichtungsmechanismus zur Verstetigung der Erträge in der Schlussphase der Laufzeit. Durch die marktorientierte Umschichtungsautomatik soll die Ertragsstärke der Aktienfonds möglichst lange genutzt werden. Zur Stabilisierung des Endergebnisses wird in den letzten drei Jahren, vor Ende der gewählten Laufzeit bei positiver Entwicklung der Aktienmärkte im jeweiligen Jahr von Aktien- auf kursmäßig stabilere Rentenfonds umgeschichtet. Wenn es ein gutes Aktienjahr war, wird ein höherer Anteil umgeschichtet, stehen sie tief, wird ein günstigerer Zeitpunkt abgewartet. Am Ende steht das Kapital bei guter Aktienmarktentwicklung schließlich überwiegend in kursstabileren Rentenfonds abgefedert gegen eventuell nachfolgende Risiken - zur Verfügung. Vgl. hierzu als umfassende Ergänzung u.a. Becker, Jörg: Existenzgründer-Rating, ISBN 9783837072846.
Jörg Becker
www.beckinfo.de