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Euro-Kriese 2012 Auswirkungen

Autor: FritzPeterKuss | Erstellt am: 12.01.2012 | Gelesen: 143
Kategorie: Finanzen - Börse & Aktienmärkte | Bewertung: rateArateBrateBrateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Die Euro-Krise ist aus der Weihnachtspause mit Pauken und Trompeten zurückgekehrt und die Lage in Griechenland spitzt sich weiter zu, denn das angeschlagene Land braucht dringend Geld.

Die Euro-Krise ist aus der Weihnachtspause mit Pauken und Trompeten zurückgekehrt und die Lage in Griechenland spitzt sich weiter zu, denn das angeschlagene Land braucht dringend Geld. Doch auch Portugal, Spanien und Italien und Slovenien stehen am Abgrund. W

Viel gehört hat man in den vergangenen Wochen nicht von Griechenland und anderen unter Druck stehen Eurostaaten. Offenbar war dies aber nur die Ruhe vor dem großen Sturm, denn die Lage hat sich kaum verbessert, vor allem nicht in Griechenland. Sämtliche Rettungsmaßnahmen scheinen im Nichts zu verebben, das Land braucht erneut Geld. Doch nicht nur Griechenland ist gerade akut unter Druck: auch Italien, Portugal, Slovenien und Spanien brauchen dringend neue Kredite. Und nun kriselt es auch in Ungarn und der Forint verliert genauso dramatisch an Wert, wie es auch der Euro in den letzten Monaten tat. Nun steht die europäische Einheitswährung im -Verhältniss zu US-Dollar- auf dem tiefsten Stand seit September 2010. Das zeigt, wie sehr die Währung unter Druck steht. stern.de beantwortet die wichtigsten Fragen zur Eurokrise 2012.

Besonders in Griechenland entwickelt sich die Wirtschaft immer noch viel schlechter als erwartet. Statt um 5,5 Prozent, wie von der EU-Kommission kalkuliert, brach sie um bis zu 6,5 Prozent ein. Schuld daran sind auch die Sparmaßnahmen, die den drastisch den Konsum eingeschränkt haben und die Arbeitslosigkeit auf über 17 Prozent schnellen ließen. Es ist bereits heute absehbar, dass das Haushaltsdefizit der Griechen im Jahre 2012 über dem selbst genannten Ziel von 9 Prozent liegen könnte.

Aber auch die Wirtschaft in Spanien, Italien und Portugal schrumpft oder dümpelt vor sich hin. Das führt dazu, dass die Staatseinnahmen durch eine geringere Produktion niedriger ausfallen, die Ausgaben für Sozialausgaben wie Arbeitslosenhilfe stattdessen steigen. Das frisst einen Großteil der Sparanstrengungen wieder auf und so beisst sich -vereinfacht formuliert- die Katze selbst in den Schwanz.

Dieser Kreislauf hat wiederum steigende Zinsen für Staatsanleihen als Konsequenz, was damit wiederum steigende Schulden als Konsequenz hat…so wie die Katze und der Schwanz.

Jedoch ist die Problemsituation in allen betroffenen Ländern höchst unterschiedlich: in Italien ist die Staatsverschuldung zwar immens, jedoch verfügt Italien aber über eine wettbewerbsfähige Wirtschaft in verschiedensten Branchen. In Spanien ist die Situation jedoch anders gelagert: Die Staatsverschuldung ist verhältnissmässig niedrig – jedoch sind die strukturellen Probleme immens, die Arbeitlosigkeit liegt weit über 20 Prozent, bei jungen Akademikern liegt die Arbeitslosigkeit sogar bei rund 30%. Portugal hat sowohl eine schwache Wirtschaft als auch eine hohe Verschuldung.

Die Situation der südeuropäischen Länder macht deutlich, dass sich Europa immer stärker in einen nördlichen, wirtschaftlich stärkeren, und einen südlichen, wirtschaftlich schwächeren, Teil aufspaltet. Während Italien, Spanien und Portugal mit massivem Wachstumsproblemen zu kämpfen hat und auch Frankreich strauchelt, weil französische Banken verhältnismäßig viel Geld in griechische und italienische Staatsanleihen investiert haben, geht es Deutschland, den Niederlanden oder Österreich gut. Das macht eine gemeinsame Vorgehensweise bei der Finanzpolitik aufgrund der unterschiedlichen Strukturprobleme fast unmöglich.

Die Europäische Zentralbank (EZB) kann die Zinsen für den gesamten Euroraum nicht so stark nach unten drücken, wie es für die angeschlagenen Länder im Süden nötig wäre was dazu führt, dass sich die Stimmen mehren, die einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone fordern.
 
 
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