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EU-Schutzmaßnahmen gefährden die Existenz vieler Milchbauern

Autor: unisterpr | Erstellt am: 18.06.2009 | Gelesen: 558
Kategorie: Handel - Business & Wirtschaft | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Not durch Überschuss

Drei Jahre braucht eine Kuh, bis sie zum ersten Mal Milch gibt. Bis dahin verursacht sie ausschließlich Kosten. Was nach einem Albtraum für Betriebswirte klingt, ist für Bauern ganz normal. Ein landwirtschaftlicher Betrieb muss langfristig planen und kann auf Marktschwankungen nur allmählich reagieren. Deshalb wurde 1984 die Milchquotenregelung eingeführt. Sie soll Milchbauern in Europa wirtschaftlich schützen. Mittlerweile sind aber viele gerade wegen dieser Regelung in Not geraten. Das Internetportal news.de zeigt exemplarisch, wie sich die EU-Maßnahme auf das Arbeitsleben einzelner deutscher Landwirte auswirkt.

Die Milchquote gibt vor, wie viel Milch in einem Land pro Jahr produziert werden darf. Sie wird von der Regierung an die einzelnen Betriebe weitergereicht. Durch die genauen Vorgaben wird der Milchpreis von Angebot und Nachfrage abgekoppelt und ein Konkurrenzkampf innerhalb der EU verhindert. Eigentlich. Laut dem Bericht der Politikredaktion liegt die aktuelle Milchquote aber um mehr als 10% über dem tatsächlichen Bedarf. Dieses konstante Überangebot drückt auf den Preis. Außerdem werden viele klassische Milchprodukte wie etwa Käse zunehmend durch milchfreie Billigalternativen ersetzt. So wird Milch zum Dumpingprodukt. Nach Forderungen deutscher Bauern soll ein Liter 40 Cent kosten. Damit ließe sich wirtschaftlich arbeiten. Derzeit liegt der Preis aber bei 25 Cent. Immer mehr Landwirte geben deshalb ihren Betrieb auf. So wird die Schutzmaßnahme zum Existenzproblem.

Für den Verbraucher ist die Entwicklung scheinbar von Vorteil, denn der Einkauf bleibt günstig. In Wirklichkeit hat die Sache aber einen Haken: Durch einen Rückgang heimischer Betriebe gerät die EU und damit auch Deutschland in Abhängigkeit von Importen. Die Möglichkeit, sich im Zweifelsfall selbst zu versorgen, schwindet. Was für den Energiemarkt als Problem erkannt wurde, nimmt im Lebensmittelbereich immer mehr zu.

Weitere Informationen: www.news.de/../europa-ersaeuft-in-milch.html

Kontakt:
Tilo Sommer
Unister Media
Barfußgässchen 11
04109 Leipzig

Tel: +49/341/49288-240
Fax: +49/341/49288-59
tilo.sommer@unister-media.de
 
 
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