Ulrike Wagner, unabhängige Autorin
Trier / Frankfurt Buchmesse 2009. Der maßvolle Verzehr
ausgereifter Saisonfrüchte ist eine sicherlich wertvolle Ergänzung zu unserer Ernährung. Doch hinter dem im November 2008 von der EU beschlossenen Schulobstprogramm verbirgt sich - neben der hiermit erhofften positiven Wirkung auf die Gesundheit unserer Kinder - auch das nicht ganz uneigennützige Ziel zur Förderung des inzwischen rückläufigen Absatzes der heute ohnehin nur wenig aromatischen, weil zudem unausgereiften EU-Früchte.
Wer jetzt aber noch genauer hinschaut, dem erschließt sich das gesamte Ausmaß eines schier unglaublichen Dilemmas - verursacht durch die Unfähigkeit unserer modernen Industriegesellschaft, die Grenzen des eben viel zu rasanten wirtschaftlichen Wachstums der vergangenen Jahrzehnte zu erkennen, geschweige denn zu akzeptieren!
Brüssel wäre hier besser beraten, die jährlich zur Verfügung stehenden 90 Millionen Euro in den allmählichen „Rückbau" seiner industrialisierten landwirtschaftlichen Großstrukturen zu investieren, anstatt nun die Überproduktion der Früchte als lediglich erhoffte Heilsbringer an unsere Kinder „zwangszuverfüttern".
Denn längst nicht für Jeden sind Früchte gleichermaßen bekömmlich und erst recht nicht in den heute empfohlenen Mengen. Zumal die uns inzwischen übers ganze Jahr zur Verfügung stehenden Massen an Importfrüchten
"UNREIF" geerntet werden und auch das Nachreifen kein Ersatz zur natürlichen Reifung bietet. Ganz zu schweigen von der tagtäglichen Aufnahme unerwünschter zusätzlicher Begleitstoffe aus unserer Umwelt, ebenso wie von der hiermit verbundenen, mehr als fragwürdigen "Harmonisierung" zur Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln, die seit September 2008 innerhalb der EU in Kraft getreten ist.
Für die ohnehin überforderten Stoffwechselorgane der immer größer werdenden Zahl an Kindern, die bereits an Übergewicht oder den verschiedenartigsten Überreaktionen wie Nahrungsmittelunverträglichkeiten leiden, ebenso wie an Rheuma, Migräne, Diabetes, Neurodermitis, Psoriasis, Hyperaktivität und noch vielem mehr, bedeuten die "Rohsäuren" dieser vorzeitig geernteten Früchten, eine noch zusätzliche und aus der Erfahrung unbedingt zu vermeidende Belastung für deren Verdauungsorgane.
Ebenso wie unsere Felder und Wälder, Meere, Flüsse und Seen unter einem Überschuss an Säure leiden, bleibt auch der Mensch - als ein Teil dieser Natur - nicht verschont. Die zentrale Rolle hierbei spielt die für den Konsumenten kaum bewusste Vielfalt an synthetischen wie natürlichen Einzelkomponenten, aus denen sich unsere moderne Nahrung zusammensetzt. Die vorzeitige Überforderung unserer Stoffwechselorgane wird immer offensichtlicher sowie die damit einhergehende bedrohliche und wohl noch immer unverstandene Entmineralisierung (Übersäuerung) des Organismus.
Hierdurch können nämlich wesentliche Bestandteile unserer Verdauungssäfte nicht mehr ausreichend zur Verfügung gestellt werden. Selbst Ergänzungsmittel bringen da keine wirkliche Lösung - ohne die Chance der nachfolgenden Generationen, für diese Zusammenhänge jemals ein Bewusstsein entwickeln zu können, werden die aus der Erfahrung zu erwartenden Leiden wohl immer dramatischere Züge annehmen.
Die kontinuierlich steigenden Kosten im Gesundheitswesen - ohne je hiermit eine wirkungsvolle Verbesserung des Gesundheitszustands der Deutschen bewirkt zu haben - und die nicht enden wollenden Kontroversen zwischen Ärzteschaft und Politik, zeigen doch wohl unmissverständlich die längst erreichten Grenzen des Machbaren. Und dieses unselige Schulobstprogramm macht die hilflose Zerrissenheit der Politik noch deutlicher - zwischen unserem ohnehin ausgebeuteten Sozialstaat und dem damit unvereinbaren Anspruchsdenken seiner Bürger. Eine Gesellschaft, die es in gerade einmal sechs Jahrzehnten geschafft hat, an sich logische - weil von der Natur vorgegebene -Zusammenhänge vollkommen aus den Augen zu verlieren und ad absurdum zu führen.
So haben nicht nur
Fruchtsäuren unausgereifter Früchte in den Mägen leidender Menschen - die absurderweise inzwischen sogar als "gesunde"
chronisch Kranke bezeichnet werden - nichts zu suchen!
Unter
www.uwagnerverlag.de finden sie die aus langjähriger Erfahrung resultierenden Antworten. Lassen sich nämlich weder angeborene noch durch Unfall herbeigeführte Organschäden nachweisen, bestimmen vor allem unsere ganz persönlichen Ernährungsgewohnheiten die ohnehin individuelle Körperchemie des Einzelnen. Immer offensichtlicher auf dem Vormarsch sind nun die krankmachenden ernährungsbedingten Verschiebungen dieser Chemie. Verschiebungen, die ursächlich sind für die unaufhörlich wachsende Zahl bereits dauerhaft behandlungsbedürftiger Kinder - ein geradezu unfassbares "Armutszeugnis" für unsere moderne Gesellschaft, der das stets favorisierte immer weiter in die Tiefe dringende Fachwissen keine wirklichen Antworten bringt - wohl deshalb, weil wir nicht akzeptieren wollen, dass sich die Gesetze der Natur bis heute nicht einfach so "austricksen" lassen.
Ulrike Wagner, Trier
unabhängige Autorin mit einzigartigem Erfahrungsschatz -
auch aus ganz persönlicher Betroffenheit
Frankfurter Buchmesse 14.-18. Oktober 2009