Thor´s Hammer
Mjölnir, so heißt Thors magischer Hammer. Die Zwerge Brokk und Sindri schufen ihn einst aus Uru Erz. Magisch ist er, da er immer sein Ziel trifft und danach wieder zu Thor, und nur zu Thor, zurückkehrt. Bei der Arbeit soll Brokk, der Sage nach, ins Augenlied gestochen worden sein, worauf hin der Hammerschaft zu kurz geriet.
Der Riese Thrym raubt den Hammer und fordert als Gegenleistung die Göttin Freyja als Braut. Da Freyja dies verweigert, zieht Thor als Braut verkleidet ins Reich der Riesen. Thrym fällt darauf rein und legt der Braut den Hammer in den Schoß, ein alter Brauch, zum Zeichen der Segnung. Kaum hält Thor den Hammer wieder in seinen Händen, erschlägt er den Riesen und seine Sippschaft. Siegreich kehrte er zurück nach Asgard.
Seinen letzten Einsatz hatte der Hammer, als Thor zum dritten mal auf die Midgardschlange traf. Er konnte sie zwar mit Mjölnir erschlagen, starb nach neun Schritten aber selbst an dem Gift der Seeschlange.
Mjölnir galt auch als Sinnbild für Thor. Hauptsächlich in Island und Süd- bis Mittelskandinavien fand man ihn in alten Siedlungen oder Gräbern des neunten und zehnten Jahrhunderts. Man trug ihn damals als Amulett um den Hals.
Auch Heute bekommt man Thor Hammer Amulette. Entweder nach historischen Vorbildern oder erfinderisch neu gestaltet. Man erhält ihn aus allerlei Materialien, wie zum Beispiel Knochen, Horn oder Bronze. Und natürlich auch als Silberschmuck. Getragen wird er meist, um innere Stärke und Tatkraft zu zeigen oder um Verbundenheit untereinander zu demonstrieren. In Norden Deutschlands und in Skandinavien getragen, drückt der Hammer meist kulturelle Verbundenheit aus. Und manch einer bekundet mit dem Tragen von Thors Mjölnir einfach nur Interesse an der Geschichte der Wikinger.
Sid Kroker