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Ernst Günther Grimme

Autor: RMS-Scriptorin | Erstellt am: 31.08.2011 | Gelesen: 867
Kategorie: Menschen & Biographien | Bewertung: rateArateArateArateArateA
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(Online-Artikel.de) - Deutscher Kunsthistoriker, Aachener Museumsdirektor und Honorarprofessor.

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Ernst Günther Grimme wird Donnerstag, den 14. Januar 1926 in Aachen geboren und verstirbt am Donnerstag, den 11. Dezember 2003 in Aachen. Er ist ein deutscher Kunsthistoriker, Aachener Museumsdirektor und Honorarprofessor.

Leben und Wirken
Sein Vater ist der Kunsthistoriker, Altphilologe, Germanist und Heimatforscher Gustav Grimme; sein Großvater ist der Schriftsteller und Heimatdichter Friedrich Wilhelm Grimme. Ernst Günther Grimmes Einberufung im Zweiten Weltkrieg endet in einem Kriegsgefangenenlager der Amerikaner.

Sein Kunstgeschichts-, Archäologie- und Germanistik-Studium absolviert er seit dem Sommersemester 1947 bis 1954 in Bonn und Köln. Das Thema seiner Arbeit zum Doktor der Philosophie lautet: Hans von Reutlingen. Hans von Reutlingen (1465–1547) ist als Goldschmied 40 Jahre in Aachen tätig.  Der Doktorvater ist Professor Hermann Schnitzler.

An der Aachener Werkkunstschule unterrichtet Grimme von 1951 bis 1958 Kunstgeschichte. Ein Jahr später stellt ihn das Suermondt-Ludwig-Museum als wissenschaftlichen Assistenten ein und befördert ihn 1966 zum Direktor. Später wird er von 1979 bis 1990 noch zum Direktor der Städtischen Museen berufen. Zwischenzeitlich erteilt ihm im Jahr 1983 das Institut für Kunstgeschichte der RWTH Aachen einen Lehrauftrag. Am 29. Juli 1988 wird Grimme an dieser Institution zum Honorarprofessor für museumskundliche Übungen ernannt.

Mit Vorliebe widmet er sich der mittelalterlichen Kunst und ihrer Verbindung mit der Gegenwartskunst. Als Museumsdirektor ist er für die Ausstellungen und den „Ausbau der Aachener Museen und der wissenschaftlichen Erforschung ihrer Sammlungen" verantwortlich. Die Schenkungen des Sammlerehepaars Peter Ludwig und Irene Ludwig bewirken, dass Grimme eine Namenserweiterung des Suermondt-Museums in den 1970er Jahren veranlasst, das seit 1977 Suermondt-Ludwig Museum heißt. Die Planung für einen Museumsneubau 1978/79 an der Monheimsallee wird nicht realisiert. Seit 1985 gehört die Ausführung des Erweiterungsbaus der ehemaligen Villa Cassalette zu seinem Aufgabenbereich. Die Eröffnung findet unter seinem Nachfolger Ulrich Schneider statt.

Die Verbindung von alter und moderner Architektur spiegelt einen der Grundgedanken von Grimmes Tätigkeit als Museumsdirektor. Zudem gilt sein Interesse seit seiner Jugend der klassischen Musik. Zwar befindet sich in seiner Bibliothek ein Flügel, aber eine Kriegsverletzung seiner Hand verhindert den Beruf des Pianisten.

Ehrungen
Für Adam Oellers, der 20 Jahre lang als Kustos mit Grimme zusammen arbeitet, gilt Grimme „als einer der wichtigsten Lehrmeister in Bezug auf ein übergreifendes ästhetisches Sehen am realistischen Kunstobjekt." Das Aachener Suermondt-Ludwig Museum verdankt Grimme seinen Ruf als bedeutendste Skulpturen-Sammlung mittelalterlicher Werke der deutschen Kunstlandschaften. Grimmes Intention ist es, den nieder-, mittel- und oberrheinischen, bayrischen, schwäbischen, ost- und norddeutschen Stil des Schnitzhandwerks zu veranschaulichen.

Das Bundesverdienstkreuz am Bande wird ihm 1986 verliehen. Die Deutsche Nationalbibliothek verfügt über 59 seiner Publikationen.

©RMS-Scriptorin, alias: Rosa-Marita Schrouff
 
 
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