Gestärkt in die Schule: Aktive Kinder brauchen viel Energie. Damit sie die bekommen, sollte der Tag für sie mit einem geeigneten Frühstück, beginnen.

Die erste Mahlzeit am Tag ist für Kinder besonders wichtig, damit sie ihre Reserven wieder auffüllen können. Für Schüler ist das ratsam, weil sie sich sonst nicht richtig konzentrieren können und im Unterricht unaufmerksam sind.
Damit der Nachwuchs gut in den Tag startet, sollte das Frühstück aus Getreide- und Milchprodukten, Obst oder Rohkostgemüse bestehen. „Ideal sind Vollkornprodukte wegen der Ballaststoffe", rät Yvonne Kellerhoff von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).
Aber auch Müsli mit Milch oder Joghurt liefert dem Körper wichtige Nährstoffe. Wenn dazu dann noch Rohkost oder Obst kommt, hat man eine ausgewogene Mahlzeit. Ebenfalls wichtig ist das Trinken am Morgen. Ideal sind ungesüßte Tees, Mineralwasser oder Saftschorlen im Verhältnis ein Drittel Saft und zwei Drittel Wasser. Gezuckerte Getränke eignen sich nicht. Denn sie geben wie viele Süßigkeiten nur kurzzeitig Energie und schädigen die Zähne.
Ist das Kind ein Frühstücksmuffel, sollte es auf keinen Fall aus dem Haus gehen, ohne wenigstens ein Glas Milch, Kakao oder Saft getrunken zu haben. „Eine Tasse Milch oder Kakao hat viele Nährstoffe und gilt deshalb sogar als kleine Mahlzeit", sagt Kellerhoff. Weil der Hunger dann oft später kommt, sollten die Kinder entsprechend mehr mit in die Schule bekommen. Pausenbrote sollten abwechslungsreich sein. Ideal sind Vollkornbrote mit fettarmer Wurst oder Käse, garniert mit einem Salatblatt, Paprika, Tomate oder Gurke. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Zusätzlich zum Brot sind zum Beispiel klein geschnittene Möhren und Apfelstücke gesunde Leckereien. Ein Joghurt oder eine Banane kann ebenfalls mal eine leckere Alternative in der Schulpause sein.

Um Kindern die häufig ungeliebten, gesunden Lebensmittel schmackhafter zu machen, empfiehlt es sich, sie mit ein- zu beziehen. Beispielsweise können Eltern ihre Kinder schon beim Einkauf an der Gemüsetheke selbst aussuchen lassen, was sie mal probieren möchten. Darf das Kind bei der Zubereitung helfen, kann es das Schulbrot nach seinen Wünschen gestalten. Auch hier ist Abwechslung angesagt: Das Brot lässt sich in Dreiecke, Würfel oder andere unübliche Formen schneiden, was es sofort interessanter macht. Als Spieße „getarnt" können sogar Obst und Gemüse vielen Kindern Lust auf die sonst eher wenig beachtete gesunde Kost machen. „Die Eltern können ruhig kreativ sein und bei der Pausenverpflegung mal etwas Ausgefallenes ausprobieren", empfiehlt die Ernährungswissenschaftlerin Kellerhoff.
Fertigsnacks und Müsliriegel sind als Pausenmahlzeit nicht besonders geeignet: Denn häufig enthalten Müsliriegel zu viel Zucker und Fertigsnacks sind zu fettig, auch wenn die Werbung sie oft als gesunde Pausenmahlzeit preist. Kinder sollten täglich ungefähr einen Liter trinken. Doch in der Schule nehmen viele Sprösslinge zu wenig Flüssigkeit zu sich. Dabei stärkt das Trinken die Konzentration und die Leistungsfähigkeit der Kleinen.
Einige Schulen erlauben sogar das Trinken während des Unterrichts. Auf jeden Fall sollten die Kinder in den Pausen immer eine Flasche griffbereit haben, am besten mit Wasser oder Saftschorle. Damit die Pausenverpflegung frisch und die Bücher oder Hefte im Schulranzen sauber bleiben, empfiehlt es sich, das Essen in einer Kunststoffdose aufzubewahren. Diese kann dann auch vom Kind individuell gestaltet werden, beispielsweise mit Aufklebern. Wenn das Pausenbrot dann aus der eigenen Dose kommt, schmeckt es noch besser.