Erinnerungstafel für die Horner Mühle
Mit Erinnerungstafeln an historischen Stätten in Bremen Horn-Lehe will Michael Koppel erreichen, dass sich die Einwohner mehr mit dem geschichtlichen Erbe des Stadtteils auseinandersetzen und identifizieren. Letztendlich geht es auch darum, dass das Gesicht des Stadtteils erhalten bleibt und sich die Einwohner für den Wert, den Erhalt und die schonende Entwicklung gewachsener Stadtteilstrukturen einsetzen.
Rechtzeitig zum 7. Horner Mühlenfest, das am Sonntag den 12. September neben der Horner Mühle stattfinden wird, ist die erste Erinnerungstafel zur Geschichte Horn-Lehes an der Horner Mühle angebracht worden. Die ca. 30 mal 40 Zentimeter große Acrylglastafel enthält den wichtigsten Daten zur Mühlengeschichte und zwei historischen Abbildungen, und stellt damit einen kleinen Ausschnitt aus der langen und wechselvollen Geschichte des Stadtteils öffentlich sichtbar dar. Durch das von Michael Koppel initiierte Projekt sollen an allen für die Geschichte des Stadtteils wichtigen Orten Erinnerungstafeln angebracht werden. Auf ihnen soll, illustriert durch historische Fotografien, die Historie des jeweiligen Objektes beschreiben werden.
Auf der ersten Tafel, der weitere folgen sollen, ist die Geschichte der Horner Mühle von der Erbauung im Jahre 1848 bis zur letzten Sanierung im Jahre 1999 festgehalten. 1938 wurden vom damaligen Mühlenbesitzer Joh. Kaemena die bruchgefährdeten Flügel abgenommen. Bis zur ersten Sanierung im Jahre 1968 führte die nunmehr flügellose Mühle ein Schattendasein und verkam immer mehr. Erst durch die Verbreiterung der Leher Heerstraße kam sie wieder in den Blick der Öffentlichkeit. In beispielloser Weise engagierten sich Horn-Leher Institutionen, Geschäfte und Bürger für den Erhalt und die weiter Restaurierung des nunmehr unter Denkmalschutz stehenden „Wahrzeichens" Horn-Lehes.
Michael Koppel, Initiator des Projektes ist überzeugt, dass die Erinnerungstafeln dazu anregen, dass sich die Einwohner mehr mit dem geschichtlichen Erbe des Stadtteils auseinandersetzen und identifizieren. Letztendlich geht es ihm aber auch darum, dass das Gesicht des Stadtteils erhalten bleibt und sich die Einwohner für den Wert, den Erhalt und die schonende Entwicklung gewachsenenr Stadtteilstrukturen einsetzen. Die nächsten Tafeln sind bereits in Planung, die möchte Koppel – unter Zustimmung der Eigentümer - an der Horner Kirche und dem alten Jan-Reiners-Bahnhof am Herzogenkamp anbringen. Weitere Tafeln sollen an das ehemaligen Haus Reddersen und die durch eine Luftmine zerstörte Gaststätte Schindler/Bremer und die damit verbundenen Gräuel des Nationalsozialismus erinnern.
Unterstützt wird das Projekt vom Bürgerverein Horn-Lehe, dessen Vorsitzender Dieter Gerdes die Initiative ausdrücklich begrüßt. Auf Grund der durchweg positiven Resonanz ist Koppel zuversichtlich, dass sich neben dem Bürgerverein auch der Beirat Horn-Lehe und engagierte Einwohner an dem Stadtteilprojekt beteiligen werden.
Die 100 Euro für die erste Tafel hatte Koppel auf seinem letzten Vortrag zur Geschichte Horn-Lehes gesammelt. Die nächste Veranstaltung findet am Donnertag den 3.September um 18.30 im Ortsamt Horn-Lehe zum Thema „Horn-Lehe während des Nationalsozialismus" statt.
Weitere Informationen unter
www.chronik-horn-lehe.de, Kontakt
mkoppel@t-online.deMichael Koppel