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Erfolgsstrategien für Pflegeheime

Autor: Droeghoff | Erstellt am: 12.11.2008 | Gelesen: 1167
Kategorie: Dienstleistungen & Consulting | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Expertenrat vereint Wirtschaftlichkeit und Qualität

Die Betreiber von Pflegeheimen stehen vor einer anspruchsvollen Aufgabe. Pflegekassen, Gesellschaft und Politik stellen immer höhere Anforderungen an die Qualität der Pflegeleistungen. Gleichzeitig verschärfen sich die wirtschaftlichen Bedingungen. Diesen Spagat müssen nun die Heimleiter meistern, um die Existenz ihrer Pflegeeinrichtung nachhaltig zu sichern. Wenn man in Betracht zieht, dass jedes siebte Pflegeheim insolvenzgefährdet ist (so ein Ergebnis des Pflegeheim Rating Report 2007 von RWI Essen, ADMED GmbH und dem Institute for Health Care Business GmbH (HCB)), verdient diese Berufsgruppe vermehrten Respekt für Verantwortung und Leistungen – aber zunächst sind Anstrengungen notwendig.

„Wirtschaftlichkeit steht heute ganz oben auf der Agenda der Heimleiter. Hier erreichen sie die besten Ergebnisse, wenn sie klare Erfolgskriterien festlegen, wirtschaftliche Defizite konsequent analysieren und beseitigen", erklärt Herbert Göbhardt, Unternehmensberater für Pflegeheime. „Ein effizienteres Management muss nicht unbedingt auf Kosten der Pflegequalität gehen, sondern kann auch hier zu noch besseren Ergebnissen führen." Um die Wertschöpfungskette im Pflegebereich konsequent zu optimieren, setzt der Spezialist auf Best Practices und berücksichtigt die individuellen Verhältnisse in der jeweiligen Pflegeeinrichtung. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die Einbindung des Personals. „Es bringt nichts den Pflegekräften eine fertige Lösung vorzusetzen. Wir erreichen deutlich bessere Ergebnisse, wenn das Personal von Anfang an in den Optimierungsprozess mit einbezogen wird. Das sichert ein Ergebnis, das auch wirklich den individuellen Bedürfnissen der Einrichtung entspricht und garantiert eine hohe Mitarbeitermotivation".

Die Einhaltung von Qualitätsstandards ist für die Pflegeheime genauso wichtig wie der wirtschaftliche Erfolg. Der medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) prüft regelmäßig die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität der Einrichtungen im Auftrag der gesetzlichen Pflegekassen. Damit schützt der MDK Pflegebedürftige, die sich oft selbst nicht wehren können, vor unwürdiger Behandlung und stellt sicher, dass sie gut versorgt sind.

In der Praxis legt der MDK die Messlatte allerdings so hoch, dass dieser Segen für das Management der Pflegeeinrichtungen auch zum Fluch werden kann. Die Prüfkriterien des MDK sind anspruchsvoll und basieren stets auf den neuesten pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen, Konzepten und Expertenstandards – das heißt sie ändern sich ständig. Deshalb ist es für die Pflegeheime kaum möglich, neben dem ausgefüllten Heim-Alltag noch Zeit und Kraft zu finden, um die schwer überschaubaren Änderungen und Anforderungen zeitnah umzusetzen. Das Ergebnis sind immer längere Mängelberichte, die pflegerische und qualitative Defizite in den Einrichtungen und ambulanten Diensten deutlich werden lassen. Damit wird die MDK-Prüfung zu einer echten Herausforderung, denn sobald der Mängel-Katalog vorliegt, müssen die Defizite innerhalb kurzer Frist behoben werden.

Der Pflege-Experte Herbert Göbhardt empfiehlt, bereits direkt nach dem Abschlussgespräch, spätestens jedoch bis zur erforderlichen Stellungnahme, Verbesserungen vorzunehmen, um dem MDK bereits umgesetzte Sofortmaßnahmen präsentieren zu können. Dabei stoßen die Einrichtungen freilich oft auf Probleme, denn im Heimalltag sind alle Ressourcen eingeplant, und es gibt keine Kapazitäten, um einen umfassenden, oft auch sehr anspruchsvollen Mängelkatalog in kürzester Zeit umzusetzen.

Der Pflege-Coach Herbert Göbhardt vereint umfassende, fundierte Kenntnisse des Pflegealltags mit Management-Know-how und kann mit diesen Kompetenzen als „MDK-Feuerwehr" angefordert werden. Sobald er gerufen wird, rückt er an und kümmert sich um eine schnelle, effiziente und nachhaltige Beseitigung der Defizite. Auf diese Weise können der gute Ruf und schließlich auch die Existenz einer Einrichtung gesichert werden.

Wie wichtig solche Bemühungen auch in Zukunft sein werden, sieht man daran, dass ab 2009 in allen Heimen eine zusammenfassende Darstellung der Prüfergebnisse sichtbar und zugänglich vorliegen muss. Zudem lohnt es sich stets auf MDK-Besuche vorbereitet zu sein, denn der MDK kommt nicht nur nach Anmeldung: Ab 2011 sollen zusätzlich mindestens einmal im Jahr unangemeldete Prüfungen stattfinden. Deshalb rät der Pflege-Experte den Heimleitern, bereits im Vorfeld einer MDK-Prüfung die Prozess- und Ergebnisqualität der Einrichtung zu überprüfen und Mängel zu beseitigen. Dadurch schneiden die Pflegeeinrichtungen bei den Prüfungen positiv ab und schaffen sich einen guten Namen. Insofern ist der Spagat zwischen Pflegequalität und Wirtschaftlichkeit für die Heimleiter kein unlösbares Problem: Sie brauchen nur einen guten Trainer, und einen maßgeschneiderten Trainingsplan.

Weitere Informationen finden Sie unter www.consulting-pflegeheime.de

Autor: Maria Johanna Dröghoff
 
 
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