Demnach ist Erfolg wirklich lern- und trainierbar! Und zwar für jedermann! Es gibt keine Grenzen außer denen, die wir uns selber setzen. Es gibt keine Beschränkung außer der, die wir uns selber machen. Haben wir diese Erkenntnis erst einmal in unserem Geist verankert – wir wissen – liegt es nur noch am Training und am Können. Vom Wissen zum Tun. Das ist das Geheimnis aller erfolgreichen Menschen. Zuerst das Geistige, dann das Wort und diesem folgt immer die Tat.
Vor ein paar Tagen habe ich auf einem Minigolfplatz folgende Szene beobachtet:
Eine Bahn vor uns war eine dreiköpfige Familie zugange. Der Sohn, ca. 12 Jahre schaffte es nicht, den Ball im Loch unterzubringen. Der Vater wurde langsam ungeduldig und versuchte den Jungen anzutreiben: „Gerade schlagen!" „Auf das Loch schauen, nicht auf den Ball!" usw. Der kleine war nach einigen Fehlschlägen derart unzufrieden, dass er anfing zu weinen und den Ball samt Schläger vor Wut hinter das nächste Gebüsch warf. Die Mutter versuchte den Buben zu trösten, dieser aber heulte weiter und schluchzte immer wieder: „Ich kann das nicht!" „Ich kann das nicht!" Dem Vater stieg die Zornesröte ins Gesicht und er schimpfte: „Mit der Einstellung wirst Du ein Verlierer!" Das war für den Buben dann doch zu viel. Mit verschränkten Armen und sturem Blick, zog er von dannen.
Wir alle kennen solche Situationen. Die meisten von uns haben Ähnliches bestimmt schon erlebt. Die meisten haben daraus ihre Lehre gezogen und es noch einmal versucht oder aber auch aufgegeben. Dabei sind die Gefühle dem Einen oder Anderen bestimmt noch in bester Erinnerung. Ein weiterer Versuch und das Gelingen brachte uns das Gefühl des Sieges, die Aufgabe dagegen stimmte uns wütend oder gar depressiv.
Nun könnten wir diese Geschichte als belanglos bewerten und einfach wieder zur Tagesordnung übergehen. Das wäre allerdings zu einfach. Interessant ist es doch erst, wenn wir uns vorstellen, wie es dem Jungen aus unserer Geschichte wohl bei der nächsten Herausforderung ergehen wird. Schafft er es oder gibt er wieder auf?
Dabei wird bei näherer Betrachtung klar, dass auf die Angst vor dem Scheitern oft die Niederlage und auf das Wissen um die eigenen Stärke der Sieg folgt. Wie sonst ist es zu erklären, wenn im Pokalwettbewerb des DFB immer wieder Bundesligisten gegen Amateurmannschaften scheitern.
Wow! Was für eine Erkenntnis. Sagt sie doch aus, dass Erfolg oder Misserfolg einzig unserer Einstellung entspringt. Dann liegt es also nur an uns selbst, ob wir Erfolgreich sind oder nicht.
Wenn das wirklich stimmt, dann müssten wir doch in der Lage sein, jede Herausforderung zu meistern! Bestimmt! Wenn da nicht etwas wäre, das ebenso wichtig ist, wie die Einstellung. Es ist das Training. Selbst mit der positivsten Einstellung wird es ein 100 Meterläufer nicht schaffen, einen Marathon zu bestehen. Was wir also brauchen, ist nicht nur eine positive Geisteshaltung, sondern auch das Training um den gewünschten Zustand herzustellen.
Demnach ist Erfolg wirklich lern- und trainierbar! Und zwar für jedermann! Es gibt keine Grenzen außer denen, die wir uns selber setzen. Es gibt keine Beschränkung außer der, die wir uns selber machen. Haben wir diese Erkenntnis erst einmal in unserem Geist verankert – wir wissen – liegt es nur noch am Training und am Können. Vom Wissen zum Tun. Das ist das Geheimnis aller erfolgreichen Menschen. Zuerst das Geistige, dann das Wort und diesem folgt immer die Tat.
Doch was bedeutet dies jetzt für ein Unternehmen? Ist es wirklich möglich, ein Unternehmen zu einem Erfolgskollektiv zu entwickeln? Wo jeder am Erfolg partizipiert. Und wenn ja, was muss der Unternehmer dafür tun?
Mittlerweile sollte dem Management klar sein, das ihre Firma so stark ist wie das schwächste Glied. Jeder Meistertrainer weiß das und wird seine Mannschaft entsprechend in den Kampf schicken.
Auch für Unternehmer sollte dies Vorbild sein. Oftmals wird aber leider „Management by Jeans" betrieben, was aussagt, dass die größten Nieten an den wichtigsten Stellen sitzen. Ein guter Manager ist ein Mensch, der genau weiß was er nicht kann und sich dafür die besten Mitarbeiter holt.
Es beginnt also immer mit der Besetzung von wichtigen Positionen. Wer hier Qualität vor Quantität setzt, hat gute Karten für die kommenden Aufgaben.
Als Nächstes ist es die Führungsqualität aller leitenden Mitarbeiter. Dabei werden leider immer noch die größten Fehler gemacht. Die stetige Weiterbildung und Qualifizierung der Führungskräfte ist ein Erfolgsfaktor, den immer mehr Unternehmen für sich erkennen.
Der nächste Punkt ist zugleich der wichtigste, leider aber auch der am schwersten umsetzbare: Die absolute Wertschätzung aller Mitarbeiter. Nicht nur von den Führungskräften. Auch die Mitarbeiter untereinander! Wer es schafft, in seinem Unternehmen eine Kultur von Akzeptanz, Toleranz, Wertschätzung und Harmonie zu etablieren, dem ist der Erfolg nicht mehr zu nehmen. Dies wird in Zukunft die größte Herausforderung aller Unternehmensführer sein. Es ist aber auch die Herausforderung, die uns bei bester Umsetzung den größten Ertrag bringen wird. Ein Unternehmen, in dem jeder jeden Wertschätzt, bündelt stets all seine Kräfte und Energien nach Belieben auf das jeweilige wichtige Thema.
Burnout, Stress, Mobbing und all die modernen Peinigungen in Organisationen aller Art, die unausweichlich Verlierer, Disharmonie und weitere destruktive Kräfte herauf beschwört, gehören dann der Vergangenheit an.
Wenn alle an einem Strang in die gleiche Richtung ziehen, kann uns nichts mehr aufhalten, um unsere Produkte oder Dienstleistungen erfolgreich anzubringen.
Ein Mitarbeiter, der mit Freude an seinem Arbeitsplatz erscheint, ein Chef, der die Seinen täglich motiviert und wertschätzt. So schaffen wir ein Klima, in dem sich jeder wohl und gebraucht fühlt. Der Kunde wird dies ebenso danken wie alle Beteiligten in diesem positiven, stets bestens funktionierenden Gefüge.
Ein Vater, der in einem solchen Unternehmen tätig ist, wird auch stets die besten Methoden finden, um seinen Sohn beim Minigolf zu motivieren, weiterzumachen, und nicht aufzugeben. Es ist das Gefühl das zählt.
Ulrich Burggraf Geschäftsführer der simplylive Beratung