Veit Lindau
Dieser Text von Veit Lindau zeit vier Erfolgs-Fehler und ihre Lösungen.
Fehler Nr. 1: Ich weiß nicht, was ich wirklich will.
In welchem Bereich deines Lebens wünschen Sie sich mehr Erfolg?
Wissen Sie, was Sie in diesem Bereich wirklich wollen?
Viele unserer Klienten wissen vor allem, was sie nicht wollen oder haben nur sehr vage Vorstellungen. Dabei zeigen zahlreiche Untersuchungen, dass die Erfolgschance signifikant steigt, wenn wir unser Ziel klar benennen können.
Sich mehr Erfolg zu wünschen, aber unklar in dem zu sein, was Sie wollen, ist unfair. Ihnen selbst gegenüber, Ihren Mitmenschen und dem gesamten Universum.
Unklarheit produziert unklare Ergebnisse.
Die folgende Information der American Society of Training & Development gibt einen Hinweis darauf, wie wir unseren konkreten Erfolg sicherstellen können.
Die Wahrscheinlichkeit, ein Ziel zu erreichen, liegt laut dieser Studie bei …
- 10 % , wenn wir eine Idee haben oder hören;
- 20 % , wenn wir bewusst entscheiden, diese Idee anzunehmen;
- 40 % , wenn wir uns entscheiden, die Idee umzusetzen;
- 50 % , wenn wir konkret planen, wie wir die Idee umsetzen;
- 65 % , wenn wir uns gegenüber anderen verpflichten, die Idee umzusetzen,
- 95 % , wenn wir anderen Personen eine Art „Überprüfungsvollmacht" geben.
Anders gesagt: unser Erfolg wird sehr wahrscheinlich, wenn wir ein klares Ziel finden, formulieren und auch öffentlich dazu stehen.
Warum haben dann so viele Menschen Schwierigkeiten mit eindeutigen Zielen?
Hier vier der verbreitetsten Gründe, warum wir uns mit klaren Zielen schwer tun:
1. Unklarheit ist zur kollektiven Normalität geworden.
Wenn die Menschen, mit denen wir die meiste Zeit unseres Lebens verbringen – unsere Familie, unsere Freunde, unsere Kollegen – selbst nicht zielgerichtet leben, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass wir gar nicht auf die Idee kommen, es selbst zu tun.
2. Wir wissen nicht, wie man klare Ziele herauskristallisiert.
Die Frage „Was willst du wirklich?" stößt im Verstand zu Beginn oft auf einen diffusen Nebel aus Ahnungen, Impulsen, Sehnsüchten und Ängsten. Dieses formlose Gedankenfeld muss erst geklärt und konzentriert werden. Es ist eine Kunst, ausreichend lange, fokussiert und konstruktiv nachzudenken, bis sich der Nebel lichtet. Können wir dies nicht, dann formulieren wir Ziele zu allgemein. Sie bleiben für immer schöne, aber unklare Fantasien. Erst präzise Ziele bündeln ausreichend Energie, um den Manifestationsprozess in Gang zu setzen.
3. Wir haben Angst, zu versagen.
Für die meisten Menschen ist es eine sehr schmerzhafte Erfahrung, Fehler zu machen. Wenn wir Misserfolg und Enttäuschung fürchten, beugen wir unbewusst vor, indem wir gar keine Ziele setzen und so gar nicht erst versagen können. Frei nach dem Motto „Wenn ich nichts vom Leben will, kann ich auch nicht enttäuscht werden". Die hohe Kunst des Erfolgs besteht darin, auch die unangenehmen Gefühle unserer Niederlagen zu nutzen – als Katalysatoren für Korrektur, Reifung und Selbsterkenntnis.
4. Wir haben Angst vor Ablehnung.
Klare Ziele zu setzen heißt, sich klar zu positionieren und zu zeigen. Damit riskieren Sie, aus dem „sozialen Rudel" herauszufallen. Es kann gutgehen, oder aber auch nicht. Mögen Sie die anderen dann noch? Was geschieht, wenn Sie jemanden um Hilfe bitten müssen? Vielleicht lehnt er ab. Wie werden Ihre Freunde reagieren, wenn Ihre Ziele von ihren Werten abweichen? Vielleicht lachen sie Sie aus?! Eine unserer tiefsten Ängste ist die Angst vor Ablehnung. Deswegen halten wir oft unsere Ziele zurück.
Lösung Nr. 1: Finden Sie heraus, was Sie wirklich wollen.
Denken, fühlen und forschen Sie so lange nach, bis Sie Klarheit darüber haben, was Sie wirklich wollen. Ja, das kann tatsächlich anstrengend sein. Viel bequemer ist es, weiter im Zustand der Unklarheit zu dümpeln. Doch was kostet Sie das?
Wenn Sie nicht weiterkommen, suchen Sie sich Hilfe. Das Gespräch mit einem wachen Freund oder einem guten Coach, ein, zwei richtig Fragen – das kann bereits Wunder wirken.
Archimedes sagte:
„GIB MIR EINEN FESTEN PUNKT IM ALL, UND ICH HEBE DIE WELT AUS DEN ANGELN."
Ein konkretes Ziel ist dieser feste Punkt, mit dem Sie Ihre bisherige Wirklichkeit aus den Angeln heben werden. Ein klares, eindeutiges Ziel schenkt Ihnen…
Konzentration. Ihre schöpferische Energie konzentriert sich auf das, was Sie wollen. Sie ziehen Ihre Kraft von unwesentlichen Dingen ab und konzentrieren sie auf das, was Sie wirklich wollen.
Klärung und Befreiung. Ein konkretes Ziel, außerhalb Ihrer bisherigen Welt des Für-möglich-Gehaltenen, bringt alte geistige Barrieren an die Oberfläche Ihres Bewusstseins, so dass Sie sie wahrnehmen, durchschauen und auflösen können.
Orientierung. Außerdem bietet Ihnen ein konkretes Ziel einen klaren Bezugsrahmen, um Ihren Fortschritt und Ihren Einsatz zu messen.
Es lohnt sich!
Also, was wollen Sie in diesem Bereich Ihres Lebens wirklich?
Fehler Nr. 2: Das falsche Ziel
Wenn Sie sich das falsche Ziel aussuchen, können Sie sich anstrengen so sehr Sie wollen. Entweder Ihr Unterbewusstsein wird Ihren Erfolg ganz verhindern oder Sie werden, am Ziel angekommen, dennoch unglücklich sein.
Folgende drei Fehler können uns bei der Wahl unseres Zieles unterlaufen…
Falsche Größe: Wir suchen uns ein Ziel aus, das entweder zu klein oder zu groß ist.
Wählen Sie ein zu bescheidenes Ziel aus, wird es sehr wahrscheinlich nicht Ihr volles Potenzial mobilisieren. Der Unterschied, den es in Ihrem Leben machen würde, ist für Ihr Unterbewusstsein schlichtweg nicht interessant genug, um nachhaltige Veränderungen in die Wege zu leiten. Ein zu kleines Ziel macht Sie nicht wach genug. Beispiel: Sie haben bereits ein Monatseinkommen von 3000 € und setzen sich als Ziel 3050 €.
Wählen Sie ein zu gigantisches Ziel aus, was sehr weit außerhalb Ihrer bisherigen Grenzen liegt, fällt es für Ihr Unterbewusstsein in den Bereich der Fantasterei. Es klingt nett, aber eigentlich glauben Sie selbst mit keiner Faser Ihres Seins an eine mögliche Erfüllung. Ein zu großes Ziel ist entweder eine Luftnummer (Sie können es überhaupt nicht fühlen) oder setzt Sie unter negativen Stress (es „erschlägt" Sie in seiner Größe). Beispiel: Sie haben bereits ein Monatseinkommen von 3000 € und setzen sich als Ziel 100 Millionen €. Natürlich ist dies rein theoretisch möglich. Doch sehr oft ist es sinnvoller, ein Zwischenziel zu setzen.
Lösung: Es gibt keine allgemeingültigen Parameter. Der Maßstab ist Ihr Empfinden, wenn Sie an Ihr Ziel denken. Wählen Sie Ihr Ziel in einer Größenordnung, die Sie echt ankickt (positiv erregt) und gleichzeitig in seiner möglichen Erfüllbarkeit von Ihnen zu spüren ist.
Fehlender Sinn: Wir suchen uns ein Ziel aus, das nicht mit dem Sinn unseres Lebens übereinstimmt.
Manche meiner Erfolgs-Klienten sind irritiert, wenn ich mit ihnen nicht sofort über eine Erfolgsstrategie spreche, sondern sie nach dem Sinn ihres Lebens frage.
Wofür leben Sie? Wofür stehen Sie jeden Morgen auf? Wofür brennt Ihre Seele wirklich?
Steht Ihr Ziel im Einklang mit dem tieferen Sinn Ihres Lebens?
Ziele kommen und gehen. Wenn alles in Ihrem Leben schiefläuft, wenn die Welt unterzugehen scheint, brennt das Feuer Ihres tieferen Sinns immer noch in Ihnen. Obwohl es leider bei vielen von uns eher einer Glut unter der Asche unserer Alltagspflichten gleicht.
Unsere Ziele unterliegen der Inflation des Wandels. Was Sie als 20-jähriger als absolut erstrebenswert empfinden, entlockt Ihnen mit 60 vielleicht nur noch ein gütiges Lächeln. Der Sinn Ihres Lebens befreit und stabilisiert Sie. Er schenkt Ihnen das ruhige Zentrum inmitten jedes Sturmes. Sie können überaus erfolgreich sein, doch wenn dieser Erfolg nicht im Einklang mit Ihren tiefen Lebenswerten liegt, wird er schal schmecken. Er wird Sie nicht erfüllen. Ich begegne in meiner Coachingpraxis immer wieder Menschen, die in ihrem Job sehr erfolgreich und dennoch unglücklich sind. Sie haben auf der Jagd nach Erfolg den eigentlichen Sinn des Spiels aus den Augen verloren. Sinn ist der Boden von allem. Sinn ist die verborgene Kraft hinter jedem einzelnen Ziel. Deswegen muss das von Ihnen gewählte Ziel im Einklang mit dem Sinn Ihres Lebens liegen. Dann wird Sie kein Hindernis davon abhalten können, es zu erreichen. Selbst scheinbare Niederlagen werden Sie stärken und reifen lassen.
Ohne tieferen Sinn macht selbst das spektakulärste Ziel keinen Sinn.
Bevor Sie ein Ziel wählen, frage Sie sich:
Wofür lebe ich eigentlich wirklich?
Und steht mein Ziel mit dieser Ausrichtung in Einklang?
Zu vernünftig. Wir wählen ein Ziel, das unserem Herzen egal ist.
Besonders wir Deutschen als sehr pflichtorientierte Kultur laufen Gefahr, uns Ziele auszusuchen, die zwar politisch korrekt, sinnerfüllt und vernünftig sind, doch keinerlei Sexappeal für unsere Seele ausstrahlen. Auch wenn Sie vielleicht mit dem Begriff „Selle" nichts anzufangen wissen, bin ich mir sicher, dass Sie wissen, was ich meine. Ein gutes Ziel sollte wahre Freude in Ihnen auslösen, wenn Sie daran denken. Ja, es sollte sexy für Sie sein!
Beispiel: „Ich habe jeden Monat 1000 € mehr auf meinem Konto, damit ich meine Miete und alle Schulden bezahlen kann", das ist ein nobles und vernünftiges Ziel. Doch erregt es Sie? Macht es Sie neugierig? Löst es nur Erleichterung, oder auch echte Vorfreude aus?
Wie wäre es mit: „Ich bin hocherfreut, weil ich jeden Monat 2000 € mehr zu meiner freien Verfügung habe. Alle Ausgaben sind damit leicht gedeckt und es ist noch Geld in Überfluss vorhanden, um mich zu verwöhnen und Gutes für andere zu tun."
Lösung Nr. 2: Angemessen. Sinnvoll. Sexy.
Wählen Sie ein Ziel…
… in einem Größenrahmen, der Sie positiv herausfordert und gleichzeitig in seiner Erreichbarkeit noch spürbar für Sie ist.
… das mit dem tieferen Sinn Ihres Lebens übereinstimmt.
… das in Ihnen Eros und Freude auslöst.
Fehler Nr. 3: Die Lottomentalität.
„Ich will meinen Erfolg schnell und leicht."
Die Zahnfee
Als Kinder glaubten wir an die Zahnfee und den Nikolaus. Wir brauchten nur vor dem Einschlafen fest an unseren Wunsch zu denken und der Rest geschah von ganz allein. Was für eine schöne und verführerische Perspektive auf das Leben.
Und mal ganz ehrlich, gibt es nicht in jedem von uns immer noch einen kleinen Jungen oder Mädchen, die hin und wieder davon schwärmen: „Ich bräuchte nur einen Sechser im Lotto und alle meine Probleme wären hinfällig."
Der Traum vom Sechser ist der moderne Ersatz für den Weihnachtsmann. Für die eher esoterisch Veranlagten unter uns finden sich jede Menge Bücher im Bereich „Selbsthilfe", die uns suggerieren: Einfach wünschen und dann die Hände aufhalten.
Auch die Werbebranche baut auf unseren kindlichen Instinkt und verspricht mit farbenfrohen Bildern: „Hier geht's zu deinem Glück. Und zwar sofort und leicht."
Wir sind als Kultur süchtig nach dem schnellen Kick.
Die heutige Lektion nüchtert aus. Das mag sich für Sie erst einmal nicht besonders sexy anfühlen, denn ich plädiere hier für alte Tugenden wie Entschlossenheit, Nachhaltigkeit und aktiven Einsatz.
Doch für Ihren Erfolg lohnt es sich, das Thema einmal unromantisch und trocken zu betrachten.
Da ist unser nur allzu gut verständliches Wunschdenken und hier sind die Fakten:
- Die Statistik zeigt, dass die meisten Lottomillionäre nach einigen Jahren ärmer und unglücklicher sind, als vor ihrem Gewinn. Wenn Ihr Unterbewusstsein nicht auf Reichtum vorbereitet ist, wird es dafür sorgen, dass er Sie schnell wieder verlässt.
- Wenn die ganzen Glücks- und Wunschratgeber genauso schnell und leicht funktionieren würden, würden wir immer noch mehr davon kaufen. Tun Sie sich selbst einen Gefallen und hören Sie auf zu denken, dass bei Ihnen irgendetwas nicht stimmt, nur weil Ihr Glück nicht so schnell vor Ihrer Tür steht. Es kann gut sein, dass Sie doch rausgehen müssen, um es aktiv zu suchen.
- Ich kenne keinen einzigen erfolgreichen Menschen, der sich nicht sehr pro-aktiv und entschlossen auf einer täglichen Basis für seine Ziele einsetzt. Befragungen zeigen, dass erfolgreiche Menschen nicht mehr Glück haben, sondern im Gegenteil eine höhere Quote an Fehlschlägen. Doch vor allem ist ihre Bereitschaft, daraus zu lernen und sich weiterzuentwickeln wesentlich ausgeprägter.
Das Kind in uns ist immer auf der Suche nach der schnellen, kurzfristigen Erleichterung. Dafür ist es ja Kind. Doch für wirklichen Erfolg braucht es das fantastische Alles-Ist-Möglich-Denken eines Kindes und die ruhige Entschlossenheit eines Erwachsenen.
Der Weg des Erfolgs besteht aus intensiven Kicks, Wachstumsperioden, extrem seltenen Quantensprüngen und dazwischen laaaaaaaaangen Plateauphasen, in denen scheinbar gar nichts passiert, bzw. Sie sogar das Gefühl haben, zurückzurollen.
Sie dachten, Sie sind damit allein?
Willkommen im Club.
Glauben Sie mir nichts.
Überprüfen Sie es selbst.
Suchen Sie Menschen auf, die in dem, was sie tun, wirklich gut und erfolgreich sind. Bringen Sie sie zum Lachen, indem Sie sie fragen: „Kam Ihr Erfolg über Nacht? Ist es immer leicht? Geht es immer bergauf?"
Meisterschaft, egal auf welchem Gebiet, erfordert eine langfristige und kontinuierliche Praxis. Egal, ob Sie Violine spielen lernen, Millionär werden oder der beste Liebhaber der Welt sein möchten.
Lösung Nr. 3: Lernen Sie, das Plateau zu lieben
Durchschauen Sie die Illusion. Hören Sie auf, nach dem EINEM Durchbruchserlebnis, nach dem EINEM Geheimnis, nach der EINEN Pille zu suchen. Den ominösen Lichtschalter, den Sie einschalten und dann ist es für immer hell. Begreifen Sie Erfolg als einen Weg der Meisterschaft. Sie können richtig gut darin sein, wenn Sie den Weg gehen.
Werden Sie aktiv
Ihre Handlungen sind das ultimative Bindeglied zwischen der Welt und Ihrem Traum. Es ist gut, dem Leben zu vertrauen. Das sensibilisiert Sie für Möglichkeiten. Doch davon auszugehen, dass das Universum nichts anderes zu tun hat, als sich 5 Grad in seiner Achse zu verschieben, nur weil Sie sich einen Wunsch unter das Kopfkissen legen, ist eine sehr narzisstische Perspektive. Gehen Sie für Ihr Ziel nach draußen. Täglich. Zeigen Sie sich. Riskieren Sie. Lernen Sie dazu.
Lernen Sie Fehlschläge schätzen
Das ist der Deal. Je aktiver Sie sind, je mehr du Ihren A… zum Fenster hinaus hängen, desto mehr Fehler können Sie natürlich auch machen. Das ist gut so. Denn Fehler, gepaart mit Achtsamkeit und der Bereitschaft zu korrigieren, beschleunigen Ihren Reifungsprozess.
Da ich vermute, dass Sie immer noch schnell ans Ziel kommen wollen, verrate ich Ihnen jetzt, wie das geht.
Der schnellste Weg, in etwas wirklich gut und erfolgreich zu werden ist,
in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Fehler so bewusst wie möglich zu machen.
Sie können sich auch fragen: Welcher Erfolg ist mir 10.000 Stunden Üben wert?
10.000 Stunden, bestehend aus Fleiß, Disziplin, Ausdauer. Die These vertritt Malcolm Gladwell, dessen Bestseller „Überflieger: Warum manche Menschen erfolgreich sind – und andere nicht" gerade auf Deutsch erschienen ist. Jedoch stammt die These nicht von Gladwell selbst, sondern vielmehr von dem US-Neurologen Daniel Levitin von der McGill Universität in Montreal. Der stellte die sogenannte 10.000-Stunden-Regel auf, als er herausfand, dass sich jeder mit einer Sache mindestens 10.000 Stunden beschäftigen müsse, bevor er über die nötigen Kenntnisse verfüge, um in seinem Bereich überhaupt zur Weltspitze gehören zu können.
Das Gute daran ist: Sie können für Ihren Erfolg überall und immer etwas tun, erlauschen, erkennen und lernen. Am Frühstückstisch, auf Arbeit, im Bus, im Bett. So gesehen sind 10.000 Stunden nicht viel. Hören Sie einfach auf, Ihre Zeit mit Träumen und Hoffen zu vertrödeln. Beginnen Sie einfach. Genießen Sie jede kostenlose Unterrichtsstunde des Lebens.
Nur 8h pro Tag, und Sie gehören spätestens in 3 Jahren zur „Weltspitze" in dem von Ihnen ausgewählten Bereich. Wenn das keine Aussicht ist :-)
Fehler Nr. 4: Disziplin mit Verbissenheit verwechseln
Wissen Sie, was alle Meisterinnen und Meister des Erfolgs gemeinsam haben? Sie sind in der Lage, sich selbst ein Kommando zu geben und diesem Kommando auch zu folgen.
Disziplin ist Ihre Fähigkeit, mental einen Entschluss zu fassen und ihn auch wirklich umzusetzen. Erfolg ist nicht das Ergebnis einmaliger Hauruckaktionen, sondern von kontinuierlicher Disziplin.
Bevor Sie jetzt depressiv werden und Ihre Augen verdrehen, lesen Sie bitte weiter! Glauben Sie mir, Sie würden wirklich etwas verpassen!
Ich schreibe nämlich nicht über jene sinnlose, frustrierende Disziplin, die vielen von uns in unserer Kindheit von äußeren Autoritäten aufgezwungen wurde.
Hier ist die Rede von etwas anderem. Von etwas, was Spaß machen kann und ziemlich sexy ist.
Ich schreibe von selbstgewählter Erfolgsdisziplin.
Der Irrtum
Mal angenommen, Sie haben ein klares, sexy Ziel. Sie sind aus Ihren Kinderträumen erwacht und sind bereit, 10.000 Stunden in Ihren Erfolg zu investieren. Herzlichen Glückwunsch!
Doch nun kommt es darauf an, Disziplin nicht mit Krampf zu verwechseln.
Vielleicht liegt es an der deutschen Mentalität, doch für die meisten meiner Klienten ist dies eine der größten Herausforderungen auf ihrem Weg des Erfolgs.
Entweder sie meiden Disziplin wie der Teufel das Weihwasser und bewegen sich so gar nicht. Oder sie machen daraus eine anstrengende öde Pflichtkür und verlieren jede Freude am Spiel.
In beiden Fällen sind sie Opfer ihrer Vergangenheit. Ihnen ist sehr wahrscheinlich in Elternhaus und Schule ein falsches Konzept von Disziplin eingebläut worden, gegen das sie immer noch rebellieren bzw. verzweifelt versuchen, es zu erfüllen.
Disziplin hat nichts damit zu tun, etwas machen zu müssen.
Disziplin bedeutet, etwas machen zu dürfen.
Es ist wirklich, wirklich wesentlich, dies zu verstehen! Der Stress und die unangenehmen Emotionen, die wir mit Disziplin assoziieren, werden nicht durch Disziplin verursacht, sondern durch unsere Konditionierung.
Sex ist zum Beispiel eine wunderbare Sache. Doch für viele von uns ist „es" mit Angstschweiß und Anstrengung verbunden. Dafür kann Sex nichts, sondern unserer Erziehung.
Mit Disziplin ist es genau dasselbe. Disziplin kann eine sehr befriedigende Angewohnheit mit viel Sexappeal sein oder eben… na, Sie wissen schon.
Lösung 4: Verändern Sie Ihre Erfahrung von Disziplin
Da Sie Disziplin brauchen, um Erfolg zu haben, müssen Sie sie mit der Erfahrung von Freude verankern. Dies geht vielleicht nicht von heute auf morgen. Doch Sie sind tatsächlich in der Lage, sich neu zu konditionieren.
Wie geht das?
- Der richtigen Blickwinkel. Sie können sich bei jeder noch so kleinen Handlung darauf konzentrieren, was Sie dafür opfern müssen. Z.B. Zeit oder all die anderen Sachen, die Sie stattdessen machen könnten… So wird selbst die schönste Sache zur Qual.
Oder Sie trainieren Ihren Geist, den Blickwinkel konsequent auf den langfristigen Gewinn der Handlung zu richten. Ein konkretes Beispiel ist dieser Text. Ich bin dafür heute Morgen relativ früh aufgestanden. Wenn ich mich darauf konzentriert hätte, wie schön und warm es doch im Bett ist, wäre ich vielleicht immer noch aufgestanden, jedoch mit viel weniger Freude. Stattdessen habe ich an Sie gedacht (kein Witz!), wie Sie diese Worte jetzt lesen und wie sie hoffentlich in Ihrem Leben einen kleinen guten Unterschied bewirken. Diese Vorstellung ist für mich attraktiver gewesen als mein Bett. (Sie können sich geschmeichelt fühlen. J).
Spielen Sie mit Ihren inneren Blickwinkeln, bis Sie den richtigen finden.
- Regelmäßige Belohnungen. Menschliche Gewohnheiten funktionieren wie kleine Hündchen. Sie produzieren mehr von dem, wofür wir sie loben. Ein Verhalten, welches du regelmäßig anerkennst und auch konkret belohnst, wird langsam, aber sicher in Ihrem Alltag Wurzeln schlagen. So habe ich mir heute Morgen, bevor ich mit dem Schreiben begann, eine Tasse meines liebsten Grüntees gekocht. Mmmm!
- Genießen Sie die Gegenwart, wenn Sie handeln. Wenn ich, während ich diesen Text schreibe, an all die Aufgaben denke, die ich danach noch erledigen möchte, bekomme ich schlechte Laune. Ich fühle mich gedrängelt und gehe in Reaktion. Die Kunst besteht darin, wirklich das zu tun, was Sie gerade tun. Buddha sagte: „Wenn ich laufe, laufe ich. Wenn ich sitze, sitze ich." Wenn ich diesen Text schreibe, schreibe ich diesen Text. Der Rest existiert nicht. Ich halte ab und zu inne, entspanne meine Schultern, spüre meinem Atem und komme ganz bewusst hier an.
- Das Geheimrezept! Kultivieren Sie Humor. Ein erfolgreiches Leben bedeutet, immer wieder die Komfortgrenze zu überschreiten, Fehler zu machen, das Chaos der Wandlung zu erfahren. Besser, Sie genießen diese magische Reise. Um Erfolg zu haben, ist es nicht notwendig, vor Ernsthaftigkeit oder Ehrfurcht zu erstarren. Im Gegenteil: Es ist wichtig, über sich selbst lachen zu können. Gehen Sie diszipliniert voran, doch begehen Sie nicht den Fehler, Entschlossenheit mit Verbissenheit zu verwechseln. Beides hat nichts miteinander zu tun. Verbissene Ernsthaftigkeit ist wertlos. Sie führt letztendlich dazu, dass Sie sich vom Leben getrennt fühlten und dass Sie selbst am schönsten Ziel die Freude verlieren. Ein verhärtetes Leben kann sogar zu Depression und Krankheit führen. Was hilft mir, meinen Humor wiederzufinden? Herzhafte Ironie, eine gute Komödie, eine rote Clownsnase und dann ein Blick in den Spiegel, einen Witz über meine größte Angst zu reißen.
Humor bedeutet, mein Leben aus der richtigen Perspektive zu betrachten. Es ist nicht schlimm, über sich selbst zu lachen.
Zum Verlieben
Erfolgsdisziplin ist Lebenskunst, die mich befreit.
Erfolgsdisziplin ist meine Chance, das Leben zu führen, wofür ich hier bin.
Erfolgsdisziplin schafft klaren Raum zum Spielen.
Erfolgsdisziplin schafft ein Fundament für dauerhaften Erfolg.
Erfolgsdisziplin zeugt Meister.
Erfolgsdisziplin schenkt Zeit, Energie und Freiheit.
ERFOLGSDISZIPLIN IST CLEVER, SMART UND SEXY!
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