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Erfahrungsbericht zur Planung und Errichtung einer Pelletproduktion

Autor: Schillings | Erstellt am: 04.09.2011 | Gelesen: 401
Kategorie: Handel - Business & Wirtschaft | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Einschätzung der Vorteile für torrefizierte Pellets.

Der erfolgreiche Betrieb einer Holzpelletierungsanlage unter ökonomischen Gesichtspunkten ist primär vom Beschaffungsmarkt der Einsatzstoffe und den gesicherten Absatzmärkten abhängig. In Deutschland wird die Nachfrage nach Holzpellets von inländisch produzierten Produkten und von Importen befriedigt. Das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage im Bezug auf das Einsatzmaterial und die produzierten Endprodukte (DIN Plus oder Industriepellets) bestimmen die Preisindikationen. In Deutschland spielt für inländisch produzierte Holzpellets der Standortfaktor, (Logistikketten) wegen der relativ kurzen Transportwege und der guten Infrastruktur eine vergleichsweise untergeordnete Rolle. Entscheidend für den ökonomischen Erfolg eines Betreibers ist wegen der Verfügbarkeiten und Kostenstruktur eine wirtschaftlich und quantitativ gesicherte Versorgung mit geeignetem Einsatzmaterial, in Kombination mit einem gesicherten Absatzmarkt (lokal / international).

Im Gegensatz dazu stellt sich die Situation in vielen östlichen Regionen anders dar. Wegen der großen Verfügbarkeit an Holz existiert seit Generationen eine ausgeprägte Holzwirtschaft. In der Vergangenheit wurden primär Stammholzer für den einheimischen Bedarf und für den Export eingeschlagen. Fertige Produkte aus Holz wurden zum Teil reimportiert. Um die Wertschöpfungsketten im Land zu steigern, wurden in der Vergangenheit weiterverarbeitende Betriebe gefördert, bzw. Zölle auf Stammhölzer und Holzprodukte bei der Ausfuhr erhoben.

Da die weiterverarbeitenden Betriebe wegen ihrer räumlichen Abgeschiedenheit über keine Absatzmärkte für Sägespäne bzw. Holznebenprodukte verfügen, ist in vielen Fällen ein „Entsorgungsproblem" entstanden. Grund dafür ist die große Menge an verarbeiteten Hölzern und der damit verbundene Anfall an Holznebenprodukten (Sägespänen). Wegen des relativ hohen Wassergehaltes, der geringen Schüttdichte und den weiten Logistikwegen stellt sich der Transport von frischen Sägespänen und Holznebenprodukten in den meisten Fällen unwirtschaftlich dar. In diesem Zusammenhang spielt der Preis des Einsatzmaterials für eine Holzpelletierung in solchen Regionen eine untergeordnete Rolle im Vergleich zu Deutschland. Im Gegensatz dazu ist die Logistik eine besondere Herausforderung und stellt einen bedeutenden Kostenfaktor dar. Somit werden Standorte mit einem Zugang zu Bahnstrecken und Wasserwegen bevorzugt.

Da Holzpellets empfindlich gegen Wassereintrag sind, erfolgt der Transport und die Lagerung der Pellets in vielen Fällen ähnlich wie bei Getreide. Im Vergleich dazu ist eine Lagerung unter freien Himmel und der Transport in offenen Bahnwaggons wesentlich kostengünstiger. In vielen Fällen existiert solch eine Infrastruktur basierend auf dem Transport von Kohle.

Aus diesem Grund hat sich in diesen Regionen ein Interesse an der Torrefizierung von Biomasse und der anschließenden Verdichtung (z.B. Pelletierung) entwickelt. Die wasserabweisenden Eigenschaften und die Erhöhung der Energiedichte sind dabei als primärere Vorteile zu sehen.

Als Beispiel einer Pelletproduktion dient das Pelletwerk ARKAIM, Ost- Rußland in der Region Khabarovsk. Es handelt sich um eine Anlage mit einer Kapazität von ca. 240.000 t/a ausgelegt auf 2 Linien mit insgesamt 8 Pelletpressen. Generalexporteur in diesem Projekt ist das Unternehmen R.E.M. Engineering AG. Die Anlage besteht im Wesentlichen aus:
  • Entrindung von Stammholz und Stammholzzerkleinerung
  • Nassspanlager
  • Trommeltrocknung
  • Trockenspanlager
  • Pelletproduktionsanlage und Biomasseheizkraftwerk

Die wesentlichen technischen Daten der Anlage:
  • Kapazität: 240.000 t/a Holzpellets
  • Anzahl der Pressen: 10
  • Einsatzstoff: Rundholz, nasses Sägemehl, nasse Holzhackschnitzel, trockene Hobelspäne und Kappstücke
  • Status: im Bau, Inbetriebnahme Oktober/November 2011

Kontakt:
Dr.-Ing. Hubert Schillings
Leiter Geschäftsentwicklung
PLANT Engineering GmbH
Matthias-Erzberger-Str. 34
56564 Neuwied

Phone: +492631 34456-12
Fax:     +492631 34456-69
Homepage: www.plant-engineering.de
E-Mail: hubert.schillings@plant-engineering.de

 
 
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