Medikamente zur Behandlung von erektiler Dysfunktion wie Viagra, Levitra und Cialis wurden für Patienten entwickelt, die aufgrund bestimmter Krankheiten oder einfach von Alters wegen unter Impotenz leiden. Viele glauben, dass ED ausschliesslich ältere Männer betrifft und demzufolge alle unter Dreissigjährigen, Viagra und Co. sozusagen 'zum Spass' verwenden. Es gibt Belege dafür, dass diese Art von Medikament auch bei Männern, die eigentlich gar nicht unter Impotenz leiden, immer beliebter werden. Demnach nehmen viele potente Männer Viagra und Co. gerne als vorbeugende Massnahme z.B. nach Alkoholkonsum oder einfach, um die sexuelle Leistung zu steigern.
Berichten zufolge ist gerade Viagra auch in der Clubszene auf dem Vormarsch. Viagra in Kombination mit Ecstasy, bekannt als 'Sextasy', soll angeblich die Libido ankurbeln. Laut James Kirby, Sprecher für PrimaMed, einer bekannten online Impotenz Klinik, kristallisiert sich gerade in der Schwulenszene ein besorgniserregender Trend heraus – Viagra wird zusammen mit Amy Nitraten, besser bekannt als Poppers, konsumiert. Dieser chemische Cocktail kann jedoch zu einem plötzlichen Blutdruckabfall führen, der unter Umständen lebensgefährlich sein kann. Deshalb wird Viagra nicht an Patienten abgegeben, die Nitrate in irgendeiner Form konsumieren.
In jedem Falle sollte nicht verallgemeinert werden – nich jeder unter 30-jährige Viagra Konsument verwendet Impotenz Medikamente nur zum Spass oder als Absicherung. Laut Pfizer, Hersteller von Viagra, hat ein Mann eine eingeschränkte sexuelle Funktion, wenn er die Wirkung von Viagra spüren kann. Die sexuelle Funktionsfähigkeit nimmt ab den Zwanzigern langsam ab. 'Viagra verbessert die Erektionsfähigkeit, wenn diese aus welchen Gründen auch immer eingeschränkt ist.', so Pfizers Dr. Sweeney. 'Wenn Sie ein kerngesunder 20-jähriger Student sind, der keine Erektionsprobleme hat, dann haben Sie nichts von Viagra. Viagra macht Sie nicht zum Supermann.'
Gerade bei jüngeren Männern kann Viagra jedoch dazu beitragen, die sogenannte Versagensangst zu verringern. Ein Drittel der Fälle von ED ist durch psychologische Faktoren bedingt, wie z.B. Schuldgefühle, Depressionen, Angststörungen oder auch Beziehungsprobleme können die Erektionsfähigkeit eines jeden Mannes, ganz gleich welchen Alters, beeinträchtigen. Wenn mann einmal nicht kann, kann seht schnell ein Teufelskreis entstehen, da beim nächsten Mal Leistungsdruck bzw. Versagensangst besteht, was ED wiederum begünstigt. Dieser Dominoeffekt ist eine häufige Ursache vorübergehender Impotenz und fast jeder Mann ist im Laufe der sexuell aktiven Jahre früher oder später einmal davon betroffen.
Wie man sieht, spielt die Psyche bei der Erektionsfähigkeit eine grosse Rolle. Dies bedeutet also, dass ED Medikamente bei Männern jeden Alters wirksam sein können und dass die Annahme, dass ED Medikamente von jüngeren Männern 'nur so zum Spass' verwendet werden, falsch ist. Es stimmt zwar, dass ED mit zunehmendem Alter häufiger auftritt, jedoch ist Impotenz nicht ausschliesslich eine Alterserscheinung und kann jedermann betreffen.