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Entzündeter Baby-Po nicht immer Pilzinfektion

Autor: reitzenstein | Erstellt am: 21.07.2010 | Gelesen: 1236
Kategorie: Gesundheit - Medizin & Chirurgie | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Vorsicht Selbstmedikation

Rote, nässende Haut und offene Schürfstellen an Po und Oberschenkeln des Babys sind häufige Anzeichen für eine Hautentzündung, die sogenannte Windeldermatitis. Gerade junge Mütter verwechseln diese häufig mit einer Pilzerkrankung – dem Windelsoor – und greifen vorschnell zu pilzhemmenden Salben. Die Folge: Wird eine einfache Hautentzündung mit Anti-Pilz-Cremes behandelt, kann dies auf Dauer die Gesundheit schädigen.

Eine Windeldermatitis entwickelt sich bereits durch das feuchte Klima in der Windel oder durch die Säure von Fruchtsäften. „Bei  einem Windelsoor ist die bereits entzündete Haut zusätzlich mit dem Hefepilz „Candida albicans" infiziert, den man durch kleine Blasen und Schuppen erkennt", sagt Dr. Richard Klämbt, Präsident der Apothekerkammer Bremen. Während eine Dermatitis mit einer Zinksalbe behandelt werde, müsse bei einem Windelsoor auf eine pilzhemmende Creme mit dem Wirkstoff Nystatin zurückgegriffen werden. Klämbt: „Wird Nystatin bei Windeldermatitis angewendet, fördert dies auf Dauer eine Resistenzbildung." Habe das Kind dann tatsächlich eine Pilzinfektion, reagiere seine Haut nicht mehr auf den pilzhemmenden Wirkstoff.

Zink- und Nystatin-haltige Salben seien rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Das verleite die Verbraucher in der Regel zur vorschnellen Anwendung der stärkeren, pilzhemmenden Variante. Dass dies langfristig das Gegenteil bewirke, sei den wenigsten bewusst. „Gerade in der Selbstmedikation ist Vorsicht geboten, denn ohne Indikation können Arzneien zu Gesundheitsschäden führen", so Klämbt. Bei einer Eigenbehandlung sollte deshalb zunächst auf einfache Wirkstoffe – in diesem Falle Zinksalbe – zurückgegriffen werden. Helfe diese nicht, könnten sich Verbraucher in den Apotheken über mögliche Alternativen beraten lassen. Idealerweise sollte allerdings ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kläre ab, ob es sich tatsächlich um eine Pilzinfektion handele.

Über die Apothekerkammer Bremen:
Die Apothekerkammer Bremen vertritt die Anliegen der Apothekerschaft in Bremen und Bremerhaven. Sie vermittelt die Interessen der rund 540 Kammermitglieder im Land Bremen in der Politik, der Öffentlichkeit und den Medien. Hinter den Mitgliedern stehen etwa 180 öffentliche Apotheken und drei Krankenhausapotheken. Die Kammer engagiert sich für ein kostenbewusstes Gesundheitssystem, für hohe Qualität und Beratungskompetenz in den Apotheken. Sie steht für die Grundsätze der Standes- und Berufspolitik und arbeitet aktiv an deren Weiterentwicklung. Als Partner im bremischen Gesundheitswesen hat sich die Kammer die Realisierung zukunftsfähiger Dienstleistungen auf die Fahnen geschrieben. Dabei berücksichtigt die Kammer stets ausgewogen die Interessen von Apothekern / Apothekerinnen und Kunden/Kundinnen. Weitere Informationen unter www.ak-bremen.de

 
 
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comment Kommentare von Besucher !

Gepostet von pilzinfektion am 21.01.2011
There are many factors that can cause fungal infection, so it does not help to any of these factors to focus on just. Many conventional treatments for fungal infections using individual remedies such as antibiotics, pills or even detox diets. These often fail because they only address one part of the disease focus.

Thanks and good luck..........







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