Echo Motorsäge
Heut zu Tage kennt jeder die
Motorsäge, entweder aus der Nutzung bei diversen Meisterschaften oder auch aus Filmen wie „Texas Chainsaw Massacre". Ob als Mordwaffe oder Sportgerät, es ist doch ziemlich makaber, dass die
Kettensäge ursprünglich von einem Arzt erfunden wurde, um Knochen zu sägen. 1830 fand sie ihren ersten Einsatz bei ihrem Erfinder Bernhard Heine. Bis 1900 hatte die Technologie dann ihren Weg in die Holzverarbeitung gefunden, damals noch unter der Bezeichnung „Sägemaschinen". Heute nennen wir sie Motorsäge und kaum jemand macht sich noch die Arbeit, selbst Hand an zu legen.
Doch erst Ende der 50er Jahre wurde die erste Motorsäge in Serie produziert, die nur von einem Menschen geführt werden musste. Bis dato brauchte es immer zwei oder mehr Menschen und teils unterschiedliche Geräte, eins zum Fällen und eins zum Ablängen. Die Motorsäge für einen Menschen verdanken wir dem Flugzeugbau, genauer dem Membranvergaser. So stieg die Produktivität der Waldarbeiter und somit auch die Löhne, bis 1990 nur noch im Gruppenakkord entlohnt wurde.
Heute werden bei einer Motorsäge hauptsächlich Elektromotoren oder Zweitakt-Benzinmotoren mit Seilzugstarter verwendet.
Motorsägen besitzen aber auch zahlreiche Sicherheitsvorrichtungen, die ein sicheres Arbeiten gewährleisten sollen: Durch die Fliehkraftkupplung bleibt die Kette im Leerlauf still und wird erst ab einer bestimmten Motordrehzahl angetrieben. Eine Kettenbremse sorgt dafür, dass die Kette stehen bleibt, sobald es einen Rückschlag gibt. Ein Krallenschlag verhindert unkontrolliertes Ausschlagen. Kettenfangbolzen, Handschutz und Gashebelsperre sollen zudem den Führer der Motorsäge schützen. Der früheren Berufskrankheit ‚Weißfingerkrankheit' wird durch den Vibrationsdämpfer entgegen gewirkt und die Griffheizung sorgt für einen reibungslosen Ablauf auch bei sehr niedrigen Temperaturen.
Alexander Lanew