Entwicklung der Leitzinsen
Leitzinsen sind ein Mittel der Zentral- bzw. Notenbanken einzelner Länder oder Regionen, um deren Geldpolitik zu steuern. Über ein Heben oder Senken des Leitzinssatzes können die Zentral- bzw. Notenbanken die Zinssätze regulieren, welche Geschäftsbanken für das Ausleihen von Zentralbankgeld entrichten müssen.
Damit sind Leitzinsen ein wichtiger Indikator für die Zinsentwicklung etwa auch bei Tages- und Termingeldangeboten, denn wenn eine Bank günstiger an Zentralbankgeld kommt, weil der Leitzins gesenkt wurde, muss sie Neu- und Bestandskunden nicht mehr so hohe Zinsen anbieten, um von ihnen neue Einlagen einzuwerben.
Um Sparern und Anlegern die Entwicklung der Leitzinsen vor Augen zu führen und vor allem auch die Zinsniveaus einzelner Länder bzw. Wirtschaftsräume leichter vergleichbar zu machen, bietet das Fachportal tagesgeldvergleich.net seinen Lesern ab sofort unter „Leitzinsen" eine grafische Übersicht über alle Zinsschritte der Zentral- bzw. Notenbanken im Euro-Raum, in Japan, der Schweiz und den USA seit Anfang 2000.
In Verbindung mit den bereits im Bereich „Zinsentwicklung" veröffentlichten Daten zur Entwicklung der Verzinsung ausgewählter Tagesgeldangebote für unterschiedliche Anlagesummen und im Monatsvergleich sowie den Statistiken zur Entwicklung von Interbanken-Referenzzinssätzen wie dem Euribor oder dem EONIA können erfahrene Sparer bzw. Anleger eigenständig Rückschlüsse auf die kurzfristige Entwicklung des Zinsniveaus im Bereich der Tages- und Termingeldkonten ziehen und basierend auf diesen Erkenntnissen fundierte Anlageentscheidungen für oder gegen eine bestimmte Anlageform treffen.
Daniel Franke