Energiesparen im Haushalt
In den letzten Jahren sind leider die
Preise für Strom kontinuierlich gestiegen, wodurch sich letztendlich auch die Stromrechnungen bei privaten Verbrauchern erhöht haben.
Daher gilt es, vorhandenes Einsparpotential zu entdecken und dies auch zu nutzen. Zuvor sollte man jedoch prüfen, was die größten „Stromfresser" im Haushalt sind. Mit einer der größten Stromdiebe kann bei vielen Haus- und Immobilienbesitzer die Zirkulationspumpe im Heizungsraum sein. Diese dient dazu, während der Heizperiode das durch die Heizungsanlage erwärmte Wasser an die entsprechenden Heizflächen und -körper im Haus oder der Wohnung zu transportieren. Alte Pumpen laufen dabei mit einer gleich bleibenden Einstellung und Geschwindigkeit, egal ob momentan überhaupt ein Heizkörper oder eine Fußbodenheizung geöffnet ist.
Seit geraumer Zeit gibt es für diesen Bereich intelligente, teilweise auch selbstlernende Pumpen, die sich an die aktuellen Gegebenheiten und Gewohnheiten anpassen. Für den Verbraucher bedeutet dies, dass sich die Pumpe bei Nichtgebrauch selbstständig abschaltet bzw. den Stromverbrauch auf ein Minimum reduziert. Der Austausch kann in der Regel innerhalb von wenigen Stunden durch einen Heizungsinstallateur vorgenommen werden. Die dabei entstandenen Kosten amortisieren sich in üblicherweise innerhalb von ein bis drei Jahren.
Dass der Standby-Betrieb von elektrischen Geräten Strom verbraucht, sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Überprüfen Sie jedoch, welche Geräte unbemerkt und vielleicht ungenützt im Hintergrund laufen! Denken Sie beispielsweise an den DSL-Router mit aktivierten WLAN oder eine Kaffemaschine mit Heizplatte bzw. einen -vollautomaten.
Was oft vergessen wird, ist die Tatsache, dass die Erwärmung von Wasser mittels Strom meistens die teuerste Variante ist. Bedenken Sie dies auch bei Ihrer Spülmaschine! Ist diese nämlich am Kaltwasseranschluss montiert, muss das Wasser erst durch die Maschine aufgeheizt werden. Oft ist aber sogar in unmittelbarer Nähe ein zusätzlicher Warmwasseranschluss vorhanden, mit dem meist problemlos die Spülmaschine betrieben werden kann. Dies ist besonders effektiv, wenn das warme Wasser mittels einer Solaranlage erzeugt wird. Neben einer Stromersparnis reduziert sich häufig auch noch die Spülzeit.
Die oben aufgeführten Tipps sprechen natürlich nur einen kleinen Teil an, wichtig ist daher immer ein offenes Auge für mögliche Stromfresser.
Andreas Bernhard