Hybridfahrzeug
Bei Kühlschränken oder Waschmaschinen sind sie längst nicht mehr wegzudenken: Energieeffizienz-Label. Sie dienen als Orientierungshilfe für Käufer, die die Umwelt schützen und dank des geringeren Stromverbrauchs langfristig Geld sparen wollen. Was für Haushaltsgeräte eine sinnvolle Entscheidungshilfe ist, würde beim Autokauf sicher nicht schaden. Aus diesem Grund fordern bereits verschiedene Organisationen ein Energieeffizienz-Label für Autos.Der Stromverbrauch ähnlicher Elektrogeräte kann weit auseinander liegen somit schädigen die verschiedenen Modelle die Umwelt in unterschiedlichem Maße. Auch spielen im Hinblick auf die wahren Kosten eines Elektrogeräts demnach nicht nur die Anschaffungskosten sondern auch der Energiebedarf eine Rolle. Die Hersteller von Elektrogroßgeräten wie Kühlschränken, Waschmaschinen oder Wäschetrocknern wurden daher bereits vor einiger Zeit verpflichtet, Energieeffizienz-Label auf den Geräten anzubringen, die dem Kunden bei der Kaufentscheidung helfen sollen. Das bekannteste Energieeffizienz-Label ist das EU-Energielabel, das in Klassen von "A++" bis "G" unterteilt ist. Dank der Einführung des Labels gibt es kaum noch Waschmaschinen oder Kühlschränke die schlechter als "C" eingestuft werden und viele Kunden konzentrieren sich ohnehin nur noch auf "A++" bis "A".
Während so in Küche und Waschküsche mit jedem Tag bereits bares Geld gespart und die Umwelt geschont wird, fehlt solch eine klare und einfache Entscheidungshilfe bisher beim Autokauf. Hier werden zwar der Verbrauch in Liter auf 100 Kilometer und neuerdings auch CO2-Emissionen pro Kilometer angegeben aber ein Vergleich zu anderen Modellen in der gleichen Fahrzeugklasse oder gar anderen Klassen fällt oft schwer. Hinzu kommt, dass der Verbrauch bei alternativen Kraftstoffen wie Erdgas oder Autogas höher liegen kann, dafür der Gehalt an Schadstoffen in den Abgasen deutlich geringer ist. Im Gegenzug dazu ist ein Diesel zwar sparsamer, dafür enthalten die Abgase wiederum mehr Schadstoffe. Noch komplizierter wird es in Zukunft werden, wenn
Hybridfahrzeuge mit sogenannter Plug-In Technologie und Elektroautos auf den Markt kommen. Wie soll der Stromverbrauch mit dem von Benzin, Diesel oder Autogas verglichen werden? Aus diesem Grund fordern nicht nur verschiedene Umweltschutz-Organisationen sondern auch der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) endlich eine einheitliche und übersichtliche Kennzeichnung von Automobilen.
Mit einem Energieeffizienz-Label nach Vorbild des EU-Energielabels könnten Autokäufer auf den ersten Blick erkennen, ob es sich um einen Spritschlucker und Umweltsünder oder um ein sparsames und sauberes Auto handelt. Wie beim EU-Label könnten Farben von Grün bis Rot die Energieeffizienzklasse auf den ersten Blick verdeutlichen. Von der Kennzeichnung würden voraussichtlich besonders effiziente Fahrzeuge profitieren, was die Autohersteller zu weiteren Fortschritten bei der Reduktion des Verbrauchs zwingen würde. Mit dem Kauf eines sparsameren Fahrzeugs würden zudem nicht nur Umwelt und Klima sondern auch der ohnehin belastete Geldbeutel der Autofahrer in Deutschland entlastet. Das
Energiesparen den Menschen leicht gemacht werden kann und dadurch auch verstärkt praktiziert wird, haben die Labels auf Kühlschränken und Waschmaschinen schließlich bereits vorgemacht.
Autor: Christopher Tan