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Energiebedarf von Gebäuden auf ein Drittel senken

Autor: mainblick | Erstellt am: 01.12.2010 | Gelesen: 410
Kategorie: Handel - Business & Wirtschaft | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - PIUS-Beratungsergebnisse der Ernst Diegel GmbH in Alsfeld

Beim Betriebsrundgang bei Ernst Diegel GmbH: Dr. Carsten Ott, Hessenagentur, Geschäftsführer Jörg Wa
Beim Betriebsrundgang bei Ernst Diegel GmbH: Dr. Carsten Ott, Hessenagentur, Geschäftsführer Jörg Wa
Informationsreihe Hessen-PIUS vor Ort

Zum produktionsintegrierten Umweltschutz (PIUS) gehört neben der Optimierung von betrieblichen Produktionsprozessen auch die Analyse der energetischen Gesamtsituation eines Unternehmens. Denn mit einem Bündel geeigneter Maßnahmen lässt sich der Primärenergiebedarf von Produktionsgebäuden und Anlagentechnik mitunter auf ein Drittel des Ausgangswerts senken – wie das Beispiel der Ernst Diegel GmbH in Alsfeld zeigt.

Wiesbaden, Alsfeld 01. Dezember - Dieses erfreuliche Ergebnis wurde im Rahmen einer Informationsveranstaltung der Reihe „Hessen-PIUS vor Ort", am 4. November 2010 in dem zentralhessischen Unternehmen vorgestellt. Der mittelständische Familienbetrieb entwickelt und produziert mit seinen rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Lacke vorwiegend für die Automobil- und die Glasindustrie. In Kooperation mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Vogelsberg Consult GmbH hatte Geschäftsführer Jörg Warning nach Alsfeld eingeladen. Das seit mehr als 140 Jahren bestehende Unternehmen hat sich vor allem auf innovative und beständige Produkte zum Beschichten von Kunststoff und Glas spezialisiert. Im Zuge der Modernisierung seiner Produktionsstätte in Alsfeld nahm es eine vom Hessischen Wirtschaftsministerium geförderte PIUS-Beratung über das RKW Hessen in Anspruch. Die Ergebnisse der Energieberatung seien durchweg erfreulich, berichtete Jörg Warning. „Mit der Umsetzung der Maßnahmen haben wir direkt begonnen. Den Energiebedarf unserer Gebäude können wir auf ein Drittel senken. Entscheidend ist natürlich, dass wir neben den positiven Effekten für die Umwelt auch Kosteneinsparungen erzielen können", resümierte er. Erzielt werden die hohen Einspareffekte insbesondere durch eine modernisierte Gebäudetechnik.

Hohe Einspareffekte durch effiziente Gebäudetechnik
Professor Rolf P. Gieler, zugelassener Hessen-PIUS-Berater aus Fulda, erläuterte den Ablauf der PIUS-Beratung bei der Ernst Diegel GmbH. Im ersten Schritt hatte er die vorhandene Gebäudesubstanz und ihre technische Ausstattung unter energetischen Gesichtspunkten untersucht. Auf Basis dieser Auswertung legte er eine Reihe von Optimierungsvorschlägen insbesondere für die Bereiche Gebäudehülle und Gebäudetechnik vor. Beispielsweise lässt sich der Energiebedarf deutlich reduzieren, wenn die raumlufttechnische Anlage (RLT) mit moderner, energieeffizienterer Klimatechnik und verbesserten Lüftern ausgestattet wird. Dadurch ließe sich rund 70 Prozent der für den Betrieb der Anlage benötigten Energie einsparen. Über die Dämmung der Gebäudehülle und den Austausch der Fenster können weitere zehn Prozent vom Primärenergiebedarf des Gebäudes eingespart werden. Wirtschaftlichkeitsberechnungen ergaben, dass sich die nötigen Investitionen durch die entstehenden Kosteneinsparungen kurzfristig refinanzieren lassen. Weitere nennenswerte Verbrauchssenkungen lassen sich durch den Einsatz regenerativer Energiequellen realisieren. Dafür bietet sich insbesondere die Nutzung von Solarenergie an. Beispielsweise kann bei der Dämmung des Flachdachs eine Dachabdichtungsfolie mit integrierten Photovoltaik-Modulen verwendet werden. Und auf dem Schrägdach des Bürotraktes lässt sich ein Sonnenkollektor anbringen, der den Energiebedarf für die Warmwasseraufbereitung um ein Viertel senkt. „Die Berechnungsergebnisse zum Ist-Zustand des Gebäudes und der Gebäudetechnik zeigen, dass sich Maßnahmen zur Dämmung und Abdichtung der Gebäudehülle besonders dann auszahlen, wenn gleichzeitig auch die Gebäudetechnik verbessert wird", erläuterte Gieler, der Sachverständiger für die Energieeffizienz von Gebäuden ist. Die größten Verbesserungen lassen sich durch Einsparungen am Primärenergiebedarf erzielen. Werden alle vorgeschlagenen Maßnahmen komplett umgesetzt, fallen die Kosten für Primärenergie auf ein Drittel des Ausgangswertes.

Einen Überblick über das Beratungsprogramm Hessen-PIUS und die damit verbundenen Fördermöglichkeiten gab Sascha Gutzeit vom RKW Hessen. Unter www.hessen-pius.de finden Interessierte weiterführende Informationen. Unternehmen, die sich über eine PIUS-Beratung und die Landesförderung informieren möchten, wenden sich an Kay Uwe Bolduan von der RKW Hessen GmbH in Eschborn: www.rkw-hessen.de, Tel.: 0 61 96 / 97 02-40.

Die Informationsreihe „Hessen-PIUS vor Ort: Umwelt schützen, Kosten senken" wird von der Aktionslinie Hessen-Umwelttech des Hessischen Wirtschaftsministeriums durchgeführt. Kooperationspartner sind das RKW Hessen und verschiedene Partner der regionalen Wirtschaftsförderung. Dr. Carsten Ott von der HA Hessen Agentur GmbH und Projektleiter der Aktionslinie moderierte die Veranstaltung. Zugleich machte er auf weiterführende Angebote der Aktionslinie unter www.hessen-umwelttech.de aufmerksam.

Pressekontakt:
Edeltraud Kruse / Uwe Berndt
Mainblick – Agentur für Öffentlichkeitsarbeit
Wilhelmshöher Str. 35
60389 Frankfurt am Main

Telefon 0 69 / 40 56 29 54
info@mainblick.com
Unternehmenskontakt:
Dagmar Dittrich
HA Hessen Agentur GmbH
Aktionslinie Hessen-Umwelttech
Abraham-Lincoln-Straße 38-42
65189 Wiesbaden
Tel.: 06 11 / 7 74 - 86 45
dagmar.dittrich@hessen-agentur.de


Aktionslinie Hessen-Umwelttech
Hessen-Umwelttech ist die zentrale Plattform des Hessischen Wirtschaftsministeriums für Umwelttechnologie-Unternehmen bei der landeseigenen Wirtschaftsförderungsgesellschaft HA Hessen Agentur GmbH. Hessen-Umwelttech fördert die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft von hessischen Herstellern und Dienstleistern der Umwelttechnik und fungiert als Schnittstelle zu Umwelttechnologie-Anwendern. Die Aktionslinie berät Unternehmen, fördert den Technologietransfer und stellt die Kompetenzen der hessischen Umwelttechnologie dar.
 
 
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