do care! - Das heißt auch: Kümmern Sie sich um Ihre Erholungsfähigkeit
Durchschlafen ist für viele Berufstätige zum Problem geworden. Viele wachen nachts auf und können vor lauter Grübelgedanken nicht wieder einschlafen. Die Verhaltenstherpaie und die Schlafpsychologie liefern aber gute Tipps für ruhige Nächte. Nachts durchschlafen können und damit die Erholungsfähigkeit erhalten - das ist für viele Erwachsene mittlerweile ein Wunschtraum geworden.
Der Jobstress lässt die Menschen nicht mehr schlafen. Laut Krankenkassen-Berichten gilt: Jede/r Dritte wacht nachts auf und kann nicht mehr einschlafen. Bei vielen kreisen die Gedanken dann um die Arbeit. Dabei gibt es durchaus Tipps und Tricks, die manchmal ganz einfach sind und dennoch wirken. Allerdings erfordern sie ein bisschen Einsatz, und zwar insbesondere Vorbereitung. Im Folgenden finden sich Tipps zum Abschalten in der Übersicht, und zwar chronologisch aufgeteilt.
- Bereiten Sie das Abschalten richtig vor.
Fragen Sie sich schon im Büro: Was habe ich heute geleistet? Worauf bin ich stolz? Was ist wichtig für morgen? Wie sieht mein Plan aus? Am sinnvollsten ist es, wenn Sie die Antworten auf diese Fragen aufschreiben. Alles, was Sie auf einem Blatt notieren, ist raus aus dem Kopf und kann Sie nach Feierabend nicht weiter behelligen. Etablieren Sie ein Abschalt-Ritual, z.B. eine regelmäßige Tasse Espresso beim Heimkommen.
- Bereiten Sie das Einschlafen richtig vor.
Gehen Sie nicht einfach so ins Bett, sondern entwickeln Sie auch hier eine ritualisierte Reihenfolge. Zum Beispiel, indem Sie regelmäßig zuerst mit dem Hund rausgehen (die frische Luft tut auch Ihren Gedanken gut), dann in der Küche und bei den Kindern nach dem Rechten schauen, dann einen leckeren Tee oder die klassische heiße Milch mit Honig trinken, und dann erst im Bad verschwinden und sich umziehen - alles täglich in immer derselben Reihenfolge. Das signalisiert Körper und Psyche: Jetzt geht er/ sie gleich ins Bett.
- Bereiten Sie das Durchschlafen richtig vor.
Mit vollem Kopf und wirren Gedanken schlafen wollen - das kann nicht funktionieren. Daher gilt: Setzen Sie sich eine Stunde vor dem Zubettgehen außerhalb (!) des Schlafzimmers hin und notieren Sie, was Sie bewegt. Möglichst konkret. Und dann zerschneiden Sie den Zettel oder werfen ihn ins Kaminfeuer. Und dann beschäftigen Sie sich noch bis zum Schlafegehen mit angenehmen Dingen (keine Gruselkrimis). Befürchten Sie nicht, dass Sie dadurch aufgewühlt werden - diese Phase (in der Sie womöglich sogar vorübergehend schlechter schlafen) dauert erfahrungsgemäß nur 10 Tage. Danach schlafen Sie leichter ein und besser durch. Weitere Informationen und konkrete Angebote zum Abschalten-Lernen von Dr. Anne Katrin Matyssek finden sich unter www.abschaltenlernen.de.
Die Erholungsfähigkeit zu trainieren – das ist ganz wichtig (je älter wir werden, desto mehr) und oft der einzige Weg zur Erhaltung der psychischen Gesundheit, wenn sich an den Belastungen am Arbeitsplatz (warum auch immer) nichts ändern lässt. Sportler wissen das genau: Trainingsreize machen nur dann stärker, wenn nach einer Phase der Anspannung eine Phase der Regeneration (Entspannung) folgt. Dasselbe gilt für den "Normal-Leistungsträger". Nur wer seinen Akku nachts richtig gut aufladen kann, ist am nächsten Tag fit.
Dr. Anne Katrin Matyssek
www.do-care.de