Elfen Silberschmuck
Elfen, die kleinen, oft sogar winzigen Wesen des Waldes, haben stets lange dünne Beine, große Ohren und natürlich Flügel. Noch nie wurde von pummeligen oder gar dicken Elfen berichtet. Angeblich kann ja jeder, der will, Elfen sehen, wenn er denn sehr leise und aufmerksam ist und bereit ist, sich den Naturwesen zu öffnen. Da müsste es doch viel leichter sein die besonders dicken zu erspähen.
Ihr prinzipiell gutes Aussehen ist wohl auch der Grund dafür, dass man sie so gerne als Silberschmuck trägt oder sich als Bild an die Wand hängt. Wenn Sammler von Schmetterlingen häufiger auf Elfen treffen würden, könnte man sie sicherlich auch unter Glas und auf Leinen gepiekst in Museen bewundern. Was den Schluss zulässt, dass Elfen entweder sehr schnell fliegen können, gute Verstecke kennen, an unzugänglichen Orten leben oder aus anderen Gründen einfach schon sehr selten geworden sind. Besonders in Island werden Elfen noch recht häufig gesehen, ist aber vielleicht nur dem Whisky zuzuschreiben.
Dabei sollen Elfen ein recht hohes Alter erreichen können und schon seit Menschengedenken in Wäldern herum flattern, wozu im übrigen nur die Flügel dienen, nicht aber die großen Ohren. Die dienen höchstens zur Steuerung.
Man sollte dieses lustige Völkchen, dass angeblich gerne tanzt und sich häufig zankt eher an der Elfenbeinküste vermuten, aber dem ist nicht so. Anscheinend wurden auf dem afrikanischen Kontinent noch nie Elfen gesichtet. Wahrscheinlich ist es dort zu heiß, es muss ja irgend einen Grund geben, dass es sie ausgerechnet ins nasse Island zieht. Vielleicht trinken Elfen aber auch ganz gerne mal ein Gläschen Whisky.
Die Möglichkeit besteht, dass es nur Libellen oder Schmetterlinge waren, die man für zauberhafte Wesen hielt, aber es wäre doch wirklich schade um die Elfengeschichten.
Sid Kroker