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Einstiges Gut Tivoli in Aachen

Autor: RMS-Scriptorin | Erstellt am: 18.05.2011 | Gelesen: 606
Kategorie: Geschichten & Anekdoten | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Woher hat das Aachener Fußballstadion seinen Namen?

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Villa Tivoli, alias: Gut Tivoli in Aachen ist ein repräsentatives Wohnhaus auf dem Land. Es existiert nicht mehr.

Baugeschichte
Das Gut wird 1806 vermutlich von dem Aachener Baumeister Jakob Couven erbaut. Die Villa trägt ihren Namen nach der Villa Adriana, der Sommerresidenz des römischen Kaisers Hadrian (76–138). Ihre legendäre Gartenkunst ist eine frequentierte Inspirationsquelle. Die 118 bis 134 errichtete Hadriansvilla liegt 6 km vor dem Ort Tivoli. Das Aachener Gut Tivoli befindet sich „auf dem Sandkaulsteinweg." 1851 schildert Carl Borromäus Cünzer das Anwesen in seiner Novelle „Folie des Dames."

Der ursprüngliche Besitzer ist unbekannt. Die Villa Tivoli erlebt öfters einen Wechsel des Eigentümers und ist immer wieder in Privatbesitz. Hubert Malmedie veranstaltet Sonntag, den 23. Juni 1861 ab 16 Uhr ein „Großes Militärkonzert vom ganzen Trompeter-Korps des 8. Kuirassier-Regiments unter Leitung seines Stabstrompeters Herrn G.Petrowsky" mit anschließendem Feuerwerk. Für die Bewirtung errichtet er ein neues Zelt. Drei Jahre und fünf Monate später kauft Jacob Wothly dieses Gut bestehend aus 10 ½ Morgen inklusive Wohn- und Ökonomiegebiet Freitag, den 30. Dezember 1864. Das bisherige Gartenlokal gestaltet er in eine Privat-Anlage. Sein Ziel sind photographische Analysen und der Aufbau eines Instituts zur Lehre der Photographie. Er stattet es mit einer Glasschleiferei aus und fertigt Linsen an.

Von Hermann Wilhelm Vogel ist eine literarische Ansicht der Aachener Villa Tivoli zur Zeit von J. Wothly aus dem Jahr 1865 tradiert: „die Villa liegt an der Landstraße, doch von dieser durch einen niedlichen Garten getrennt."

Das Nachbarhaus „Gut Großstück" aus dem Jahr 1754 steht unter Denkmalschutz. Es liegt heute an der Hubert Wienen Straße 6. Der Überlieferung nach erzählt mir Frau Vigener, die heutige Besitzerin, soll Napoléon auf seinem Weg von Krefeld in diesen Gemäuern übernachtet haben.

©RMS-Scriptorin, alias: Rosa-Marita Schrouff
 
 
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