Artikel-Recherche: Titel Beschreibung   Erweiterte Suche

Einsatz der Begleitautomatik in der Tanzmusik

Autor: solarius | Erstellt am: 26.05.2009 | Gelesen: 1124
Kategorie: Musik - Kino & Entertainment | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
PDF Erstellen PDF Erstellen | Drucken Drucken | An Freund Senden Versenden

(Online-Artikel.de) - Führt der Einsatz moderner Technik bei Musikdarbietungen zum Betrug am Kunden?

Bei Bands in kleiner Besetzung hat sich seit den Neunziger Jahren ein weit verbreitetes Phänomen etabliert: Die Musik wird nicht mehr live gespielt, sondern kommt zum Teil oder zur Gänze von der Begleitautomatik des Keyboards.

Ermöglicht wird das durch das Midi-Format. Ein standardisiertes Datenformat, das Fernsteuerbefehle für das Keyboard beinhaltet. In einer Midi Datei wird festgelegt zu welchem Zeitpunkt welche Taste wie stark gedrückt wird und wann sie wieder losgelassen wird. Es wird außerdem ein Midi Kanal festgelegt, der mit einem bestimmten Sound belegt werden kann.

Das bedeutet, dass sich der Musiker von einem Lied, das er spielen möchte, nur mehr noch die entsprechende Midi Datei besorgen muss und schon spielt es das Keyboard von selbst. Das hat einerseits den Vorteil, dass Mängel in der technischen Fertigkeit des Musikers keine Rolle mehr spielen - das Publikum wird dankbar sein, wenn es nicht die ganzen Fehler und falschen Töne hören muss, die es sonst zu Gehör bekäme. Der Musiker muss nicht mehr üben und kann sich ganz auf die Beherrschung des technischen Equipements und auf Management Aufgaben konzentrieren.

Allerdings erhebt sich die berechtigte Frage, ob das nicht eine Täuschung und somit eine Form des Betruges darstellt. Denn der überwiegende Teil des Publikums merkt nicht, dass die Band nicht selbst spielt. Die Leute haben einfach nicht die nötigen Kenntnisse um zu registrieren, dass der Großteil der Musik nicht selbst gespielt ist und es klingt ja nicht so schlecht.

Genau hier entsteht das nächste Problem: Dadurch, dass alle die gleichen Mididateien verwenden - meist sind es die Original Arrangements - klingen natürlich auch alle gleich. Die einzelnen Musikgruppen sind akkustisch nicht mehr voneinander zu unterscheiden. Allerdings gibt es auch Bands, die diese Methoden ablehnen und - sei es als Hochzeitsband oder als Tanzband auf einer Tanzveranstaltung - noch wirklich live spielen.

Neben den eher moralischen Gründen der Ehrlichkeit ist das musikalische Ergebnis einer richtigen Liveband auch ein besseres. Anstatt dem Einheitsbrei entsteht Vielfalt hinsichtlich Arrangements und Soli. Die Musiker haben mehr Gestaltungsmöglichkeiten und dadurch mehr Motivation und Spaß (auch ohne Alkoholeinsatz).

Es ist Platz für Spontaneität und es können dadurch Dinge entstehen, die exakt auf diesen Augenblick gemünzt sind, weil eben genau jetzt diese Stimmung, diese Raumakkustik, dieses Publikum, diese Situation da ist. Das wiederum setzt Energien frei, die sich im Rhythmus widerspiegeln und auf die Tänzer übertragen.

Dietmar Gabl
 
 
Geno Sponsoring
Social Bookmark

Artikel Bewerten:  Schlecht Artikel ist Schlecht 1 2 3 4 5 Artikel ist Sehr Gut Sehr Gut  
Zuletzt gelesene Artikel in der Kategorie Musik - Kino & Entertainment:
'Real-Life' im Fernsehen: Hotel-Chef muss Klo's putzen - Kamera begleitet ihn
Pop-Durchstarter The Black PONY landen in Bremen
Ab 10. Mai mit Paramount ein blaues Wunder erleben
Eine Diva zum Anfassen
Mara Kayser - Erinner dich
Andy Borg - Blauer Horizont
Frank Lars - Zum Glück gefunden
'Mission: Impossible - Phantom Protokoll' ab 14. Mai auf DVD und Blu-ray Combo

comment Kommentare von Besucher !

Noch kein Kommentar zu Artikel “Einsatz der Begleitautomatik in der Tanzmusik”







Top | rss   
Designed by A2D Webdesign Agentur | Media-Netzwerk: MyPress World | MyPress DE | MyPress CH | MyPress AT | Online Article
OA-Services: Online PR-Blog | Webreporter | Know-How | Jobs & Stellenanzeigen | Presseportal | News | Branchenbuch

Copyright 2008 © Art2Digital InterMedia Solutions | ICRAchecked | Creative Commons License.