Vor dem Bau eines Gartenteiches sollte die Stelle markiert werden, an der sich später der fertige Teich befinden soll. Wenn nicht gerade ein Schwimmteich, sondern ein kleiner Zierteich vorgesehen ist, besteht die Wahl zwischen einem Teich, der durch ein Teichbecken gedichtet wird und einem mit einer Teichfolie ausgestatteten Teich.
Beide Varianten haben ihre Vorzüge. Ein fertiges Teichbecken stellt weniger Ansprüche an die Ebenheit und Hindernisfreiheit des Teichuntergrundes als eine Teichfolie. Gartenteiche aus Teichfolie haben den Vorteil, flexibel zu sein, so dass die Teichgestaltung ganz nach den eigenen Wünschen vorgenommen werden kann.
Ist die Entscheidung für ein Teichbecken gefallen, so ergibt sich die Aushubgeometrie zwangsläufig aus der Bauform des Teichbeckens. Nach dem Aushub ist zu prüfen, ob die Aufstandsfläche waagerecht ist. Hierzu wird das Becken in die Aushubgrube gesetzt und eine geringe Menge Wasser eingefüllt. Ist der sich einstellende Wasserspiegel schräg, also nicht parallel zum Beckenboden, so muss nachgearbeitet werden. Wenn das Becken gerade eingesetzt ist, müssen die Randbereiche eingeschlämmt werden. Hierzu sollte sehr viel Wasser verwendet werden, um einen guten Kraftschluss zu erreichen, der spätere Setzungen oder Spannungsbildungen verhindert.
Wird der Teich mit einer Teichfolie ausgeschlagen, so ist besonderes Augenmerk auf die Sohle der Aushubgrube zu richten. Sämtliche Steine, Wurzeln und andere Dinge, die später zu Beschädigungen der Folie führen könnten, müssen abgesammelt werden. Zum zusätzlichen Schutz und zur Abwehr späterer Durchwurzelung sollte die Aushubgrube mit einem Vlies ausgeschlagen werden. Erst dann ist die Teichfolie mit möglichst wenig Knicken und Falten in der Grube auszulegen und zu beschneiden.
Der beim Aushub angefallene Mutterboden sollte nicht als Teichgrund verwendet werden, da er für Wasserpflanzen zu nährstoffreich ist und der hohe Humusgehalt zu einer dunklen Verfärbung des Wassers führen kann. Für den Teichgrund sollte besser gewaschener nährstoffarmer Kies und Sand verwendet werden, der vom Zentrum zum Rand des Teiches geschüttet wird.
Nachdem die für den
Gartenteich erforderlichen Installationen wie die Pumpe und der Filter eingebaut sind und die Wasserpflanzen gesetzt wurden, sollte der gefüllte Teich zunächst einige Zeit ruhen. Dies ist erforderlich, damit sich in dem kleinen Biotop ein biologisches Gleichgewicht einstellen kann. Erst im Anschluss daran sollte der Besatz mit Fischen vorgenommen werden. Die gewählten Fischarten sollten aufeinander abgestimmt sein und zur Größe des Teiches passen.
Dann ist der Gartenteich vollendet und bildet einen erholsamer und beruhigenden Blickfang in der Gartenanlage.
Hans Taube