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Eine Zentrierungshilfe

Autor: revhoros | Erstellt am: 09.04.2011 | Gelesen: 632
Kategorie: Geschichten & Anekdoten | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Um unser Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, müssen wir lernen den Fokus zu aufrecht zuhalten.

Rainer Sauer/Autor/Philosoph
Rainer Sauer/Autor/Philosoph
Reminder, daß wir alles, was wir in Freude, mit Leichtigkeit und in Bewußtheit tun, wesentlich effizienter ist, als unter Druck zu agieren, in den Fesseln von Angst und Zwang. Es geht darum, sich immer wieder zu erinnern, daß es wichtig ist, alles, was ich tue, möglichst mit meiner ganzen, ungeteilten Aufmerksamkeit zu verrichten. Und das nicht aus dem Zwang heraus, etwas falsch zu machen, also angstberaten eine weitere Kontrollfunktion einzurichten, um ruhelos dem unerreichbaren Ziel der Perfektion hinterherzueilen, sondern deshalb, weil ungeteilte Aufmerksamkeit die höchste Effizienz hat und weil ich mich durch diese Einsicht motiviert mit einer gewissen Leichtigkeit aber auch mit einem disziplinierten und dennoch liebevollen Lerneifer dem Zurück Zentrieren hingeben kann. Im günstigsten Fall werde ich mir der Situation bewußt, daß ich immer nur soviel erhalte, wie ich auf der ande­ren Seite bereit bin zu investieren. Mein Treibstoff ist also pure Einsicht. Ich realisiere, daß wenn ich etwas nur halb herzig tue, mich also ablenken lasse, mich mit mehreren Dingen gleichzeitig beschäftige, die Kraft hier­bei für das eine Spezifische verlorengeht.

Egal, ob es sich hier gerade um Meditation, ums Essen, um das Verrichten der Toilette oder das Ausführen einer sonstigen Arbeit geht, wesentlich ist, daß ich es möglichst konzentriert und mit meiner ganzen Aufmerksamkeit tue, wenn ich etwas mache, also meditiere, wenn ich meditiere, esse, wenn ich esse, mich auf die dementsprechende Handlung fokussiere, für welche ich mich gerade entschieden habe. Und dies einzig und allein, um die höchstmögliche Effizienz, den Gewinn, meinen per­sönlichen Erfolg in Hinsicht auf den Grad der Intensität der Erfahrung zu erzielen. Das ist das einzige Muß, welches hier einen Platz haben dürfte, nämlich daß ich aus Einsicht, Freude und Bewußtheit handeln muß, um diese Effizienz zu erhalten und eben nicht aus irgendeinem anderen zwangsgesteuerten Muß heraus praktisch auf automatische Weise rea­giere. Das mache ich nun, indem ich mir angewöhne, mich während eines Vorgangs willentlich, daß heißt bewußt immer wieder zu erinnern, also mir sozusagen auf regelmäßiger Basis die Frage stelle, was denn gerade eben noch mein entschiedenes Ziel war und mich dementsprechend dar­auf zurückfokussiere. Daß ich mich also in einer Art kontinuierlichem, leichtem Hinterfragungs Fluß auf das Wesentliche zurückbesinne, um dann meine ungeteilte Aufmerksamkeit dem ursprünglichen Adressat zurückzusenden. Habe ich wirklich einmal erfahren, wie es sich anfühlt, wenn ich den maximalen Intensitäts Faktor erreicht habe, mich mit ande­ren Worten ganz mit dem, was ich tue, identifiziert, verschmolzen habe, was auch wiederum bedeutet, ganz im Hier und jetzt zu sein, reicht das meiner Erfahrung nach zur Genüge als weiterer Antrieb aus, um gerne erneut den Moment der ungeteilten Aufmerksamkeit aufzusuchen. Die Effizienz potenziert sich sozusagen. Das Ganze basiert wohl auf einer spirituellen Gleichung, die wie folgt lautet: Wende ich auf der einen Seite Freude, Leichtigkeit, Achtsamkeit und Bewußtheit an, bekomme ich auf der anderen Seite eben auch dieselben Qualitäten als Resultat heraus.

 
 
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