Idee einer gemeinsamen Weltreise
„Weltreise für Alle – Eine gemeinsame Reise um die Welt", so lautet der Titel einer Website, die zum Ziel hat, eine Weltreise auf die Beine zu stellen, an der alle teilnehmen dürfen, die Lust dazu haben, etwas zu erleben.
Wie genau soll das gehen? Was hat es mit dieser Idee auf sich? Wie sollen „Alle" gemeinsam auf Weltreise gehen?
Genaugenommen wird nur der Blogger selbst physisch auf die große Reise geschickt werden. Mit Hilfe der User soll daraus ein unvergesslicher „Worldtrip" entstehen. Das ist allerdings noch nicht alles. Damit diese Reise den Namen „Weltreise für Alle" verdient, fehlt noch ein wenig.
Dass die Erlebnisse der Reise um die Welt in Form von Berichten, Fotos und Videos miteinander geteilt werden, ist nun wirklich nichts Neues. Es existiert mittlerweile eine Vielzahl von richtig guten Weltreise-Blogs, auf denen die Reiseerlebnisse zahlreicher Globetrotter anschaulich wiedergegeben werden.
Neu ist allerdings, dass bereits vorab alle Entscheidungen gemeinsam treffen werden. Wie sieht die Reiseroute aus? Wie lange soll der Blogger am jeweiligen Ort verweilen? Welche Sehenswürdigkeiten soll er sich anschauen? Auf welche Fragen soll er auf seinem Worldtrip eine Antwort finden? Jeder hat die Möglichkeit bei dieser Weltreise mitzubestimmen.
Zudem sollen dem Weltreisenden verschiedene Aufgaben gestellt werden, welche er bei seiner Reise um die Welt zu erfüllen hat. Diese können durchaus witzig sein, aber auch einen ernsthaften Hintergrund haben. So könnte der Blogger mit seinem eher durchschnittlichen Körper zusammen mit den Arnold Schwarzeneggers dieser Welt am „Muscle Beach" in Los Angeles posieren oder einer armen indischen Familie ein Festmahl spendieren.
All das wird gemeinsam entschieden.
Im Gegenzug erhofft sich der Blogger kleine Spenden, um das Projekt einer gemeinsamen Weltreise realisieren zu können. Man hat zudem die Möglichkeit etwas beizusteuern, indem man auf verschiedene Werbebanner klickt. So kann man beispielsweise ein zweiwöchiges, selbtkündigendes Probeabo der Süddeutschen Zeitung bestellen, eine Probefahrt im Suzuki Swift durchführen oder bei der nächsten Reisebuchung einfach zuvor auf das entsprechende Banner klicken. Das wird alles sehr transparent kommuniziert.
Es sollten nicht wenige zu finden sein, die sich mit dem Blogger identifizieren können. Nachvollziehen kann man die Intention des Bloggers in jedem Fall. Selten ehrlich äußert er sich über die Unzufriedenheit in seinem jetzigen Job. Konsequenzen seines vorübergehenden Ausstiegs scheint er kaum zu scheuen. Was zu dieser Einstellung führte, schildert er ebenfalls auf diesen Internetseiten.
Es bleibt abzuwarten, ob dieses Konzept Anklang findet. In Zeiten, in denen sogar viel Geld bezahlt wird, um sein Stofftier auf Weltreise zu schicken, könnte das Konzept jedoch tatsächlich von Erfolg gekrönt sein. Interessant ist die Idee einer gemeinsamen Weltreise allemal, ein Besuch der Website lohnt sich.
Autor: Sebastian Krämer