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Eine Welt im internationalen Umbruch

Autor: Noar | Erstellt am: 21.03.2011 | Gelesen: 658
Kategorie: Politik - Gesellschaft & Soziales | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Sollte man nicht endlich die hauptsächlichwestliche Zusammenstellung von NATO / UNO ändern?

Denken von Libyen in einem Bild
Denken von Libyen in einem Bild
Vielen Menschen ist die Veränderung unserer Welt nicht bewusst bzw. sie kriegen die Folgen erst sehr viel später mit. So stark wie sich unsere Welt allerdings in den letzten Wochen verändert hat, wird es wohl noch Jahre dauern, bis auch der Letzte sich ihrer Auswirkungen bewusst wird. Vor allem sollte man hier den Bedarf anReformen bezüglich der internationalen Organisation in Augenschein nehmen.Bis vor kurzen dachte ich schon der Begriff „Revolution" sei für die Menschen ein Fremdwort geworden, nur durch Tunesien und Ägyptenwurde mir das Gegenteil bewiesen. Nun hat das Revolutionsfieber auch andere Bevölkerungen in arabischen Ländern gepackt. Wenn man sich jedoch die Lage in Libyen anschaut, beißen sie sich die Zähne aus, was den Sturz des Diktators Muammar al Gaddafi angeht.

Volksaufstand LibyenAber was ist wenn die Bewegungen der Bürger in das Leere verlaufen ? Wird dann alles wieder in die normale Ordnung zurückkehren ? Diese Bewegungen ist der fruchtbarste Boden für eine Opposition, wie sie es noch nie gegeben hat. Der Wille nach Veränderungen ist in der ganzen Zeit der Unterdrückung so stark geworden, das niemand ahnte wie stark die Bewegung werden würde.

Doch nun weiß man es und nicht nur in dem Land wo du Revolutionen begannen, auch in anderen Ländern hat man den Willen zur Veränderung der Bürger verfolgt. Leider ist es seit 09/11 verstärkt zu der Meinung gekommen, dass der arabische Raum mit dem Islam und der Islam mit dem weltweiten Terrorismusgleichzusetzen ist. Seit den Bewegungen sollte nun auch der letzte Mensch auf Erden begriffen haben, dass den Menschen im arabischen Raum auch andere Dinge genauso wichtig sind wie ihre Religion. Die Aufstände zeigen es, dass sie für eine Veränderung und somit für ihre Freiheit kämpfen.

Kadhafi u. BerlasconiAuch eine wundersame Veränderung gibt es, auf der Bühne der Politik. Da war der Ministerpräsident Italien's Silvio Berluscon noch der beste Freund von dem libyschen (Ex-)DiktatorMuammar al Gaddafi. Doch seit den Aufstände wurde auch diese Freundschaft gekappt und Italien stellt gleich sieben Militärbasen zur Verfügung, welche militärische Maßnahmen gegen die Truppen von Muammar al Gaddafieinleiten sollen.

Das Bemerkenswerteste und auch Erstaunlichste ist, dass in Sachen Libyen sich sowohl dieEuropäer,Amerikaner & die arabische Liga sofort einig waren. Dies erstaunt wirklich, wenn man mal an den ungeduldigen Europäer und den vor preschenden Amerikaner in Sachen "grünes Licht" denkt. Auch das bei den militärischen Einsätzen die arabischen Länder mit eingebunden werden ist genauso neu wie faszinierend, wie doch alle auf einmal am selben Strang ziehen und auf gleicher Augenhöhe arbeiten.

Sind die Organisationen in die Jahre gekommen?

Schaut man die Tage auf die NATO-Mitglieder, dann glänzen sie nicht mit Einigkeit sondern eher voller Uneinigkeit. Die bisherigen Luftangriffe gegen das libysche Militär wurden nicht von der NATO geführt, sondern vereinzelt von Nationalstaaten. Dies ist ein wichtiger Unterschied, wenn man sich das Handeln dieser Organisation anschaut. Trotz der Voraussetzung einer UNO-Resolution, ist die NATO bis jetzt noch nicht bereit, was das durchgreifen in Sachen Flugverbotszone über Libyen angeht. Dieses Argument wird auch von einigen anderen Ländern geäußert, die schon vor einigen Tagen vorsorglich ihr Militär in Stellung für einen Angriff gebracht haben.

NATO_logoDie NATO ist ein Bündnis des Militärs der westlichen Industrienationen, welches gegen den gemeinsamen Feind die weggefallene UdSSR kämpften. Doch der Eiserne Vorhang ist gefallenund mit ihm auch die UdSSR, die NATO ist somit ein Relikt aus dem Kalten Krieg.

Die Denkweise dieser Organisation ist leider noch die gleiche, schaut man sich mal die Mitglieder an, somit sind es weiterhin nur Europäer und Amerikaner. Somit hat man es auf ganzer Linie verpasst weitere internationale Bündnisse zu schaffen, wie zum Beispiel mit asiatischen,arabischen oder russischen Truppen. Wenn natürlich nicht diese veralteten Richtlinien funktionieren, so ergreifen die einzelnen Staaten die Eigeninitiative.

Eine neue Weltordnung auch mit einer neuen Organisation?

Wenn wir auf die UNO blicken, dann hat sie sich auch nicht gerade weiterentwickelt in dieser Sache. DerUN-Sicherheitsrat ist immer noch sehr "westlich", mit den Ländern England,Frankreich,Russland,China und USA. Die genannten Länder sind diejenigen, die einen dauerhaften Sitz genießen, man aber dennochAfrika,Südamerika, Indien oder den gesamten arabischen Raum dieses Privileg verwehrt.

Der arabische Raum verändert sich immer mehr und langsam wäre auch ein Umdenken betreffend der veralteten Organisationen notwendig und keine Reformbemühungen wie man es aus dem Hause der UNOkennt, die immer in das Leere verlaufen. Es müssen endlich Organisationen abgelöst werden, die imNachgang des zweiten Weltkrieges entstanden sind oder es muss endlich ein richtiges massives Umbauen der genannten Organisationen beginnen.
 
 
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