PRK/LASEK/Epi-LASIK
Die
PRK oder
Photorefraktive Keratektomie ist das älteste Laserverfahren zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten wie z.B. Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Astigmatismus. 1986 wurde zum ersten Mal im Rahmen einer PRK ein Laser für die Abtragung des Hornhautgewebes verwendet. In örtlicher Betäubung durch Augentropfen wird das oberflächliche Hornhautgewebe, welches auch als
Epithel bezeichnet wird, vom Operateur vorsichtig mechanisch entfernt. Computer-gesteuerte Laserimpulse mit dem Excimer-Laser auf die nun freiliegende Hornhautschicht sorgen für einen gezielten Abtrag des entsprechenden Hornhautgewebes, um die Brechkraft der Hornhaut des Auges zu verändern. Die tiefer liegenden Zellschichten der Hornhaut bleiben bei der PRK unberührt. Die behandelte oberflächliche Hornhautschicht regeneriet sich in wenigen Tagen von alleine. Die Dauer der Behandlung bei Tropfanästhesie beträgt nicht mehr als 5 Minuten.
Die PRK wird zur Behandlung einer Kurzsichtigkeit bis -6 Dioptrien und einer Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) bis ca. 3 Dioptrien eingesetzt (eine Weitsichtigkeit sollte mittels LASIK behandelt werden). In diesem Anwendungsbereich läßt sich das postoperative Ergebnis sehr gut vorhersagen. Bei der PRK wird der anfängliche Wundschmerz, der bis zur Rückbildung der Deckschickt der Hornhaut 3-4 Tage anhalten kann, nachteilig bewertet. Linderung schafft hier das Tragen einer therapeutischen Kontaktlinse unmittelbar nach der Operation. Zudem sind in den ersten 4 bis 6 Wochen häufig Sehschwankungen anzutreffen. Aktuelle Studien belegen, dass die Langzeitergebnisse nach Durchführung einer PRK stabil und mit den Ergebnissen der LASIK-Methode vergleichbar sind.
Im Verlauf der letzten Jahre wurde die PRK zur LASEK und Epi-LASIK weiterentwickelt:
Bei der LASEK wird das Epithel (Deckschicht der Hornhaut) durch eine 20%ige Alkohollösung von seiner Unterlage abgelöst und dann mit einem kleinen Spatel zurückgeschoben. Danach wird das Hornhautgewebe je nach Stärke der Fehlsichtigkeit mit dem Excimer-Laser abgetragen. Danach wird das Epithel wieder zurückgelegt und zum Anwachsen des Epithels wird dieses mit einer weichen Kontaktlinse stabilisiert. Durch die LASEK Methode können die postoperativen Beschwerden deutlich gemindert werden.
Im Gegensatz zur LASEK wird bei der Epi-LASIK das Epithel nicht mit einer Alkohol-Lösung von der Unterlage gelöst, sondern es wird mit Hilfe einer stumpfen Kunststoffklinge vorsichtig beiseite geschoben. Nach der Laserung an der Oberfläche wird das Epithel ebenfalls zur Abdeckung der Wunde wieder zurückgelegt.
Das PRK-, LASEK- und Epi-LASIK-Verfahren ist eine Option für fehlsichtige Menschen, bei denen die LASIK oder Femto-LASIK Methode aufgrund einer zu dünnen Hornhaut nicht in Frage kommt. Trotz der postoperativen höheren Beschwerden bzw. Schmerzen sind im Vergleich zur klassichen LASIK langfristig mit vergleichbar guten Ergebnissen zur rechnen.
BLU Meditravel
Mathias Weber
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